Käpt’n Blackbeards Spuk-Kaschemme
veröffentlicht in: Filmeam 16.06.2012
In der Abenteuer Klassik Reihe veröffentlich Disney nun auch den Klassiker aus dem Jahr 1968. In der Hauptrolle, als mürrischer Piratengeist, Sir Peter Ustinov. Robert Stevenson führte bei diesem Film Regie.
Wenn man an eine Schule kommt, um eine Mannschaft zu trainieren, ist dies immer wieder eine Herausforderung. Nur was ist es, wenn man hier Sportler übernimmt, die gar keine Ahnung von Sport haben. Wenn man ganz ehrlich ist, mit den Jungs ist kein Blumentopf zu gewinnen. So ergeht es Steve Walker, der an das Godolphin-College kommt, um die Leichtathletikmannschaft zu trainieren.
Die Schule hat ihm eine Herberge reserviert, in welcher der bösartige Pirat Edward Teach, Käpt’n Blackbeard gewohnt hat. An dem Abend läuft gerade eine Versteigerung, denn die alten Damen, Nachfahren des Piraten, sollen aus dem Anwesen verscheucht werden. Steve Walker ersteigert an diesem Abend einen Bettwärmer. Als er versehentlich an dem Abend den Stiel des Bettwärmers zerbricht, findet er einen Zettel mit Zaubersprüchen.
Der Bettwärmer soll Blackbeards zehnten Ehefrau, Aldetha, gehört haben. Aldetha, so die Legende, soll als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sein. Dabei hat sie ihren Mann verflucht. Als Walker den Spruch aufsagt, erscheint der Pirat. Von nun an verfolgt der Pirat Walker auf jeden Schritt und Tritt. Da kein anderer den Piraten sehen kann, vermuten die Leute, dass Walker verrückt ist.
Der Pirat, der langsam stört, kann nur verschwinden, wenn er eine gute Tat vollbringt. Eine gute Tat kann sein, dass er den alten Damen hilft, dass sie ihr Haus nicht loswerden. In einem Restaurant stiehlt dazu der Pirat Geld und setzt den Betrag als Wettgeld ein. Und zwar auf die Mannschaft des Godolphin-Colleges, die eigentlich die notorischen Verlierer sind. Daher ist die Wettquote sehr hoch.
Robert Stevensons Film ist leicht beschwingt und hat trotz der vielen Jahre, die der Film schon auf seinem sprichwörtlichen Buckel hat, nichts von seinem Charme verloren. Aber allen voran war dies der Leistung von Sir Peter Alexander Baron von Ustinov zu verdanken, dass dieser Film ein Erfolg war. Ustinov war ein brillanter Schauspieler, der wie kaum ein anderer, seine Rolle regelrecht gelebt hat.
Was viele nicht wissen, Ustinov hat sich als Weltföderalist und Sonderbotschafter in der UNESCO und UNICEF engagiert, denn er kämpfte gegen Vorurteile, die immer noch bei den Menschen herrschen. Dazu richtete er auch zwei Lehrstühle in Budapest und Durham, sowie Wien ein, um dieses zu erforschen. Sein Leben war durch die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges geprägt, welche in ihm ein humanistisches Weltbild erzeugte.
Seine Karriere startete mit der Rolle des Nero in dem Film Quo Vadis. Peter Ustinov konnte alles, er war auf der Bühne und im Film zu Hause. Nebenbei inszenierte er auch Opern und Musikstücke für Kinder, wie zum Beispiel Peter und der Wolf. Kinder lagen diesem großen Mann immer am Herzen, für die er sich Zeit seines Lebens eingesetzt hatte.
Man muss deshalb Disney danken, dass sie Klassiker technisch überarbeiten und noch einmal veröffentlichen, denn sonst geraten die großen Klassiker in Vergessenheit.
- Verleih: Disney
- Bildquelle: Disney


