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Kultfilme aus zwei Genres!

veröffentlicht in: Filmnews
am 17.04.2012

Pulverdampf, Hochspannung und schwärzester britischer Humor sind die Hauptmerkmale, die die beiden neuen DVD-Veröffentlichungen von S.A.D. Home Entertainment auszeichnen.
Shooting-Star Rhys Ifans, ex-Frontmann der walisischen Underground-Band „Super Furry Animals“ und begeisternder Akteur in Filmen wie „Notting Hill“ oder „Mr. Nice“, sowie Schauspiel-Legende John Hurt, sind neben Claire Skinner („Fräulein Smilla’s Gespür für Schnee“) die Hauptprotagonisten in der völlig durchgeknallten Komödie „You are dead“.

Regisseur Andy Hurst setzt darin auf reichlich Wortwitz und Situationskomik, sowie auf jede Menge verrückte Einfälle und eine ausgeklügelte Erzählstruktur.

Denn wenn zwei Gangsterteams sich gleichzeitig in einer Bank um die geklaute Kohle streite, die Polizei bereits vor der Tür steht, und sich zu allem Überfluss auch noch eine Polizistin unerkannt ins Geschehen einmischt, sind reichlich Action und eine aberwitzige Belagerungssituation vorprogrammiert – bis hin zum überraschenden Finale. Untermalt wird der Film durch einen großartigen 90er Jahre Soundtrack mit u.a. dem Titelsong von Die Toten Hosen und Filmmusik von Bloodhound Gang, The Edgar Winter Group, Polar, Van McCoy, Regular Fries und Engelbert Humperdinck.
Weniger Witz, dafür aber umso mehr Action, zeichnet den 1965 entstandenen Italo-Western „30 Winchester für El Diablo“ aus. Mit 92 „Bodycounts“ zählt der Film des Genregroßmeisters Gianfranco Baldanello zu den leichenreichsten Spaghetti-Western der Filmgeschichte. Der Überfall auf einen Goldtransport der Regierung gipfelt hier im überaus spannenden Showdown zwischen der Bande des mysteriösen Schurken El Diablo und dem geheimnisvollen Fremden Jeff Benson, dessen wahre Mission bis zum Schluss offen bleibt.

Ein raffiniert gefilmter Hybrid aus Italo- und US-Western mit einem glänzend aufgelegten Karl Möhner („Riffifi“, „Die Geierwally“) in der Rolle des Revolverhelden Jeff Benson. Ein echter Kultfilm für alle Western-Fans – und das nicht nur, weil es der erste Spaghetti-Western von Kult-Regisseur Gianfranco Baldanello ist!

You Are Dead (GB/D/USA 1999)
Eddie (Rhys Ifans, 2012 als Bösewicht im neuen „Spidermann“) und Ian (David Schneider, u.a. „28 Days Later“), zwei durchgeknallte Kleinkriminelle, planen zusammen mit dem Safeknacker-Spezialisten Maitland (John Hurt, u.a. „V wie Vendetta“, „If..Dog..Rabbit“) den ganz großen Coup: Den Überfall einer altehrwürdigen, britischen Bank. Der bis ins kleinste Detail geplante Bankraub gelingt auch hervorragend – doch dann fangen die eigentlichen Probleme erst an.

Denn plötzlich bekommen die drei überraschend Besuch von einem weiteren Gangsterteam, das ihnen die Beute abspenstig machen will. Als kurz darauf auch noch die Polizei eintrifft, bleibt den beiden Gruppen nur ein Fluchtweg: Zurück in die Bank! Nun beginnt eine aberwitzige Belagerung, in der die zufällig anwesende Jo (Claire Skinner, „Fräulein Smilla‘s Gespür für Schnee“) sich als Verbündete anbietet.

Was die Gauner nicht wissen: Jo ist eine verdeckt arbeitende Polizistin. Als Tage später die Bank gestürmt wird, gibt es nur eine Überlebende: Jo!

Abgedrehte, „schräge“ Komödie des damals „erst“ 23-jährigen Newcomer-Regisseurs Andy Hurst, die komplett aus der Sicht von Jo, der einzigen Überlebenden, erzählt wird.

Für reichlich Wortwitz und Situationskomik sorgt der Popstar unter den englischen Schauspielern, der Waliser und Ex-Sänger der Underground-Band „Super Furry Animals“, Rhys Ifans, in der Rolle des trotteligen Kleinkriminellen Eddie sowie Altmeister John Hurt (2012 in Lars von Triers „Melancholia“ und mit Gary Oldman in „Dame, König, As, Spion“).

„Schwarzer Humor, jede Menge verrückte Einfälle … ausgeklügelte Erzählstruktur … zum Brüllen komisch…“ (Filmspiegel.de)

30 Winchester für El Diablo (I, 1965)
Der mysteriöse Schurke El Diablo (José Torres) versetzt mit seiner Bande die Einwohner des Grenzstädtchens Canyon City in Angst und Schrecken. Immer wieder überfällt er Viehtrecks, tötet die komplette Mann-schaft und verkauft die erbeuteten Rinder und Pferde an seine mexikanischen Auftraggeber. Unterstützung erhält er dabei von der Barsängerin Rosario (Mila Stanic) und ihrem Freund Francisco Webb (Ivano Staccioli), der als Sohn des Sheriffs über alle geplanten Viehtransporte bestens informiert ist.

Als Rosario und Francisco von einem Goldtransport der Regierung (Filmtitel in den USA: „Gold Train“) ins benachbarte Mexiko erfahren, geht die Gier mit den beiden durch. Mit viel Überredungskunst bringen Sie El Diablo, der zunächst wenig erbaut von ihren Überfallplänen ist, auf ihre Seite. Doch die Ganoven haben die Rechnung ohne Jeff Benson (Karl Möhner) gemacht. Der geheimnisvolle Fremde mit der schnellen Kanone ist mit einem Spezialauftrag nach Canyon City gesandt worden. In einem spannenden Showdown, in dem es um alles geht, kann Benson seine Mission erfüllen.

Insgesamt ist „30 Winchester für El Diablo“ ein raffinierter Italowestern mit einem glänzend aufgelegten Karl Möhner („Rififi “, „Die Geierwally“) in der Hauptrolle des Revolver-helden Jeff Benson.

“Ca. 92 „Bodycounts“ können nicht lügen – der oftmals von der Kritik sträflich unterbewertet oder wenig beachtete Hybrid aus Italo- und US-Western des Genre-Meisters Gianfranco Baldanello rangiert auf Platz 12 der Bestenliste der „leichenreichsten“ Spaghetti-Western” (Quelle: „Film Maniax,“, Fan-Website).

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