Impostor
veröffentlicht in: Filmeam 22.01.2012
Wir schreiben das Jahr 2079, also nicht mehr allzu lang hin. Auf der Erde und den Kolonien herrscht seit Jahren schon Krieg, der gegen Außerirdische geführt wird. Durch diesen Krieg gibt es keine Nationalstaaten mehr auf der Erde, eine sogenannte Weltregierung hat das Zepter übernommen. Demokratie und Bürgerrechte gibt es nicht mehr, die Menschen werden total überwacht, indem man ihnen Chips eingesetzt hat, so dass diese an jedem Ort lokalisiert werden können.
Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen wurden schon zahlreiche Städte durch Angriffe zerstört. Über die noch bestehenden Städte wurde ein Schutzschild gelegt. Die Menschen, die außerhalb dieses Schutzschildes in den zerstörten Städten wohnen, hat die Regierung schon längst aufgegeben.
Spencer John Olham hat als Kind seinen Vater im Krieg gegen die Außerirdischen verloren, von da an war seine Kindheit auf einmal vorbei. Durch diesen Verlust angespornt wurde er Wissenschaftler und hat an einer ultimativen Bombe gearbeitet, die die Außerirdischen vernichten kann. Spencer ist mit Maya verheiratet, die Ärztin im Veteranenkrankenhaus ist.
Für ihre Verdienste werden Maya und ihr Mann von der Kanzlerin zu einem Empfang eingeladen, zu dem es aber nicht kommt, denn Spencer wird zuvor vom Geheimdienst-Offizier Hathaway festgenommen, weil dieser vermutet, dass Spencer nicht Spencer ist, sondern durch einen außerirdischen Replikanten ersetzt wurde.

Diese Replikanten tragen eine Bombe in sich, die dann zu einem bestimmten Zeitpunkt gezündet werden soll. Natürlich bestreitet Spencer, dass er ein Replikant ist und kann sich befreien und fliehen. Vor allem stellt sich hier die Frage, was Hathaway mit dieser Beschuldigung bezweckt. Spencer flieht und gelangt so außerhalb der Stadt, wo er mit Hilfe eines kleinen Ganoven wieder in die Stadt zurückkehren will. Im Krankenhaus will Spencer dann von seinem Körper einen Scan durchführen, um so seine Unschuld zu beweisen. Hierzu benötigt er die Hilfe seiner Frau. Aber auch der Geheimdienst macht Jagd auf Spencer. Kann Spencer noch rechtzeitig ins Krankenhaus gelangen?
Gary Fleder, der die Regie zu diesem Film führte, hat hier einen Film abgeliefert, der leider in den Kinos nicht den Erfolg brachte, den er eigentlich verdient hätte, denn der Film spielt auf zahlreiche Themen an, die immer noch oder wieder aktuell sind.

So ist die Frage, ob wir Menschen auf Demokratie und Bürgerrechte verzichten sollen, um das Land sicher zu machen, vor allem für welchen Preis. Da fallen einem sofort die Diskussionen mit den Speichern von Daten ein oder die sogenannten Terrorgesetze. Mit diesen Dingen haben wir schon ein Stück der Demokratie aufgegeben. In der Hinsicht ist der Film auch eine Art Mahnung an die Menschen.
Mit einem relativ geringen Budget wurde dieser Film umgesetzt und kann sich durchaus mit Klassikern wie Flucht ins 23. Jahrhundert messen. Besonders die ungeahnten Wendungen in der Geschichte, mit denen keiner rechnet, tragen zur Spannung bei. Spannend von der erstes bis letzen Minute und daher ist nicht zu verstehen, warum der Film in den Kinos in den USA gefloppt ist.
Die Vorlage zum Film stammt von Philip Kindred Dick, einer der wohl bekanntesten US-amerikanischer Science-Fiction-Autoren schlechthin, denn seine Bücher, Ideen haben Filme wie Matrix, Blade Runner oder Total Recall möglich gemacht. Die Geschichte hierzu schrieb er bereits 1953.
- Verleih: Constantin Film Verleih


