Tatort Box: Die 1980er Jahre Vol. 2

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Wieder mal gehen drei bekannte Tatortkommissare auf die Jagd, um den oder die Mörder dingfest zu machen.

„Schattenboxen“ der 121. Tatort wurde vom Hessischen Rundfunk produziert und hier kommt Kommissar Bergmann zum Einsatz. Ursprünglich wurde diese Rolle von Heinz Treuke gespielt, den viele aus „Der große Bellheim“ kennen. In diesem Fall hat die Rolle Lutz Moik übernommen. Martin Mollenhauer ist ein junger Boxer, der die Idee hat, einmal Profiboxer zu werden. Der Weg dahin ist relativ schwer.

Zur Zeit muss er halt noch arbeiten. Sein Trainer Rudi Drabert steht dem Ganzen etwas skeptisch gegenüber. Bei seinem morgendlichen Waldlauf bemerkt er, dass der Wagen seines Chefs abgestellt wurde und dieser tot mit einem Kopfschuss im Wagen sitzt. Sein Trainer überzeugt ihn, die Ehefrau zu erpressen, dass ihr Mann entführt wurde und wenn sie nicht binnen kurzer Zeit das Lösegeld zahlt, dass sie dann ihren Mann ermorden. Die Ehefrau spricht den Sachverhalt mit einem Mitarbeiter der Firma ab, der ihr aber rät, dass die Entführer ihnen ein Lebenszeichen des Mannes schicken sollen. Nun erhalten sie auch ein Lebenszeichen, was ja bekanntlich nicht gehen kann, da der Mann tot ist.

In Peggy hat Angst, welches der 148, Tatort war, ermittelt Kommissarin Wiegand (Karin Anselm). Das Fotomodell Peggy Karoly (Hannelore Elsner) wird durch Zufall am Telefon Zeuge, wie ihre Freundin ermordet wird. Nur komisch ist, dass sie weder Telefonnummer noch Adresse nennen kann, wo ihre Freundin zu finden ist, als sie dieses der Polizei mitteilt. Ist es der Schock oder die Unwissenheit oder wird sie eventuell erpresst. Früher oder später werden Tote ja schließlich gefunden und auch diesmal ist es so. Und erst jetzt kann die Polizei im Fall ermitteln. Nun taucht auch noch eine anonyme Anruferin auf, die mehr weiß, aber nur aussagt, wenn sie Geld dafür erhält. Alles ist irgendwie mysteriös, denn auch Briefe von Peggy zeigen, dass sie mehr weiß als sie zugibt. Nur arbeitet die Zeit bekanntlichermaßen gegen die Polizei.

Wie jeder gute Krimi lebt dieser auch von der Filmmusik, in dem Fall hat unter anderem 10cc die Filmmusik geschrieben.

In Spuk aus der Eiszeit geht es nach Hamburg und die beiden Kommissare Stoever und Brockmöller müssen einen durchaus komplizierten Fall lösen. Beide, Stoever und Brockmöller, waren wie ein altes Ehepaar, sie stritten sich und haben sich immer wieder verstanden. Stoever, immer etwas stur und wiederum gelassen, und Brockmöller, der immer höflich und korrekt war.

Er war der Liebling Kreuzberg und dabei immer auf Achse, Manfred Krug. Er ist vielseitig, denn nicht nur als Schauspieler sondern auch als Jazzsänger machte er sich gerade Anfang der 70er Jahre einen Namen. Und so wurde er später im Tatort der singende Kommissar, indem er mit Charles Brauer bei fast jedem Tatort zum sprichwörtlichen Mikrophon griff. Aufgrund eines Berufsverbotes, weil er sich am Protest zur Ausbürgerung von Wolf Biermann beteiligte und das System immer stärker bedrängte, entschied er sich, aus der DDR auszuwandern.

Er hatte zwar die Befürchtung, dass er auf Grund seines Alters keinen Job bekommen würde, wurde aber bald eines Besseren belehrt. Seine erste Rolle hatte er dann in der Sesamstraße erhalten. Und dann kam der Tatort. Gemeinsam mit Charles Brauer musste Manfred Krug dann Fälle in Hamburg klären. Charles Brauer ist relativ früh zum Film gekommen, denn seine erste Rolle erhielt er bereits mit elf Jahren. Über die Schauspielschule gelangte er schließlich nach Hamburg, wo er über Jahre hinweg am Deutschen Schauspielhaus gearbeitet hatte.

Hartmut Menkhaus erkennt an den Landungsbrücken ein Gesicht, was er nie vergessen hat, denn diesem hat er zu verdanken, dass er elf Jahre in Bautzen, dem Stasiknast, sitzen musste. Kurz nachdem er ihn getroffen hat und dann mit Astrid Nicolay geredet hat, denn diese war in den damaligen Fall mitverwickelt, wird diese tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie war die Sekretärin von Peter Kurbis, dem ein Transportunternehmen gehört. Sie hat Kurbis erpresst, da sie im Besitz von Frachtpapieren war, die für Kürbis sehr wichtig sind. Und dieses Gesicht, welches Scholko gehört, hat für Kurbis gearbeitet. Nach und nach bekommen die beiden Kommissare heraus, dass Menkhaus, dem ein Kiosk gehörte, mit Informationen gehandelt hat, so dass sich dies als deutsch-deutsches Problem darstellt. Sollte hier eine Mitwisserin beseitigt werden und warum war Menkhaus eigentlich im Stasiknast?

Diese Geschichte, die leider nicht so schwungvoll war, wie man es vom Hamburger Tatort gewohnt war, stammt aus der Feder des Autors Erich Loest, welcher Anfang der 80er Jahre die DDR verlassen hat, denn auch Loest saß in Bautzen, sogar in Einzelhaft.

Somit war er der richtige Mann für das Drehbuch, denn irgendwie steckt auch ein Teil seiner eigenen Geschichte in diesem Tatort.

Disney setzt konsequent die Veröffentlichung der Tatort-DVDs um, was natürlich jeden Tatortfan freut. Neben dem zahlreichen Bonusmaterial wurden die DVDs so gestaltet, dass mittels Untertitel auch Hörgeschädigte diese Filme ansehen können, was sehr löblich ist.

Insgesamt gesehen sind die Tatortboxen ein ideales Sammlerobjekt, nicht nur für Fans des gehobenen Krimianspruchs.

  • Verleih: Disney
  • Bildquelle: Disney

 

Weitere Informationen

  • Titel: Tatort Box: Die 1980er Jahre Vol. 2
  • Kategorie: Filme
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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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