Die Gärtnerin von Versailles

Der Film versetzt den Zuschauer in die Zeit von Ludwig XIV. (Alan Rickman). Ludwig XIV. war ein absolutistischer Herrscher, der sich immer in Szene setzen musste. Somit ließ er sich sein Prachtschloss Versailles errichten, welches dann selber Vorbild für viele andere Schlösser und Parks wurde. Das Schloss sowie der Park mussten perfekt sein und die umgesetzten Ideen durften es woanders noch nie gegeben haben.

Er wollte, dass andere Herrscher über seine Pracht nur staunen.

Verantwortlich für den Garten war der Landschaftsarchitekt André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts), der sich die Unterstützung für ein Teilprojekt durch die englische Bürgerliche Sabine De Barra (Kate Winslet), die auch noch Witwe war, zunutze machte. Sabine selber hat immer noch mit dem Tod ihrer Tochter zu kämpfen, so dass sie selber schwer arbeitete, um sich dadurch innerlich zu befreien. André fühlt sich zu dieser Frau, die Visionen bezüglich ihrer Arbeit hat, hingezogen.

Das hat natürlich den Neid seiner eigenen Ehefrau hervorgerufen, die nun Intrigen gegen das Bauprojekt spinnt und umsetzt. Das Problem, dass beide zwar verheiratet sind, aber seine Frau ihn regelmäßig betrügt. Aber es kratzt halt am Ego, dass da eine andere Frau ist. So lässt sie abends die Schleusen öffnen, so dass der Bauabschnitt von Sabine überflutet wird. Aber es ist auch die unkonventionelle Art der Gärtnerin, die ihr Gunst bei Hofe, sogar vom König, einbringt.

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Es ist vor allem Kate Winslet aber auch Matthias Schoenaerts zu verdanken, dass dieser Film durch die Leistungen der Schauspieler getragen wird. Bis zur kleinsten Rolle wurde dieser Film perfekt besetzt. Vor allem wird durch die Geschichte deutlich, dass die Halbwertzeit des Adels und des Hoflebens mit all seinen Intrigen und Seilschaften sich schon lange überlebt hat. Es macht auch deutlich, wie schwer es Frauen hatten, die nicht in dieses Weltbild passten.

Der Film selber wurde sehr aufwendig gedreht. Da sind auf der einen Seite die Kostüme und auf der anderen Seite die Drehorte, die den Zuschauer in diese Zeit versinken lassen.

Dabei gibt es die Figur der Gärtnerin leider nicht in der tatsächlichen Geschichte. Aber der André Le Nôtre ist tatsächlich der berühmte Gärtner und Architekt. Er prägte den Bau und setzte vor allem Maßstäbe, die bis heute noch Gültigkeit haben.

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Fazit
Das Werk von Alan Rickman ist ein Meisterwerk, welches durch die Kunst des Schauspielens sowie durch die Bilder sich in den Köpfen der Menschen festsetzen wird. Es beeindruckt und nebenbei wird eine beeindruckende Liebesgeschichte erzählt. Außerdem erlebt man auch einen König, der, wenn er mit Sabine zusammen plaudert, auch ein Mensch sein kann.

Denn als diese ihn im Park trifft, geht sie davon aus, dass er ein Gärtner ist und von ihm will sie ein paar Pflanzen kaufen. Und so kommen beide ins Gespräch und vor allem er lässt sie in dem Glauben, dass er ein Gärtner ist. Dies ist ein durchaus beachtenswerter Dialog, der zeigt, dass auch ein Herrscher mal menschliche Züge besitzt.

  • Regie: Alan Rickman
  • Drehbuch: Jeremy Brock, Alison Deegan, Alan Rickman
  • Kamera: Ellen Kuras
  • Länge: 116 Minuten
  • Darsteller: Kate Winslet, Matthias Schoenaerts, Stanley Tucci, Alan Rickman, Helen McCrory, Jennifer Ehle, Paula Paul, Helen McCrory, Steven Waddington, Alisha Heng, Paulina Boneva, Danny Webb, Pauline Moran, Adrian Scarborough, Phyllida Law, Cathy Belton, Andrew Crayford
  • Verleih: TOBIS
  • DVD

Bewertung

8.4 Wertung

Das Werk von Alan Rickman ist ein Meisterwerk, welches durch die Kunst des Schauspielens sowie durch die Bilder sich in den Köpfen der Menschen festsetzen wird. Es beeindruckt und nebenbei wird eine beeindruckende Liebesgeschichte erzählt.

  • Filminhalt/Drehbuch 9/10
  • Bildqualität/Kamera 10/10
  • Schnitt 10/10
  • Tonqualität 9/10
  • Bonusmaterial 4/10

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