Die Schatzkammer von El Mirador
veröffentlicht in: Brettspieleam 27.11.2011
Dieses Spiel wurde von Christian Fiore und Knut Happel entwickelt.
Vier Abenteurer versuchen in guter alter Manier eines Dr. Jones Jr., auch Indy genannt, die Schatzhöhle zu erkunden. Fallen und andere Unannehmlichkeiten sind dort zu erwarten, denn ohne Fleiß kein Preis, ehe man den Schatz sein Eigen nennen kann. So muss der Spieler geschickt den Fallen ausweichen, die im Verborgenen lauern. Mit Hilfe des Toysticks wird daher der Spielplan erkundet, denn man zuvor zusammensetzen muss. Dabei gibt es zwei Varianten, eine für zwei und eine für mehr Spieler.
Zum Spielen wird der Toystick benötigt.
Nach den Angaben des Verlags ist der Toystick ein Schuleinstiegs-Spielzeug, welches nach neuesten pädagogischen Forschungsergebnissen entwickelt wurde. Methodisch arbeitet der Stick mit einer hier als „Lizbee“ (Höre, was du siehst und liest!) Technik. Rein praktisch tippt man mit dem Stick auf die entsprechenden Figuren und Symbole und hört dann die dahinter liegende Information.
Das kann, abhängig vom jeweiligen Produkt, recht vielfältig sein. Den Kindern wird vorgelesen, Texte oder Textteile werden wiederholt, es kann sich um Übersetzungen einzelner Worte oder Phrasen handeln, man kann ein wenig musizieren, rätseln oder Musik hören.
Der Toystick bietet also eine Menge Potenzial und kann meines Erachtens nicht nur im Schuleinstieg, sondern auch in der Grundschulzeit eine sinnvolle Unterstützung leisten. Wichtig ist dabei jedoch die passende Auswahl des Buches oder einer anderen Anwendung.
Die Kombination aus Gehörtem und Gesehenem kann das Lernen unterstützen. Die Wiedergabe der Sprache aus dem Gerät ist korrekt und gut hörbar. Die Lautstärke kann indes nicht direkt am Stick eingestellt werden, ist aber über die jeweiligen Medien regelbar. Dort findet sich eine gut sichtbare und intuitiv verständliche Grafik.
Allgemein enthalten die erhältlichen Medien immer kurze Bedienungsanleitungen zur sachgerechten Anwendung des Toysticks. Das ist alles kurz und übersichtlich und reicht auch aus, wenn man Medien hat, die noch nicht vorinstalliert sind und deren Inhalte aus dem Netz geladen werden müssen. Der Toystick verfügt über einen USB-Anschluss.
Der Stick ist für Kinderhände griffig geraten und ebenfalls leicht zu bedienen.
Das Spiel beginnt
Nachdem das Spiel aufgebaut wurde, kann es schon losgehen. Zuvor muss man die Datei auf den Stick laden, was relativ unkompliziert ist. Dazu muss man die Webseite aufsuchen und schon kann es losgehen.
Dann wird der Stick aktiviert und nun kann die Jagd nach den Schätzen beginnen. Auf dem Spielfeld der Spielfigur ist ein Stiefel abgebildet, darauf wird der Stick gehalten und er gibt an, wie viele Schritte man gehen kann. Gestartet wird vom Mittelfeld. Dann wird anschließend mit dem Stick das jeweilige Feld berührt, auf welches die Figur gezogen werden soll. Ist das Feld frei, geht es weiter. In aller Regel gibt er an, ob sich in der Nähe eine Falle befindet.
Ist man auf eine Falle getreten, wird der Spielzug beendet, es sei denn, man hat einen Ausrüstungsgegenstand bei sich, der einem behilflich ist, aus dieser Falle herauszukommen. Denn jeder Spieler kann entscheiden, ob er einen Zug macht oder einen Ausrüstungsgegenstand verdeckt zieht und auf sein Spielfeld zur Spielfigur ablegt. Dabei darf man nur maximal drei besitzen. Hat man einen Gegenstand verwendet, kommt dieser aus dem Spiel.
So muss man sich jeden Zug merken, ob hier und da eine Falle ist. Man kann auch nicht einfach wahllos über das Spielfeld ziehen, um an die Schätze zu gelangen. Nein welcher Schatz gerade gesucht wird, wird mittels Spielkarte festgelegt, vor dem immer ein Marker liegt. Hat man diesen gefunden, wird dieser weitergezogen zum nächsten Schatz.
Fazit
Die Schatzkammer von El Mirador ist ein einfaches Spiel und wird durch den Stick zum Leben erweckt. Dieser ist in der Hinsicht das Steuerungsgerät. Da es für den Stick zahlreiche Anwendungen gibt, wie Bücher, mit dessen Hilfe die Kinder eine fremde Sprache erlernen können, ist diese Anschaffung durchaus überlegenswert. Der Vorteil gegenüber anderen Produkten ist, dass der Stick keine Batterie benötigt, da er mittels Ladekabel wieder aufgeladen werden kann.
- Spieler: 2-4
- Alter: ab 6 Jahren
- Verlag: Noris
- http://www.toystick.de


