Fünf Freunde
veröffentlicht in: Filmeam 09.06.2012
Enid Mary Blytons Geschichten um die „Fünf Freunde“ sind weltweit bekannt. Die Autorin schrieb mehr als 750 Bücher und über 10.000 Kurzgeschichten und zählt heute immer noch zu den kommerziell erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen. Sie selber hat einmal gesagt, dass sie ihre Figuren nach dem ausgelegt hat, was sie gerne selber erlebt hätte oder wäre. So entstand auch die Figur George, die eigentlich Georgina heißt.
Der deutsche Film wurde anhand der Vorlage des Bandes „Fünf Freunde auf der Felseninsel“ gedreht, wobei dieser behutsam erweitert und umgearbeitet wurde. Dies ist Mike Marzuk, der die Regie führte, gelungen, so dass man immer noch Blytons Werk erkennt, denn ihre Geschichten waren klar strukturiert.
George bekommt in den Ferien Besuch von ihren Cousins Julian und Dick sowie ihrer Cousine Anne. Eigentlich wollte George von diesen nichts wissen und wäre lieber mit dem Vater auf die Felseninsel gefahren, der dort an seinen geheimen Forschungen arbeitet. Ihr Vater Quentin will die Photosynthese zur Energiegewinnung nutzen. Als die Kinder mal auf Tour sind, entdecken diese eine Höhle und in dieser finden sie Aufzeichnungen, welche vermuten lassen, dass ihr Vater entführt werden soll.

Als die Kinder die Polizei verständigen und sie zurück zur Höhle sind, ist diese leer geräumt. Die beiden Polizisten, Peters (Armin Rohde) und Hansen (Johann von Bülow), stellen sich augenscheinlich mehr als trottelig an, so dass die Kinder lieber selber die Ermittlung in die Hand nehmen. Da der Täter ein Schriftstück hinterlassen hat, prüfen die Kinder clever die Unterschriften der Dorfbewohner. So richten die Kinder u. a. einen Stand ein, um Unterschriften für die Robbenrettung zu sammeln.
Natürlich kommt es, wie es kommen muss, man verdächtigt erst die Falschen, denn die Täter verschleiern ganz gekonnt ihr Vorgehen. Opfer sind unter anderem die beiden Vogelbeobachter.
Aber Niederlagen machen einen bekanntlich stark.
Fazit
Auch wenn einige Kritiker behaupten, dass dieser Film sehr stereotyp sei, trifft dies nicht zu, denn dieser Film richtet sich ja an Kinder und für diese sind klare Strukturen immer wichtig. Nein, Fünf Freunde ist ein gelungener Film und gerade die Kinder, die die Rollen übernommen haben, machen ihre Sache sehr gut.

Der gekünstelten Humor der erwachsenen Darsteller, allen voran Johann von Bülow, passt nicht ganz hier rein. Man hätte hier nach der Devise “etwas weniger ist mehr” arbeiten können. Trotzdem kommt dieser Film gerade bei den jungen Zuschauern an.
- Regie Mike Marzuk
- Mit Valeria Eisenbart, Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen, u.a.
- Genre Abenteuer
- Produktionsland: Deutschland
- Verleih: Constantin Film
- VÖ: 02.08.2012 auf DVD


