Alter Wolf im neuen Pelz

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Rotkäppchen, welches sich aufmacht, der kranken Großmutter Wein und Kuchen zu bringen und im Wald auf den Wolf trifft, der nicht unbedingt gute Absichten hegt.

2012 feiern die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ihr 200-jähriges Jubiläum . Anlass für den spanischen Illustrator Adolfo Serra einen neuen künstlerischen Zugang zu dem alt Bekannten zu suchen.

Serra erzählt dabei ganz ohne Worte und lässt seine ausdrucksstarken, symbolträchtigen Bilder sprechen. Vowiegend in schwarz und weiß mit roten und gelben Akzenten (Schmetterling, Käppchen oder die Augen) wirkt dieses moderne Rotkäppchen durch die Kraft und Intensität seiner Illustrationen. Der Künstler spielt mit Perspektiven, so wird beispielsweise der Wald des Rotkäppchens im folgenden Bild zum struppigen Fell des Wolfes.

Auf ungewöhnliche Weise erlebt der Leser Gefühle wie Geborgenheit, Angst und auch Grauen. Serras „Rotkäppchen“, erschienen im Schweizer aracari Verlag , ist ein poetisches Bilderbuch, das zum Weiterspinnen einlädt und viel Raum für eigene Gedanken lässt.

Das Goethe-Institut, welches aus Anlass des Grimm-Jubiläums eine Wanderausstellung zum Thema Märchen initiiert, wählte Adolfo Serras Rotkäppchen-Illustrationen hierfür aus. Das Bilderbuch des Künstlers steht außerdem auf der Shortlist 2011 des Madrider Gremio de liberas.

Adolfo Serra  wurde 1980 in Teruel (Spanien) geboren. Er machte zuerst eine Ausbildung in Werbung und Public Relations, kehrte aber bald zur Leidenschaft seiner Kindheit zurück: zum Zeichnen. Er studierte an der Escuela de Arte 10 in Madrid – seither ist sein Tisch voll mit Zeichenmaterial, Papier und Farben. Rotkäppchen ist sein zweites Bilderbuch.

Pressestimmen zu „Rotkäppchen“

 

„[…] wählt der 1980 geborene spanische Illustrator einen symbolistischen Zugang, der sein Buch vor allem zum Augenschmaus für erfahrene Betrachter macht. Das schließt Kindervergnügen aber keineswegs aus, denn man lernt aus Serras „Rotkäppchen“, was mit Bildern alles gemacht werden kann.“  FAZ, 10.03.2012

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