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The Last Days of American Crime

veröffentlicht in: Comics
am 28.08.2011

Eine Welt ohne Verbrechen: Utopie oder Schreckensvision? Die meisten Menschen wären wohl geneigt, einen derartigen Zustand als paradiesisch zu bezeichnen. Aber wie lässt sich ein solcher Traum realisieren? „The Last Days of Crime“ geben Antwort:

Ein Neuro-Inhibitor! Für den Berufskriminellen Graham Bricke ist das eine Katastrophe, aber zugleich die Initialzündung zur Durchführung des letzten großen Coups…

Inhalt
Sex, Blut und eine extrem spannende Story sind das Erfolgsrezept des Comics. Das Gespann Rick Remender und Greg Tocchini erzählt eine Geschichte, die sich in ihrer Qualität nicht einmal vor Hollywood Blockbustern verstecken müsste: Graham Bricke ist die Sorte Mensch, von denen man sich wünscht, dass sie einem im Dunkeln nicht begegnen.

Der Berufskriminelle und Gewohnheitsverbrecher will das letzte große Ding drehen, bevor ein Neuro-Inhibitor Gesetzesübertretungen verhindern wird. Das garantiert letzte Verbrechen der US-Geschichte will die endgültige Umstellung von Bargeld auf bargeldlose Zahlung ausnutzen, damit sich Graham in Mexiko zur Ruhe setzen kann (natürlich fernab etwaiger Gedankenkontrolle). Doch dafür braucht es Spezialisten, Personen, die mindestens genauso skrupellos sind wie er…

Kritik  
„The Last Days of American Crime“ ist eine perfekte Mischung aus Sex & Crime. Aufbau der Story, Spannungsbogen und die kriminellen Protagonisten wurden nahezu perfekt in Szene gesetzt. Vor allem für die älteren Comicleser (das Buch ist nichts für unter 18-Jährige!) ist das Buch ein Hochgenuss und ein perfekter Einstieg in die Welt der Grafik Novels. Angefangen von den sauber herausgearbeiteten Figuren und authentischen Dialogen, bis hin zur Hintergrundgeschichte bleibt hier nichts zu wünschen übrig.

Kurzum: Allein Story und Handlung sind jeden Cent des Kaufpreises wert! An Spannung und Atmosphäre bieten sie ein Höchstmaß an Unterhaltungsqualität. Kurzweilig und mitreißend, es macht Spaß dieses Comic zu lesen.

Die künstlerische Umsetzung setzt das Niveau von Text und Inhalt fort. Die Zeichnungen sind sehr gut gelungen und auch über die Farbgebung gibt es nichts auszusetzen. Die brutale Geschichte, in der Tod, Verderben und Lust durch die Seiten wandern, sind erstklassig bebildert worden. Die grafische Inszenierung von Sex, Gewalt und Drogen machen aus der ohnehin sehr spannenden Geschichte eine atmosphärisch dichte Erzählung, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Feder und Pinsel gingen hier Hand in Hand und schufen ein erstklassiges Gesamtergebnis!

Fazit
Bei allem Lob muss jedoch auch klar sein: Der Comic richtet sich an ein erwachsenes Publikum, für die lieben Kleinen ist das Buch nicht zu empfehlen. Die zum Teil exzessive Darstellung von Gewalt und Sex verbietet eine Weitergabe an Minderjährige. Würde es sich um einen Film handeln, er wäre mit Sicherheit erst ab 18 Jahren freigegeben.

Für Zartbesaitete ist „The Last Days of American Crime“ auch nichts, wer ein lautmalerisches Comicepos sehen will, ist hier definitiv falsch. Das Buch richtet sich an ein Publikum, das actionbetonte Kriminalgeschichten lesen und sehen will. „Sex & Crime“ sind hier wortwörtlich zu nehmen: Tod und Vergewaltigung sowie Sex und Drogen geben sich hier die sprichwörtliche Klinke in die Hand.

Das 172 Seiten umfassende Comic „The Last Days of American Crime“ ist im Splitter Verlag erschienen und im Handel für knapp 23€ erhältlich.

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