Warhammer in Dillenburg

In Dillenburg findet das größte deutsche Einzelturnier für Warhammer Fantasy statt. Und da so viele Spieler erst einmal untergebracht werden müssen, hat der Veranstalter gleich die Stadthalle gemietet, denn schließlich haben sich über einhundert Teilnehmer angemeldet. Und so pilgern aus ganz Deutschland die Fans in das beschauliche kleine Dillenburg in Hessen, welches in der Nähe von Frankfurt liegt.

Hinter dem Turnier steckt Ronny, der in dem beschaulichen Ort einen Games Workshop Laden besitzt. Er organisiert seit einigen Jahren diese Turniere. Und er ist damit sehr erfolgreich, denn Dillenburg hat sich bei den Fans in Laufe der Zeit einen guten Namen gemacht. Ronny ist Lehrer und das wird sicherlich viele überraschen.

Dabei ist das Gesamtkonzept stimmig. Beim Ankommen der Teilnehmer steht das Frühstück für diese schon bereit. Auch für das Mittagessen ist gesorgt und dieses muss besser sein als das eines bekanntes Fastwoodanbieters, welches sich in der Nähe des Veranstaltungsortes befindet. Um alles so perfekt abzusichern, steht ein motiviertes Team Ronny zur Verfügung. Insgesamt fünf Spiele müssen die Teilnehmer bis Sonntag in der Stadthalle absolvieren und jedes Spiel dauert bis zu drei Stunden.

Was ist Warhammer?
In Warhammer Fantasy kämpfen so allerhand Fabelwesen, wie Elfen, Zwerge, Orks um die Macht. Dabei zählen bei diesen Tabletop immer die Würfel, sei es im Angriff oder in der Bewegung.

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Hinter Warhammer Fantasy Battles stecken eigentlich Bryan Ansell, Richard Halliwell, Jervis Johnson und Rick Priestley, denn diese hatten die Idee dazu und dies geht bis Anfang der 80er Jahre zurück. Ursprünglich war es eigentlich ein Pen-&-Paper-Rollenspiel. Erst Anfang der 90er Jahre kamen die Figuren hinzu.

Zu den Grundregeln gibt es für jede Armee eigene Regeln. Jede Armee hat seine Vor- aber auch Nachteile, die immer ausgewogen sind.

Aber bevor ein eigentliches Spiel beginnen kann, müssen die Spieler in vielen Arbeitsstunden die Figuren zusammenbasteln und anschließend werden diese detailreich gestaltet. Hierbei muss man auch mit einer Lupe arbeiten, um jedes einzelne Detail auf der Figur hervorzuheben.

Dabei besteht das Ziel, eine große Armee aufzubauen, die von Helden, Monstern, Magiern oder gar Kriegsmaschinen unterstützt werden. Die Spielwelt ist hierbei eine reine Fantasywelt und hat nichts mit der Realität zu tun. Schließlich ziehen die Spieler mit Orks, Elfen, Zwergen oder gar Untoten in den Kampf. Die Herausforderung besteht darin, jede Schlacht immer wieder dem aktuellen Spiel anzupassen und sich entsprechende Taktiken auszudenken.

war3Dazu müssen die Spieler die Regeln beherrschen. Aber allein das Regelwerk umfasst knapp 300 Seiten. Hinzu kommen dann noch die Besonderheiten der jeweiligen Armee, die man dem Armeebuch entnehmen muss. Gespielt wird auf einem großen Tisch. Bei dem Turnier in Dillenburg wurden auch entsprechende Gelände mit Gebäuden, Berge oder Wälder angefertigt. Allein die Spieltische haben hierbei den Veranstalter 30.000 Euro gekostet.

Da die Regeln sehr komplex sind, ist es ratsam, dass Anfänger bei kleinen Turnieren in den Games Workshopläden zusehen und sich mit erfahrenen Spielern austauschen und dann mit einer einfachen Armee beginnen, denn sonst könnten die Kosten relativ schnell ins Uferlose steigern, denn tausend Euro für eine gute Streitkraft ist keine Seltenheit.

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Alles zum Thema Turniere findet man unter http://www.tabletopturniere.de/t3_overview.php

Es dauert eine Weile, bis man das Spiel beherrscht. Hilfe bekommt man aber von den Profis. Wenn Sie mehr zum Thema Warhammer wissen wollen: www.games-workshop.de

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