Briefe an Gott – Letters to God

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Briefe an Gott ist eine herzergreifende Geschichte eines achtjährigen Kindes, welches an Krebs erkrankt ist. Durch die Briefe, die er regelmäßig an Gott schreibt, schöpft er Hoffnung und Mut. “Lieber Gott, kannst du vom Himmel aus die Sterne sehen?”, fragt Tyler (Tanner Maguire) in einem seiner geschriebenen Gebete.

Die Briefe schreibt er direkt von seinem Krankenbett aus und schickt diese per Post an Gott. Der Postbote Brady McDaniels (Jeffrey S.S. Johnson) liest diese Briefe, da diese ja bekanntlich nicht zustellbar sind. Brady, der geschieden ist und auf Grund dieser Tatsache dem Alkohol zugesprochen hat, grübelt so über sein Leben nach, auch wenn er am Anfang darüber ein wenig verwirrt ist.

Trotzdem schöpft er selber aus diesen Briefen Kraft und traut sich, mit Tyler Kontakt aufzunehmen, ohne ihm zu sagen, dass die Briefe nicht dort angekommen sind, wo sie hinsollten. Aus diesem Kontakt entwickelt sich eine herzergreifende Freundschaft und er fühlt sich zur Mutter (Robyn Lively) von Tyler hingezogen, die verwitwet ist.

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit von Patrick Doughtie. Die Geschichte hinterlässt tiefe Spuren beim Zuschauer. Zum Schluss wischt man sich die Tränen aus den Augen und ist einfach nur gerührt. Vielleicht sollte man so einfach mal über sein eigenes Leben nachdenken und dieses, trotz Höhen und Tiefen, einfach nur genießen. Briefe an Gott ist sehenswert und in der Hinsicht nur zu empfehlen. Auf Grund des brisanten Themas ist dieser Film aber nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.

Und man sollte auf alle Fälle mit den Kindern, die diesen Film gesehen haben, über das Thema reden und ihre Ängste dabei nehmen. Der Film selber ist eine Hommage an das Leben. Das Problem ist, wie wir mit dem Thema Tod umgehen. Krebs ist wohl eine der grausamsten Krankheiten überhaupt, heimtückisch und hinterhältig taucht dieser auf und hinterlässt tiefe Spuren. Vor allem dann, wenn die Kleinsten, unsere Kinder, davon betroffen sind. Es ist ein Schmerz, der uns nur aufschreien lässt. Patrick Doughtie hat nach einem verzweifelten Kampf gegen eine besonders aggressive Krebserkrankung seinen Sohn verloren.

Patrick Doughtie war verzweifelt und hatte keinen Mut mehr gehabt und er gab sich die Schuld am Tod seines Kindes, was ja nicht zutraf. Erst zwei Jahre danach fing er wieder an, rational zu denken und schrieb sich mit diesem Buch, welches die Vorlage zum Film darstellte, die Last von seiner Seele. Er selber sagte:

“Ich bin viel dankbarer für jeden einzelnen Tag, den ich mit meiner Familie verbringe. Ich fühle mich total gesegnet.

Und ich habe viel Mitgefühl für Kinder und Familien in ähnlichen Situationen. Ich möchte vernetzen, helfen und trage hoffentlich dazu bei, ein größeres Bewusstsein für den Krebs zu schaffen, um dadurch weitere finanzielle Mittel für die Krebsforschung bereitstellen zu können.”

David Nixon und Patrick Doughtie, die hier Regie führten, konnten bei der Umsetzung dieses ergreifenden Films auf erfahrene Schauspieler zurückgreifen. Der Darsteller von Tyler, der in der US-Kultserie How I met Your Mother mitspielt, überzeugt in seiner Rolle hundertprozentig. Nehmen Sie sich Zeit für einen Film, der beeindruckend ist.

  • Darsteller: Tanner Maguire (Tyler Doherty), Robyn Lively (Maddy Doherty), Jeffrey Johnson (Brady McDaniels), Bailee Madison (Sam), Maree Cheatham (Olivia), Michael Bolten (Ben Doherty), Ralph Waite (Mr. Perryfield), Dennis Neal (Lester Stevens), Cris Cunningham (Carl Landers), L. Derek Leonidoff (Pastor Andy), Christopher Schmidt (Walter Finley), Avery Sommers (Carol Wallace), Amanda Best (Jamie Lynn Byrnes), Andrea Conte (Miss Emily Holley), Lisa Curtis (Erin Miller)
  • Regie: David Nixon, Patrick Doughtie
  • Verleih: dtp
  • http://www.letterstogodthemovie.com
  • Trailer

Weitere Informationen

  • Titel: Briefe an Gott – Letters to God
  • Kategorie: Filme
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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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