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Restless

veröffentlicht in: Filme
am 29.01.2012

Der Regisseur Gus Van Sant (Good Will Hunting, Milk) hat mit Restless ein wahres Meisterwerk geschaffen. Erzählt wird die Geschichte zweier Heranwachsender: einem jungen Mann (Henry Hopper), der sein Leben bereits aufgegeben hat, und einer hübschen, charmanten jungen Frau (Mia Wasikowska), die das Leben und die Natur leidenschaftlich liebt.

Enoch (Henry Hopper) treibt sich nach dem Tod seiner Eltern immer wieder auf Beerdigungen herum. Auf einer dieser Beerdigungen trifft er Annabel (Mia Wasikowska). Im Gegensatz zu anderen ist Annabel mit bunten Klamotten erschienen. Die Geschichte handelt von einem Tabu-Thema, dem Tod, denn Enoch saß, als seine Eltern während eines Unfalls verunglückten, ebenfalls im Auto. Und auch er war dem Tode nahe, ist aber nach wenigen Minuten ist er wieder ins Leben zurückgekehrt, lag dann jedoch noch lange im Koma. Seitdem fühlt er sich dem Tod verbunden. Seit diesem Zeitraum unterhält er sich immer wieder mit einem imaginären Freund, der in seinem früheren Leben einmal Kamikaze-Pilot war.

Und Annabel ist dem Tode auch nahe, denn die Ärzte haben bei ihr einen Hirntumor festgestellt. Die Ärzte geben ihr noch drei Monate. Auch wenn Enoch weiß, dass diese Liebe mit einem Verlust endet, stürzt er sich leidenschaftlich in diese Verbindung. Annabel findet in ihrer Einstellung zum Tod einen Halt und sie unternimmt mit Enoch all das, was sie noch machen möchte. Dabei ist das keine Wunschliste, die sie da abarbeitet, nein sie sucht den Spaß im Leben und will dieses intensiv spüren und nicht nur einfach dahinleben.

Egal, ob es Fechten ist oder der Besuch einer Leichenhalle und sich dabei Geschichten zu den Toten ausdenken. Nein, Restless ist kein sentimentaler Schmachtfetzen oder Kitschfilm, er ist ein Bekenntnis zum Leben.

Restless steckt voller Melancholie und wurde liebevoll umgesetzt. Mia Wasikowska (Alice im Wunderland) und Henry Hopper, der Sohn des verstorbenen Dennis Hopper, spielen exzellent ihre Rollen. Glaubwürdig und mit viel Einfühlungsvermögen hauchen sie ihren Figuren Leben ein. Die zarte Liebe, die sie im Film darstellen, ist so emotional aufrichtig, dass man sich solch eine Beziehung einfach nur wünscht.

Ohne Hektik und Stress wird die Geschichte dieser beiden Helden erzählt. Dabei und dies ist gekonnt, wird auch auf die Sterbeszene von Annabel verzichtet und der Schlusspunkt ist ihre eigene Beerdigung, so wie sie es sich gewünscht hat, mit Gummibären, Milchshakes und alles bunt.

Restless ist grandioses Kino und ein Film, der einfach zum Nachdenken anregt, das Leben zu genießen und Spaß zu haben. Jeden Augenblick in sich hineinzuziehen und diese Augenblicke für sich abzuspeichern. Beide Darsteller sind trotz ihres jungen Alters grandiose Charakterdarsteller, von denen man, so ist zu hoffen, bestimmt noch hören wird.

  • Erhältlich: ab 9. Februar 2012 im Handel erhältlich
  • Laufzeit: ca. 91 Minuten
  • Verleiher: Sony
  • Trailer
  • FSK: ab 6 Jahren
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