Alba Longa

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Alba Longa soll etwa ungefähr 20 Kilometer vor den Toren Roms gelegen haben. Manche vermuten, dass diese legendäre Stadt dem heutigen Castel Gandolfo, der Sommerresidenz der Päpste entspräche. Der Legende nach soll die Stadt bereits um 1152 v. Chr. gegründet worden sein und galt lange Zeit als Mittelpunkt der Kultur. „Der Sage um die Gründung Roms nach waren die beiden ausgesetzten Zwillinge Romulus und Remus Söhne der Rhea Silvia, einer Vestalin, und des Kriegsgottes Mars. Rhea Silvia war Tochter des Königs von Alba Longa, Numitor Silvius. Insofern gilt Alba Longa als die Mutterstadt Roms“ (wikipedia). Bereits um 665 v. Chr. soll dann die Stadt durch Tullus Hostilius zerstört worden sein.

Wie soll es anders sein, die Spieler versuchen im Spiel, eine blühende Metropole aufzubauen. Gewinner ist derjenige, der zehn Monumente errichtet hat und dazu noch 16 Arbeiter besitzt.

Das Spiel
Erst einmal muss man feststellen, dass die Spielanleitung sehr komplex ist. Man hat dabei versucht, durch zahlreiche Abbildungen dem Spieler Hilfestellungen zu geben, aber Gelegenheitsspieler werden im ersten Moment damit überfordert, so dass sich das Spiel in erster Linie doch eher an erfahrene Spieler richtet. Das Spiel besticht durch sein zahlreiches Spielmaterial. Jeder Spieler erhält seine eigene Stadt, auf der dann die Arbeiter platziert werden und dazu noch die passenden Karten. Die Spielzeit beträgt sieben Jahre, die wiederum in zwei Jahreszeiten untergliedert sind, dies bedeutet die Aussaat und die Ernte.

Wenn ein Jahr beendet wurde, wird geprüft, ob ein Spieler bereits das Spiel gewonnen hat. Die Jahreszeiten werden auf den extra Spielfeldern immer wieder gekennzeichnet. Auf dem eigentlichen Spielfeld werden die Arbeiter immer in den Unterkunftsbereich gestellt. Auf dem Spielfeld kann man, wenn man am Zuge ist, diese Arbeiter auf die verschiedenen Bereiche stellen. Dazu gibt es eine Kaserne, denn die Armee ist nicht schlecht. Mit dem Einsatz des Militärs kann man unter anderem die Spielzüge des Gegners stören. Hat man seine Kräfte auf dem Basar verteilt, gibt es Silber. Oder im Steinbruch werden durch die Arbeiter Monumente errichtet. Und ohne Religion geht es nicht, dazu muss man seine Kräfte in den Tempel stellen.

All das muss aber immer wieder ausgewürfelt werden. Hierzu gibt es verschiedenfarbige sechseckige Würfel. Hat man eine vier gewürfelt, kann der Spieler bis zu vier Arbeiter in den jeweiligen Bereich stellen, vorausgesetzt, man besitzt überhaupt so viele.

Sobald jeder Spieler alle Arbeiter eingesetzt hat oder beim Hof halten gepasst hat, werden die jeweiligen Aufgaben in der folgender Reihenfolge absolviert:

  • Soldaten
  • Händler
  • Priester
  • Bauer (aber nur während der Ernte)
  • Segen (ebenfalls nur bei der Ernte)

Soldaten sind effektiv, wenn man den Gegenspieler gewissermaßen ärgern will. Mit denen können fremde Städte angegriffen werden. Der Kampf wird dann mittels Spielkarten entschieden. Und hat man als Angreifer gewonnen, kann man auch Beute machen.

Händler sorgen immer wieder für Wohlstand und auf entsprechende Gelder warten dann Silberlinge als Belohnung.

Die Priester ehren die Götter und diese segnen die Ernte.

All das hört sich sehr komplex an, vor allem, dass trotz gut beschriebener Spielanleitung man doch längere Zeit benötigt, um mit dem Spielablauf vertraut zu werden. Auch wenn das Spiel ab 2 Personen schon spielbar wäre, kann man hier eigentlich nur davon abraten, denn der Spielspaß kommt hier überhaupt nicht zum Tragen. Spieler können hierbei langfristig planen und strategisch vorgehen, auch wenn durch die Würfel alles auch wiederum etwas glücksabhängig ist. Auf Grund der Fülle werden Gelegenheitsspieler doch überfordert und Profis könnte der immer wiederkehrende Spielablauf doch nach einem bestimmten Zeitraum langweilig werden.

  • Autor/in: Graeme Jahns
  • Verlag: HUCH & friends (Quined Games)
  • Preis:    EUR 35.00
  • Kategorie:    Gesellschaftsspiel
  • Anzahl Spieler:    2-5
  • Altersgruppe:    ab 12 Jahre
  • Spieldauer:    1½ Stunden

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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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