Bammel, das ängstliche Monster
veröffentlicht in: Bücheram 01.04.2012
Falls Ihr Kind sich auch im Dunkeln fürchtet, ist das „Monsterbuch“ genau das Richtige. An sich ein Widerspruch und mein Mann wollte das Buch erst gar nicht vorlesen. Aber mit den entsprechenden Kommentaren von Mama und Papa ist die Geschichte des kleinen Monsters Bammel pädagogisch sehr wirkungsvoll.
Wie der Name unseres kleinen Freundes schon sagt, handelt es sich hier um ein Monster der besonderen Art. Es hat panische Angst vor allem. In der Müslipackung könnten Giftspinnen lauern, das Läuten des Telefons könnte der Alarm für ein Erdbeben sein …
Eines Abends soll eine große Monster-Grillparty im Wald stattfinden. Alle seine Monsterfreunde freuen sich auf das Fest. Bammel kann da nicht mit – ein schreckliches Waldungeheuer könnte ihm auflauern. Geht er aber nicht, ist er ganz allein in der Stadt. Also macht er sich doch auf den Weg. Alles jagt ihm einen Schrecken ein. Beleuchtet er die Dinge allerdings mit seiner Taschenlampe, kommen harmlose Dinge zum Vorschein.
Nach dem Vorlesen habe ich mich mit meiner Tochter, bewaffnet mit Taschenlampe, ins Bett gelegt. Sie hat mir gezeigt, wovor sie Angst hat und wo sie Monster sieht. Durch das Licht unserer Taschenlampe wurde der Löwe unterm Schreibtisch plötzlich sichtbar als Sitzsack und die Augen des schrecklichen Tieres waren zwei Schrauben.
So haben wir uns durch den Raum gearbeitet. Jetzt sagt sie beruhigt zu ihren Monstern „Gute Nacht“ und schläft friedlich ein. Im Einband gibt es die Monster auch zum Ausschneiden. Auf Holzspieße geklebt, kann man die Geschichte nachspielen oder neue erfinden.
Ein tolles Buch zum kleinen Preis. Wirklich empfehlenswert!
- Verlag: Moses
- Autoren:Bine und Benjamin Brändle

