King of New York

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Was haben ein Dinosaurier-Sheriff, ein Roboter Drache aus der Zukunft und eine Kettensägen-schwingende Riesenheuschrecke gemeinsam? Sie alle kämpfen um die alleinige Herrschaft über die Stadt New York in Richard Garfields Spiel King of New York. Ziel des Spiels ist es entweder als Erster der Star der Medien zu werden oder als letztes Monster zu überleben.

Der Spielablauf bleibt im Vergleich zum Vorgänger Kind of Tokyo größtenteils gleich. Jeder Spieler vertritt eines von sechs Monstern. Wie beim Kniffeln hat jeder Spieler innerhalb seines Zuges sechs Würfel (bis zu zwei mehr durch Sonderkarten) und darf jeden bis zu zweimal nachwürfeln. Dabei kann er geeignete Ergebnisse rausnehmen. Nach dem dritten Wurf muss das Ergebnis stehenbleiben und wird ausgewertet. Je nach Würfelmotiv kann sich das Monster heilen, sammelt Energie, kann Gebäude und Armee zerstören, verdrischt andere Monster oder sammelt Sterne, um der wahre Superstar zu werden. Schlimm wird es jedoch, wenn es den Totenkopf erwürfelt, denn dann sammeln sich die Truppen New Yorks und starten einen Gegenangriff.

Die gesammelte Energie bietet die Möglichkeit, eine von drei ausliegenden Fähigkeiten zu kaufen. Diese sind deutlich vielseitigerer als noch in King of Tokyo und können das Blatt schnell noch wenden. Wer besonders mutig ist, kann den Stadtteil Manhattan einnehmen. Im Gegensatz zu den anderen New Yorker Stadtteilen kann sich das Monster dort nicht heilen und kämpft alleine gegen alle anderen Monster. Dafür wandern jede Runde etwas Energie und Sternenpunkte auf das Konto des Spielers. Erst wenn das Monster in Manhattan Schaden erhält, kann es wählen zu fliehen. Das angreifende Monster übernimmt dann den freien Platz in Manhattan.

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Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es durch die Armeen New Yorks deutlich mehr Schadensquellen für alle Monster. Ein Sieg durch Punkte ist möglich, doch scheiden Spieler wahrscheinlich häufiger auf dem Weg dahin aus. Da die Evolutionen gestrichen wurden, spielen sich sämtliche Monster leider komplett gleich. Teilweise fehlt dadurch der besondere Reiz eines Monstercharakters. Zudem werden Würfelergebnisse dadurch deutlich mehr fokussiert. Dagegen bieten die vielfältigeren Energiekarten hingegen deutlich mehr Strategien und dienen daher als Ersatz für die Evolutionen, welche es leider nicht in das Spiel geschafft haben.

Die Anleitung geht auf alle Aspekte des Spiels sehr detailliert ein. Dabei hätte dem Verständnis wahrscheinlich auch einfach die Kurzanleitung vom Ende der Anleitung mit einigen Beispielen zur Würfelauswertung genügt. Sämtliche Spielmaterialien sind von sehr guter Qualität. Die Figuren bestehen jeweils aus einem stabilen Pappaufsteller. Sämtliche Karten sind ebenfalls auf festem Papier und mit Hochglanz gedruckt. Selbst die Verpackung ist so designt, dass alle Elemente ihren geordneten Platz finden und nie lange nach einer Sache gesucht werden muss. Daher ein großes Lob an die Verpackungsgestaltung. Alle Abbildungen sind liebevoll gestaltet und passen sehr gut in die comicartige Zerstörung New Yorks. Bekannte Monsterfilme, wie King Kong, werden hier konsequent auf die Schippe genommen.

Es macht verdammt viel Spaß sich gegenseitig die Würfel um die Ohren zu hauen. Eine gepflegte Prügelei in New York dauert ungefähr eine halbe Stunde. Je nach Würfelglück kann es auch mal schneller gehen. Durch das humorvolle Design ist es super für Kinder geeignet, die sicher, genau wie wir, viel Spaß daran haben in die Rolle eines gigantischen Dinosaurier-Sheriffs zu schlüpfen. Wie in jedem Würfelspiel ist es aber Teil des Zufalls wie gut man bei einem Wurf abschneidet. In dieser Rolle macht das Spiel aber fast alles richtig. Perfekt wäre ein Mix aus dem Vorgänger King of Tokyo und New York, in welchen sich die Kreaturen wieder mehr unterscheiden. Vielleicht hält sich Richard Garfield dies aber für einen weiteren Teil offen. Ich bin definitiv Fan des Spiels und freue mich jetzt bereits auf die Eroberung weiterer Städte.

  • Autor: Richard Garfield
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Vertrieb: Heidelberger Spieleverlag | iello
  • Anzahl: 2-6 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren

Test und Artikel von Alexander Dockhorn

Bewertung

7.9 Wertung

Es macht verdammt viel Spaß sich gegenseitig die Würfel um die Ohren zu hauen. Eine gepflegte Prügelei in New York dauert ungefähr eine halbe Stunde. Je nach Würfelglück kann es auch mal schneller gehen. Durch das humorvolle Design ist es super für Kinder geeignet, die sicher, genau wie wir, viel Spaß daran haben in die Rolle eines gigantischen Dinosaurier-Sheriffs zu schlüpfen. Wie in jedem Würfelspiel ist es aber Teil des Zufalls wie gut man bei einem Wurf abschneidet. In dieser Rolle macht das Spiel aber fast alles richtig. Perfekt wäre ein Mix aus dem Vorgänger King of Tokyo und New York, in welchen sich die Kreaturen wieder mehr unterscheiden. Vielleicht hält sich Richard Garfield dies aber für einen weiteren Teil offen. Ich bin definitiv Fan des Spiels und freue mich jetzt bereits auf die Eroberung weiterer Städte.

  • Spielidee 9/10
  • Ausstattung 9/10
  • Spielablauf 8/10
  • Interaktion 6/10
  • Einfluss 5/10
  • Spielbarkeit 9/10
  • Spaß 9/10

Weitere Informationen

  • Titel: King of New York
  • Kategorie: andere Spiele
  • Autor: Richard Garfield
  • Verlag: Heidelberger Spieleverlag | iello
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