Möge das Glück mit uns sein – Early Access Preview: For the King

Zufalls-Elemente in Strategiespielen sind hart gesottenen Feldherren oft ein Dorn im Auge. For The King überträgt leicht verständliche Würfelmechaniken auf ein Rundenbasiertes Rollenspiel. Warum man sich trotz des Glücksfaktors nicht völlig verloren fühlen muss, erzählen wir euch im Test der aktuellen Early Access Version.


Drei Helden sollt ihr sein

Zu Beginn einer jeden Runde stellen wir unsere dreiköpfige Abenteurergruppe zusammen. Aus bis zu acht Klassen können wir beliebig zwischen Kriegern, Schützen, Heilern und Zauberern wählen. Mit Ihnen begeben wir uns auf die Reise durch das Land Fahrul um es vor der Dunkelheit zu säubern.

Unsere erste Aufgabe ist es eine entlegene Stadt aufzusuchen, um Informationen über den Verbleib eines Artefakts zu sammeln. Wir finden uns zugleich auf der in Hexfelder unterteilten Weltkarte wieder und schon geht es mit dem Würfeln los. Zu Beginn eines jeden Zuges, wird die Anzahl der Schritte durch eine Probe „erwürfelt“. Das Würfeln übernimmt hier natürlich ganz bequemt der Rechner. Der Reihe nach aktivieren wir unsere Helden und ziehen über das Spielfeld. Stoßen wir auf einen Gegner können sämtliche Gruppenmitglieder innerhalb eines festgelegten Radius am Kampf teilnehmen. Gleiches gilt jedoch für den Gegner. So wird ein leicht zu erlegender Wolf, schnell zu einem gefürchteten Rudel. Ist die Meute erst einmal erlegt, erhalten wir Erfahrung, Gold und wertvolle Items als Belohnung.

Unsere Ausrüstungsgegenstände geben uns nicht nur weitere Statuspunkte, sondern auch einzigartige Fähigkeiten. Statt mit einem Schwert durch Verteidigung des Gegners zu schlagen, können wir mit einem Hammer mächtige Flächenangriffe durchführen. Mit nichts als mit einer Laute bewaffnet kann unser Barde nicht nur kräftig austeilen, sondern auch die Moral der Gegner senken. Jede Aktion ist mit einer Chance und einer Anzahl von Würfelproben verbunden. Die Anzahl bestandener Proben bestimmt den Angriffswert unserer Attacke. Bestehen wir alle Proben, werden zudem Spezialeffekte aktiviert mit denen wir besonders viel Schaden anrichten oder unsere Gegner dauerhaft schwächen. Mit Talentpunkten können wir zudem die Anzahl der nötigen Proben reduzieren und uns so in kritischen Situationen einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Auf ein Neues

Typisch für das Rogue-Like Genre ist der immer wiederkehrende Wunsch es ein weiteres Mal zu versuchen. For The King motiviert den nächsten Durchlauf durch die permanente Freischaltung weiterer Charakterklassen, Items und Weltkarten-Events. In jedem Spieldurchlauf können wir durch das Absolvieren von Quests Lore-Bücher sammeln, welche als Währung für Spielübergreifende Einkäufe gilt. Haben wir ein Item oder Weltevent einmal freigeschaltet kann es uns ab dem nächsten Durchlauf jeder Zeit über den Weg laufen.

Jeder Versuch bringt eine komplett zufällig generierte Spielwelt mit sich, welche dringend unserer Hilfe Bedarf. Während der Quests treibt es uns durch Wälder, Mienen, Wüsten und auf das Meer. Auch mit einem Ballon können wir uns die Reisezeit verkürzen. Schnell müssen wir auch sein, denn genau wie in Mordor, wächst die dunkle Bedrohung stetig. Ein Tages- und Nachtrhythmus treibt uns voran. Mit jeder Runde werden die Gegner schwerer. Während wir uns mit Schwert und Bogen behaupten, geht der Ressourcennachschub der Händler stetig zur Neige. Gerade wenn wir die Heilkräuter so sehr brauchen, werden sie immer teurer und sind nur noch in geringen Stückzahlen vorhanden. Eine Welle des Todes überzieht das Land und wird auch irgendwann uns ergreifen. Doch auch dann müssen wir nicht verzagen, denn schnell starten wir die nächste Runde und stellen uns einen neuen Trupp an mutigen Kriegern zusammen um dem Bösen ein für alle Mal zu trotzen.

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Was uns noch fehlt?

Trotz des Early Access Zustands weiß For The King schon mehrere Stunden zu beschäftigen. Leider ist noch nicht jede Mechanik zufriedenstellend im Spiel erläutert. Zum Beispiel blieb uns während des Tests noch unklar wie die Statuspunkte die Leistung unserer Helden verbessern. Während die Würfelmechanik intuitiv von der Hand geht, scheinen die Gegner etwas mehr Glück zu haben. Fast jeder ihrer Angriffe erreicht die maximale Probenzahl und wirken sich entsprechend verheerend aus. Auch die Skalierung der Monster und Items im Laufe des Spiels scheinen noch nicht optimal zu sein. So steigt der Preis der Heilkräuter zum Beispiel auf ein Vielfaches seines Originalpreises an und lädt den Spieler in frühen Spielphasen zum fleißigen Horten dieser seltenen Ware ein. Trotz der Balanceschwächen ist For The King bereits jetzt sehr gut spielbar.

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Fazit

Wenn das so weitergeht, werden Brettspiele bald völlig durch den Computer ersetzt. Das soll im Fall von For the King keine Beschwerde sein, denn die bisherige Early Access Version spielt sich jetzt schon als runde Mischung zwischen RPG-Abenteuer und Rogue-Like. Alles was man als eingesessener Brettspieler auswürfeln müsste übernimmt hier der Computer. Die Zufallsmechaniken wirken dabei stets fair und durch den Einsatz von Talentpunkten für garantierte Treffer werden die Aktionen durch eine Strategische Komponente aufgewertet. Noch ist nicht immer ganz klar ob sich alle Spielelemente zu einem gut ausbalancierten Abenteuer verschmelzen werden, doch die Early Access Phase bietet ausreichend Zeit um noch bestehende Mängel aus dem Weg zu räumen.

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


For The King im Überblick

  • Entwickler-Studio: IronOak Games
  • Publisher: IronOak Games
  • Spielzeit: ca. 30-60 Minuten pro Versuch, ca 10 Stunden
  • Plattform: PC (Steam)
  • Alter: ab 10 Jahren (Empfehlung der Redaktion)
  • Spieleranzahl: Einzelspieler, lokaler und online Koop-Modus
  • Kategorie:
    • Abenteuer
    • Rogue-Like
    • Rundenstrategie
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn
  • Lektor: Friedrich Lüder

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

For The King | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Weitere Informationen

  • Titel: Möge das Glück mit uns sein – Early Access Preview: For the King
  • Kategorie: Early Access,Spielberichte
  • Schulform: Gesamtschule
  • Altersempfehlung: ab 3 Jahren
  • Anzahl Spieler: 2 Spieler

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