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The Bang Bang Club

veröffentlicht in: Filme
am 20.11.2011

So lautet der Name einer Gruppe von vier Fotojournalisten, Kevin Carter, Greg Marinovich, Ken Oosterbroek und João Silva, die zur Zeit der Apartheid in Südafrika tätig waren. Dabei haben die vier sich selber nicht den Namen gegeben, sondern ein Journalist, der über die vier im südafrikanischen Magazins Living berichtet hat.

Die vier sind Kriegsreporter. So arbeiten die vier immer in vorderster Front unter Einsatz ihres Lebens. Die Arbeit dieser Journalisten ist nicht einfach und wenn man weiß, dass allein in diesem Jahr bereits 59 Journalisten und drei Medien-Assistenten getötet wurden, lässt das einen schon nachdenklich werden. Und auch in diesem Jahr wurden bereits 162 Journalisten inhaftiert, dies macht deutlich, dass die Arbeit, um die Wahrheit zu finden, sehr schwer ist, denn ohne die Arbeit dieser Menschen würde so manche Tat oder Intrige nicht öffentlicht werden.

Der Film beruht auf der Geschichte dieser vier Männer, die in Südafrika bis zur ersten freien Wahl die Probleme im Land aufgedeckt haben. Zwei von ihnen wurden mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Ken Oosterbroek wurde bei seiner Arbeit am 18.4.1994 in einem Feuergefecht zwischen den Friedenstruppen und der ANC getötet. Sein Kollege Marinovich wurde dabei schwer verletzt. João Silva hat in Afghanistan beide Beine verloren, als er auf eine Landmine trat.

Wie weit kann man als Fotograf gehen?
Ihre Arbeit ist eine Gradwanderung, auf der einen Seite eventuell helfen und auf der anderen Seite mit ihren Fotos Gerechtigkeit schaffen. Dabei dokumentieren sie Gewalt, Leid und Elend der Menschen. Hier sind sie das Auge der Menschheit, die gegen diese Art von Unterdrückung und Elend aufbegehren und der andere Teil der Menschheit verschließt die Augen, nach dem Prinzip, mir geht es gut, was kümmert mich dieses Elend.

Unter Einsatz ihres Lebens arbeiten diese Menschen.

Der südafrikanische Regisseur Steven Silver erzählt diese wahre Geschichte dieser vier Fotografen, die auf der einen Seite irgendwie verrückt sind, denn wer setzt jedes Mal sein Leben aufs Spiel und das auch noch freiwillig. Dabei fahren sie täglich mit ihren Autos raus, so wie andere zum Picknick. Regelmäßig hören sie dann den Polizeifunk ab oder sie bekommen ihre Informationen von Informanten. Marinovich kommt hinzu, als ANC-Anhänger einen Anhänger der Inkhata angreifen und ihn sogar mit einer Machete verletzen. Bis dahin hat er fotografiert, bis er versucht einzugreifen.

Dies gelingt ihm nicht, denn zum Schluss übergießen sie diesen Mann mit Benzin und zünden ihn an. Dann läuft dieser als brennende Fackel los und er drückt ab, jeder Schritt ein Foto, bis dieser schließlich mit einer Machete getötet wurde. Hätte er ihm helfen können? Ein klares Nein, denn wenn Marinovich eingeschritten wäre, hätte diese aufgebrachte Menge ihn ebenfalls getötet. Für dieses Bild, was seine eigene Zeitung nicht abgedruckt hatte, bekommt er den Pulitzer-Preis, der Oscar für Journalisten.

Silver schafft es, eine spannende Geschichte zu erzählen, die von Anfang bis Ende fasziniert und auf der anderen Seite auch nachdenklich macht. Viele dieser Kriegsfotografen leiden unter ihrer Arbeit, haben ein Trauma und auf der anderen Seite ist hier die Frage der Moral ihrer Arbeit.

Aber viele dieser grauenvollen Taten würde verborgen bleiben, wenn sie nicht wären, Männer wie Kevin Carter, Greg Marinovich, Ken Oosterbroek und João Silva, deren Fotos in kleinen und großen Zeitungen abgedruckt werden. Auf der anderen Seite ist es auch der Kick, nach dem man sucht, das Bild seines Lebens zu schießen.

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