Der Tel-Aviv-Krimi

Sara Stein (Katharina Lorenz), Berliner Kriminalkommissarin mit jüdischen Wurzeln, lebt im Berliner Stadtteil Kreuzberg, wo verschiedene Kulturen aufeinander stoßen. Dass sie Jüdin ist, hat für sie bisher keinen Stellenwert gehabt. Nein, sie ist Polizistin und sie arbeitet hart und ist auch hart gegenüber ihren Kollegen. Aber alles sollte anders werden.

Als sie am Abend durch die Straßen läuft, kommt sie gerade dazu, als eine junge Israelin niedergestochen wird, die später an ihren Verletzungen verstirbt. Tamar Levi hat in den Klubs Musik gemacht und war auch in diesen Klubs angesehen. Sie war eine junge Frau, die mitten im Leben stand und es genoss. Ihr Freund, der Palästinenser Khalid, gerät sofort in das Fadenkreuz der Ermittler, denn sie hatten erfahren, dass beide im Vorfeld sich gestritten haben. Ist aber ein Streit ein Grund, jemanden gleich zu töten.

Aber warum steht dann auf dem Auto neben der Toten Mörderin. Und plötzlich gesteht jemand den Mord, mit dem man nicht gerechnet hat. Der Vater von Khalid gibt an, die Frau ermordet zu haben. Warum, bleibt aber erst einmal im Dunkeln. Aber Sara glaubt nicht daran, da muss mehr dahinter stecken. Aber auch auf Arbeit entstehen dadurch Spannungen und ihr wird vorgeworfen, dass sie in diesem Fall emotional ist, weil sie ja Jüdin ist.

Der Regisseur Matthias Tiefenbacher hat sehr behutsam die Geschichte aufgebaut und legt dabei viel Wert auf die Entwicklung der Personen und die daraus entstehenden Konflikte. Vor allem liegt dies an Sara Stein, die immer sehr direkt ist und sich um Klischees einen Teufel kümmert.

Folge Shiv‘a
Sara muss nun in Tel Aviv arbeiten. Doch kaum da, wird sie mit einem heiklen Fall beauftragt, sie soll den Mord an Chefinspektor Noam übernehmen. hierzu arbeitet sie mit Inspektor Jakoov Blok (Samuel Finzi). Dabei hat sie das Gefühl, als Aufpasserin zu agieren und nicht als Ermittlerin.

Beide Filme zeigen innerisraelische Konflikte und Themen und spiegeln nicht zuletzt das Verhältnis zwischen Deutschen und Israelis inklusive neuer Tendenzen der letzten Zeit wider. So zieht es immer mehr junge Israelis nach Berlin und Deutsche kommen nach Jerusalem oder Tel Aviv, um hier beispielsweise zu studieren oder Start-up-Firmen zu gründen.

Diese beiden Kriminalfälle sind sehr beachtlich. Wer Kriminalfälle mag, die nicht auf Action getrimmt sind, sondern auf Inhalte und jehe Wendungen, wird hier richtig gut bedient.

  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Edel Germany GmbH
  • Erscheinungstermin: 11. März 2016
  • Bild Edel
  • DVD

Bewertung

7.2 Bewertung

Diese beiden Kriminalfälle sind sehr beachtlich. Wer Kriminalfälle mag, die nicht auf Action getrimmt sind, sondern auf Inhalte und jehe Wendungen, wird hier richtig gut bedient.

  • Filminhalt/Drehbuch 8/10
  • Bildqualität/Kamera 8/10
  • Schnitt 7/10
  • Tonqualität 9/10
  • Bonusmaterial 4/10

Weitere Informationen

  • Titel: Der Tel-Aviv-Krimi
  • Kategorie: Filme
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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