Die Spiele- Küche!

Spiele verändern die Welt, ganz so einfach ist es nicht. Aber Spiele bewirken etwas, denn man kann mit Hilfe der Spielpädagogik, welche vor allem in der sozialen Arbeit, Sozialpädagogik oder im Unterricht eingesetzt wird, einiges verändern.

Man kann die Pädagogik in entsprechende Sparten unterteilen, die dann in der Erlebnispädagogik, der Kulturpädagogik, der Jugendarbeit und Sonderpädagogik oder auch Theaterpädagogik eingehen. Spielpädagogik steht dabei im Schnittpunkt der drei großen gesellschaftlichen Aufgaben Bildung, Kulturarbeit und Jugendarbeit.

Aber auch in der Erwachsenenbildung oder in wirtschaftlichen Bereichen, wie Personalentwicklung, hat die spielpädagogische Arbeit einen festen Platz gefunden. Das Spiel hatte in unserer menschlichen Entwicklung immer einen festen Platz gefunden, denn nicht umsonst spricht man vom Homo ludens. Dabei haben sich zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wie Schiller oder Johan Huizinga mit dem Thema Spiel auseinander gesetzt.

Dabei hat man immer wieder festgestellt, dass Spielen eine Vielfalt von Sinnen anspricht, wie Körper spüren, Bewegen, Tanzen, Rollenspielen, usw. Vorausgesetzt, man spielt freiwillig, denn niemand soll zum Spielen gezwungen werden, denn Angst, Hemmungen, Vorurteile und Befangenheit führen dazu, dass Spiel entweder gar nicht stattfindet oder schnell endet.

In der Spielpädagogik wird auf alle Fälle ein Spielleiter benötigt, der auf der einen Seite durch das Spiel führt und auf der anderen Seite die Schiedsrichterrolle übernimmt. Dieser muss unbedingt, bevor das Spiel als Methode einsetzt, sich im Klaren sein, welche er nimmt und diese ebenfalls zuvor probieren, denn nur so ist es erfolgreich.

Das Wichtige dabei ist auch, dass die jeweilige Spielmethode auch auf die Zielgruppe ausgerichtet werden muss. Für wen plane ich die Spiele (Alter der Kids, Größe der Gruppe, Erfahrungen der Gruppe, Gruppenzusammensetzung mit Stärken und Schwächen)? Und man benötigt entsprechendes Material, welches man dann auch zuvor vorbereiten muss.

Welche Spielregeln bzw. Abwandlungen sind nötig, so dass die Zielgruppe das Spiel versteht und spielen kann?

Das der spielpädagogische Ansatz bei der Bearbeitung von Themen erfolgreich ist, habe ich in der jahrelangen Arbeit beweisen können. Gerade mit Kindern und Jugendlichen hat sich diese Methode bewährt, so wenn man unter anderem das Thema Sucht und Drogen bearbeitet. Auf der einen Seite bleibt bei den Kindern sprichwörtlich mehr hängen, als wenn man sie mit einem Vortrag zutextet und auf der anderen Seite erarbeiten sie das Thema selber. Im Bereich Präventionsspiele finden Sie hier zahlreiche Anregungen.

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