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Martin Schlegel ist seit Jahren der Inbegriff für Spiele, die etwas anders sind, wobei dies positiv gemeint ist. In einer Zeitung hatte man ihn sogar als Querdenker bezeichnet.

Darwinci ist ein anspruchsvolles Bietspiel, welches sich sowohl an Viel- und als auch an Gelegenheitsspieler gleichermaßen richtet. Dabei versucht der Spielautor gleich zwei Persönlichkeiten in seinem Spiel zu integrieren. Auf der einen Seite Leonardo da Vinci, der nicht nur Maler und Bildhauer war, sondern sich sehr intensiv mit der Anatomie beschäftigt hatte. Und auf der anderen Seite Charles Robert Darwin, den Begründer der Evolutionstheorie.

Anatomie ist für das Spiel wichtig, da Sie aus Knochen ein neues Geschöpf zusammensetzen müssen. Aber hier werden Ihnen Grenzen, in Form des Leonardowinkels gesetzt. Nur in diesem Feld können Sie das Geschöpf zusammensetzen. Jeder Spieler erhält zu Begin einen Leonardowinkel, Glassteine in seiner Farbe und etwas Geld. Von seinen eigenen Glassteinen erhalten die Nachbarn links und rechts je einen Glasstein. Nun ziehen die Spieler vier Knochenplättchen und zwei davon behalten sie, die anderen beiden Plättchen werden wieder zurückgelegt.

Auf den Knochenplättchen sind verschiedene Fragmente abgebildet. Entweder sind dies „Endstücke“ oder wo Sie drei oder auch nur zwei Karten anlegen können. Auch sind Schmucksymbole, die auf fast allen Karten abgebildet sind, für die Wertung wichtig, denn über diese erhalten Sie Geld. Und wer das meiste Geld zum Schluss des Spieles besitzt, hat das Spiel gewonnen. Es gibt aber auch Knochenplättchen mit Minuswerten und wenn Sie diese Karte ersteigern, müssen Sie Geld an die Bank abgeben und zum Schluss wird die Karte in Ihre Kreatur mit eingebaut.

Das eigentliche Spiel untergliedert sich in drei Phasen. Sie können in der ersten Phase zusätzlich zwei Knochenplättchen kaufen, da Sie zum Schluss jeder Runde Ihren Kartenvorrat auf zwei wieder ergänz müssen, müssen Sie dies nicht unbedingt tun. Zwei Karten werden dann wieder unter den Stapel zurückgelegt. Die nächste Phase ist die Bietphase. Jeder Spieler legt eine seiner Knochenplättchen aus. Anschließend finden drei Bietrunden statt. Sie müssen dabei Ihre Glassteine an das Knochenplättchen legen, welches Sie ersteigern wollen. Besitzen Sie jedoch durch eine vorhergehende Ersteigerung fremde Glassteine, so müssen Sie diese in der ersten Bietrunde anlegen.

Zum Schluss der drei Bietrunden erhalten die Spieler das jeweilige Knochenplättchen, wo sie die Mehrheit besitzen. Das ist aber nicht so einfach, denn fremde Knochenplättchen, die ersteigert wurden, müssen mit Ihren Steinen bezahlt werden. So kann es auch passieren, dass Sie nicht nur ein sondern sogar zwei Knochenplättchen ersteigern. Nun werden die Karten Kante an Kante im Leonardowinkel eingebaut. Sie sollten dabei versuchen, dass die Kreatur ein Anfang und ein Ende besitzt, denn dann erhalten Sie Geld. Aber auch für die Wertung der Schmucksteine erhalten Sie Geld. Wird eine Schmuckart gewertet, darf diese im weiteren Spiel nicht mehr von Ihnen gewertet werden. Durch das Auslegen eines Spielplättchen werden Sie daran erinnert, dies nicht zu tun.

Liegen bei einem Spieler zwölf Knochenplättchen im Winkel aus, wird die Runde noch zu Ende gespielt und gewertet. Dann ist das Spiel beendet. Am Anfang können Sie den Winkel noch schieben, so dass die obere Reihe von Knochenplättchen anschließend in der Mitte liegt. Weiterhin hat der Autor auch noch eine Expertenvariante in der Anleitung beschrieben, auf die wir nicht weiter eingehen werden.

Fazit
„Darwinci“ ist ein geniales Spiel, welches schon beim zweiten Mal spielen so richtig abgeht. Gerade das Bietsystem ist gelungen. Da Sie vom Gegenspieler auch Spielsteine erhalten, können Sie diesen dadurch ganz schön ärgern. Man muss auch selber jederzeit auf der Hut sein, denn schnell hat man das Nachsehen bei diesem Spiel. Die Altersempfehlung ab 9 Jahren tragen wir nicht ganz. Wir würden 12 Jahre empfehlen, da der Spielmechanismus doch anspruchsvoll ist.


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