„Lazy Town Champions“ knüpft an die gleichnamige Serie an, die momentan auf Super RTL ausgestrahlt wird. Es ist einer der Ziele dieser Sendung, Kindern die Freude an Bewegung und Sport zu vermitteln. Ob es gelungen ist, das Konzept der Serie auf das Spiel zu übertragen?
Das Thema der Sendung findet sich auch in der Software wieder. Der Spieler schlüpft in die Rolle der Serienhelden und muss in verschiedenen Wettbewerben sein sportliches Können unter Beweis stellen. Als Belohnung für den errungenen Erfolg bekommt man Pokale und kann einen Film freispielen.
Insgesamt sind fünf Minispiele zu absolvieren, welche man mit Geschick, Köpfchen und etwas Geduld bestehen kann. Diese sind nicht nur eine Art Werbung für den Sport, sondern es wird auch versucht aufzuzeigen, wie wichtig richtige Ernährung ist. Die Belohnungen (Trophäen und Film) werden dann in dem Zeppelin von Spartacus ausgestellt. Klickt man auf einen der Pokale werden verschiedene Informationen zur jeweiligen Sportart, Sport im allgemeinen oder zur gesunden Ernährung gegeben.
Zwar ist der Umfang des Spiels etwas puritanisch, dafür aber passt sich der Schwierigkeitsgrad dem Können des Spielers an. Einen einmal errungenen Erfolg muss man demnach, mit steigenden Anforderungen, auch erfolgreich zu verteidigen wissen. Im Großen und Ganzen sollte man diese Herausforderung nicht unterschätzen, selbst unsere Redakteure kamen das eine oder andere Mal ins Schwitzen. Die Kinder (und Fans der Serie) konnte man ohnehin mit den Minispielen fesseln und begeistern.
Letztendlich ist es aber schwerlich möglich, ein Urteil darüber abzugeben, ob das Spiel pädagogisch wertvoll ist oder nicht. Fakt ist, dass die Kinder Spaß am Spiel hatten und die Bedienung dem Publikum angepasst wurde. Sie bekommen durch das Spiel aufgezeigt, wie wichtig gesunde Ernährung ist und wie viel Freude Sport machen kann. Ob sich das auch auf ihr Freizeitverhalten auswirkt und sie diese (gesunde) Botschaft verinnerlichen, lässt sich nur schwer sagen. An der Stelle sind auch die Eltern gefragt, die von den Kindern adäquate sportliche Betätigung einfordern oder den Drang danach (unter Bezugnahme des Spieles) fördern könnten.
Vielleicht noch ein paar Worte zur Ausgestaltung und Bedienbarkeit: Grafik und Sound orientieren sich natürlich an der Fernsehserie. Beides wurde verhältnismäßig einfach gehalten, das Zielpublikum dürfte dies jedoch kaum stören. Mit „Lazy Town Champions“ werden Kinder im Alter von ca. 5 bis 11 Jahren angesprochen. Es ist nicht notwendig, dass der Anwender des Lesens mächtig sein muss. Alle Spiele sind voll vertont und verfügen auch über eine Sprachausgabe. Besonders positiv fiel auch auf, dass dem User nicht nur die einzelnen Minispiele sondern auch die Handhabung des Spiels im Allgemeinen erklärt wird.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass sich das Konzept der Serie in dem Spiel wiederfindet. Für den Preis von knapp 20€ wird ein durchweg gutes und kindgerechtes Spiel, mit einem gewissen pädagogischen Anspruch, geliefert. Die Systemanforderungen halten sich auch in einem erfüllbaren Rahmen, sodass ein älterer Rechner dem Spielgenuss nicht im Wege steht. (S.B.)
Publisher Globell
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