Geld oder Leben – Dead Cells im Early Access Test

Der Tod ist nicht das Ende aller Tage. Mit diesen Worten beginnt die Reise durch ein sich stetig veränderndes Schloss. In Dead Cells werden bekannte Elemente der Spielereihen Metroid und Castlevania mit Rogue Like Elementen kombiniert. Während wir in früheren Ablegern der genannten Serien häufig an bereits bekannte Orte zurückkehrten, wird diese Wiederkehr-Mechanik in Dead Cells durch einen gnadenlosen Tod ersetzt. Dabei entsteht ein turbulenter Genre-Mix, welchen wir euch im folgenden Artikel wärmstens ans Herz legen wollen.

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Eine schwache Seele…

Wir beginnen unsere Reise als kleiner Zellhaufen, welcher zu neuem Leben erwacht. Mit Schwert und Bogen bewaffnet begeben wir uns auf die grundlose Reise durch das vor uns aufragende Schloss. An einem geschichtlichen Hintergrund mangelt es noch in der Early Access Version, doch seit den beliebten Serienteilen der Dark Souls Reihe erlebt die explorative Geschichtenerzählung einen neuen Trend.

Auch ohne Quest ziehen wir vorbei an den ersten Gegnern. Die Skelette zerfallen in ausgezeichneten Pixel-Art Animationen zusammen und hinterlassen dabei nicht nur Geld, sondern auch Zellen. Letztere gilt es bis zum Levelausgang zu bringen um mit Ihnen dauerhafte Upgrades freizuschalten. Gold ist hingegen die Währung innerhalb des Durchlaufs und dient zum Kauf von neuen Waffen und Zaubern.

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


…mit starken Waffen…

Das Kampfsystem ist noch recht einfach gehalten und setzt dabei einen starken Fokus auf Ausweichmanöver. Die Schläge der Feinde sind wuchtig, doch unser Held weiß ebenfalls auszuteilen. Mit Schwertern, Peitschen, Wurfwaffen und Bögen geht es den Gegnern an den Kragen. Für besonders starke Rivalen greifen wir auf unsere magischen Fähigkeiten zurück. Das Beschwören einer Frostgranate, einer Bärenfalle oder der zeitweisen Verstärkung unserer Angriffe gelten hierbei lediglich zum Standardrepertoire.

Über die Durchläufe verteilt können wir weitere Zauber und Waffen durch das Sammeln von Rezepten und Blaupausen freischalten. Unser Charakter kann jeweils 2 Zauber und 2 Waffen mit sich führen. Diese finden wir zufällig während unserer Spieldurchläufe. Hierbei werden wir stetig gezwungen uns den Gegebenheiten anzupassen um nicht von den Gegnern überwältigt zu werden. Besonders packend: erleiden wir Schaden sinkt unsere Lebensleiste erst über einen gewissen Zeitraum. Erfolgreiche Angriffe gegenüber unseren Gegnern verhindert hierbei, den weiteren Verlust von Lebenspunkten. Dadurch entwickelt sich ein besonders schneller Spielfluss und das Adrenalin steigt gewaltig in der Hitze der Gefechte. In den kurzen Verschnaufpausen können wir zeitweise unser Leben durch den Einsatz von Heiltränken auffrischen. Sinkt unsere Lebenspunktezahl jedoch auf null, sind alle eingesammelten Zellen und Blaupausen des aktuellen Levelabschnitts für immer verloren und wir beginnen von vorne.

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


…gegenüber unerbittlichen Feinden

Die Welt von Dead Cells umfasst aktuell 7 Ebenen auf denen teils mehrere Optionen zur Verfügung stehen. Dies hat nicht nur Einfluss auf die wunderschön gestalteten Hintergründe, sondern bestimmt auch welche Gegner unseren Weg kreuzen werden. Die strategische Wahl des Folgelevels anhand unserer aktuellen Ausrüstung kann den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Levelabschluss und dem nächsten Bildschirmtod machen.

Typisch für Rogue-Likes sind die prozedural generierten Welten. Hierbei ist das Leveldesign bereits jetzt hervorragend. Diese sind oft herausfordernd, aber nie unfair. Auf unserer Reise führte es uns bereits durch Kerker, nebelige Gassen, Kloaken und vorbei an den hohen Mauerzinnen des Schlosses. Zu Beginn wird man einige Zeit brauchen bis man die späteren Level erreicht. Denn leicht machen es einem die Gegner nicht. Die dauerhafte Freischaltung alternativer Startwaffen und der Übertrag von Gold in folgende Versuche wird Folgedurchläufe schnell erfolgreicher gestalten.

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Ausblick

Die Entwickler wollen die aktuelle Early Access um weitere Regionen erweitern und mit mehr Waffen und Zaubern die Basis für viele weitere Stunden Spielspaß legen. Noch ist Dead Cells nicht ganz ausgereift, doch schon jetzt kann man einige Stunden mit der actionlastigen Erkundung des Schlosses verbringen. Wir sagen: Daumen hoch für diesen ausgezeichneten Early Access Start. Haltet die Augen offen denn bis zum angedachten Release sind es noch einige Monate hin. Wer nicht warten mag, kann dennoch ohne Bedenken schon jetzt zugreifen.


Dead Cells im Überblick

  • Entwickler-Studio: Motion Twin
  • Publisher: Motion Twin
  • Spielzeit: 15-30 Minuten pro Durchlauf
  • Plattform: PC (Steam)
  • Altesempfehlungr: ab 14 Jahren (auf Empfehlung der Redaktion)
  • Spieleranzahl: Singleplayer
  • Kategorie:
    • Action-Adventure
    • Metroidvania
    • Rogue Like
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn
  • Lektor: Friedrich Lüder

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Dead Cells | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Wie bewerten Sie dieses Spiel?

VN:F [1.9.13_1145]
Bewertung: 5.0 von 5 (insgesamt 1 Bewertungen)

Kommentar schreiben