Spiele für den Computer, die Spielekonsole oder die einfache Brettspielvariante gibt es jede Menge, aber als Hörbuchvariante? Beide, sowohl Audiopoker als auch Indizienprozess fordern und fördern logisches Denken ohne dass dabei der Spaß zu kurz kommt, ob das tatsächlich der Fall ist – wir machten den Test...
Grundsätzlich verfolgen beide ein ähnliches Spielprinzip: Mittels gegebener Information und Kombinationsgabe müssen entweder das beste „Blatt“ (bei Audiopoker) oder ein Täter unter Zeitdruck („Indizienprozess“) ermittelt werden. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen bzw. zu verringern, gibt es die Möglichkeit Notizen (in einem vorher festgelegten Umfang) zuzulassen. Bei beiden Spielen ist die Anzahl der Spieler unbegrenzt, optimal sind 2-6 Spieler. Jeder Spieler, der eine richtige Antwort gegeben hat, bekommt einen Punkt.
Großer Vorteil bei dem Spiel „Indizienprozess“ ist, das keine Vorkenntnisse (wie z.B. bei „Audiopoker“) notwendig sind, so dass auch Neueinsteiger ihren Spaß haben können. Das Spiel ist somit ideal als Einstieg in einen gemütlichen Spielabend. Kleiner Nachteil ist aber, dass nach mehrfacher Nutzung die Lösungen bekannt sind und sich somit einen unfairen Vorteil gegenüber seinen Mitspielern verschafft.
Für „Audiopoker“ sollte man idealerweise pokern können, ansonsten wird es schwer in der vorgegebenen Zeit zu einer wohl überlegten (und möglichst richtigen) Lösung zu kommen. Für einen Spielabend ist es, sofern nicht alle Teilnehmer das Spiel beherrschen, eher ungeeiget. Viel eher lohnt sich der Einsatz als Einstimmung für eine Pokernacht oder als kleines „Gehirnjogging“. Insgesamt werden einem 30 Runden geboten, in denen man das höchste Blatt finden muss – die Gefahr, die Lösungen irgendwann auswendig zu können, ist somit geringer als bei „Indizienprozess“. Ohnehin steigt der Schwierigkeitsgrad des Spiels im Laufe der Runden, langweilig wird es also auch für Profis so schnell nicht.
Beide Spiele sind ab einem Alter von ca. 14-16 Jahren gut nutzbar, um „Audiopoker“ spielen zu können sind allerdings Vorkenntnisse nötig. Es eignet sich auch eher als Einstimmung für eine Pokernacht mit Freunden als für einen Spielabend (an denen sich nicht alle Teilnehmer über die Spielregeln im Klaren sind). Viel eher eignet sich dafür das Spiel „Indizienprozess“, hier sind weder Vorkenntnisse nötig, noch gibt es Beschränkungen in der Spielerzahl, die es zu beachten gilt. Man sollte es lediglich vermeiden, dass Spiel zu oft zu nutzen, da sonst einige Lösungsmöglichkeiten bei dem einen oder anderen Spieler im Gedächtnis bleiben und somit der Spielspaß für die anderen, die durch den unfairen Wettbewerbsvorteil ausgebremst werden, auf der Strecke bleibt.
Beide Spiele sind für ca. 14-15 € zu haben, Preisvergleiche auf einschlägigen Internet-Plattformen können sich hier also lohnen.
Angaben
- Herpers Verlag
- Hamburger Str. 2-6
- 22946 Grande
- http://www.herpersverlag.de
- Schwierigkeitsgrad: 2 (leicht spielbar)
- Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler
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