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The King’s Speech – Die Rede des Königs

veröffentlicht in: Filme
am 28.07.2011

Schon vorweg zu nehmen, die Rede des Königs hat in diesem Jahr nicht umsonst vier Oscars erhalten. Der Film bietet grandioses Kino und lebt von seinen Darstellern, die hier alles geben. Dieses Meisterwerk, was in keiner guten DVD-Sammlung fehlen darf, stammt vom Regisseur Tom Hooper, der mit der Besetzung des Prinz Albert auf Colin Firth zurückgriff und dies war ein absoluter Glücksgriff, denn Firth bewies, dass er der Beste war.

Prinz Albert (Colin Firth) hat schon als Kind ein Problem, er stottert und wird daher von vielen nur „Bertie” genannt. Irgendwie versuchen er und seine Gemahlin Elizabeth (Helena Bonham Carter), das Problem in den Griff zu bekommen, denn die Königsfamilie muss jetzt nicht nur vor der Kamera eine gute Figur machen, nein sie müssen auch reden können. Dazu beigetragen hat auch der Rundfunk, der Anfang der 30er Jahren sich entwickelte. So muss Albert bei einem Therapeuten rauchen, weil dies angeblich entspannen soll. Aber all diese Therapien sind nicht von Erfolg gekrönt, sondern schwächen den Prinzen und stellen ihn sogar als „Witzfigur“ dar.

Aber wie gesagt, Albert braucht sich keine Gedanken machen, er ist nicht der älteste Sohn und hat somit kein Anrecht auf den Thron. Als König George V (Michael Gambon) verstirbt, tritt sein Bruder die Nachfolge an, der aber dann kurze Zeit später abdankt, weil er eine geschiedene Frau liebt und diese heiraten will. Was natürlich als Oberhaupt der Kirche nicht geht. Somit ist sein Bruder an der Reihe. Zwischenzeitlich hat Elizabeth Kontakte zu einem doch eigenwilligen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) aufgebaut. Er ist nicht nur eigenwillig, nein auch seine Methoden sind anders. In erster Linie hilft er dem zukünftigen König, Mut zu fassen und Selbstvertrauen aufzubauen, denn dieses hat er überhaupt nicht.

Und nebenbei zeigt er ihm, dass er durchaus frei sprechen kann, indem er zum Beispiel Musik hört. Aber genial sind die gemeinsamen Gespräche, die voller Humor und Witz sowie tiefgreifend und philosophisch sind.

Vor allem der Humor von Geoffrey Rush, in der Rolle des Sprachtherapeuten, ist derb und trocken, einfach genial. Im Laufe der Zeit werden beide Freunde für immer. Aber auch Helena Bonham Carter, in der Rolle der Mutter der Queen Elizabeth, ist brillant. Kurios, denn Drehbuchautor David Seidler, der eigentlich bisher nur mittelmäßige Filme zustande gebracht hatte, hat man diese Leistung nicht zugetraut, denn alle Dialoge kommen genau auf den Punkt, so dass man sich gar nicht traut, die Pausentaste zu drücken.

„The King’s Speech” ist intelligentes und zauberhaftes Kino.

 

  • Verleih: Senator
  • Vorverkauf:  01.07.2011
  • Altersfreigabe: ab 6 Jahren
  • Genre: Drama
  • Produktionsland, Jahr: Großbritannien / 2010
  • Länge: ca. 113 Minuten
  • Regie: Tom Hooper

 

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