Die Tränen der Götter

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„Die Tränen der Götter“ hat nichts mit bekannten Rollenspielen gemeinsam, sondern es versetzt Sie in die Zeit der Ordensritter. Im Jahr 1441 müssen zwei Ordensritter von der Marienburg aus die Ländereien des Ordens bereisen. Dabei sammeln sie Informationen, wie Handel und Machtverhältnisse.

In dieser Zeit galt der Bernstein im Ostseebereich nicht nur als magisch, sondern er war eine der wichtigsten Geldquellen der Städte. So wurde der Bernstein gegen andere Waren eingetauscht.

„Die Tränen der Götter“ ist ein wirklich interessantes Brettspiel von Marion und Andreas Dettelbach, die bereits seit Mitte der 90er Jahre Spiele entwickeln. Dabei ist dieses vorliegende Spiel anspruchsvoll aber trotzdem auch von Gelegenheitsspielern zu meistern. Was sofort auffällt, ist das wunderschön gestaltete Spielfeld und das reichliche Spielmaterial.

Auf der einen Seite schlüpfen Sie in die Rolle eines Händlers und auf der anderen Seite in die Rolle eines Schmugglers. Dabei werden die Figuren über das Ziehen von Zugscheiben bewegt. Die Zugscheibe ist beidseitig bedruckt, nur nicht mit den gleichen Werten. Jede Figur, Händler sowie Schmuggler, führen jeweils zwei Handlungen durch. Wie viele Aktionen Ihnen zur Verfügung stehen, gekennzeichnet durch die Hand, steht auf der Zugscheibe. Die Aktionen sind sehr vielfältig, so können Sie Bernstein an der Küste aufdecken, Waren in den Häfen kaufen oder eine Karte vom Bernsteinmeister beziehen.

Wer zum Spielende die meisten Punkte erworben hat, hat das Spiel gewonnen. Und hier zeigt das Spiel seine Stärken, denn diese können Sie auf vielfältige Art und Weise erwerben. Nur müssen Sie beachten, dass Ihnen nur 25 Markiersteine zur Verfügung stehen. Egal, was Sie machen, in vielen Fällen muss ein Markiersteine gesetzt werden.

Während des Spieles werden nicht nur Ihre Figur gesetzt, denn die beiden Schmugglerfiguren werden von allen Spielern verwendet, sondern das Handelsschiff und die Ordensritter werden ebenfalls während einer Runde versetzt. Dabei gelten die Ordensritter als Rundenstein, wenn sie ihr Ziel erreicht haben, ist das Spiel beendet. Die Ordensritter werden zweimal pro Zug gesetzt und zwar dann, wenn die Wegrunde beendet ist. Dies klingt zwar etwas kompliziert, ist es aber nicht, da es durch das Drehen der Wegscheiben erkennbar ist.

Wenn das Schiff die Häfen ansteuert, bringt dieses entsprechende Waren mit. Diese werden vom Startspieler aus dem Beutel gezogen und auf den Lagern abgestellt. Mittels der Waren können Sie die Ratsherren der Städte beeinflussen und Sie erhalten dafür entsprechende Punkte. Aber nicht nur der Einfluss in den Städten war wichtig, sondern auch auf das Glaubensverhältnis muss geachtet werden. Hierzu ziehen die Spieler verdeckt zum Spielbeginn eine Karte. Die Karte zeigt an, was Sie erreichen müssen. Auf das Glaubensverhältnis kann nur in den Burgen im Inland Einfluss genommen werden.

Da Sie nicht nur den Händler sondern auch den Schmuggler spielen, müssen Sie auch versuchen, strategisch zu planen. Nur werden die Schmuggler von allen Spielern bewegt, so dass sich der Standort ständig ändert.

Aber seien Sie vorsichtig, wenn Sie mit Ihrer Spielfigur von Ort zu Ort ziehen. Hier können Wegelager auflauern und Sie ausrauben.

Fazit

„Die Tränen der Götter“ ist ein gelungenes und anspruchsvolles Brettspiel. Mit viel Liebe zum Detail haben die beiden Autoren dieses Spiel entwickelt. Auf Grund der vielfältigen Möglichkeiten bietet es auch sehr viel Spieltiefe. Das Spiel ist daher auch kein Massenprodukt, dies merkt man auch daran, dass Ihnen nicht nur ein Holzklotz als Schiff zur Verfügung steht, sondern ein aus Holz und Papier gebautes Schiff, was wirklich zum Spiel passt. Dieses Spiel können wir daher nur empfehlen.

Link: www.spielteufel-stuttgart.de/

Angaben

  • Verlag: Spielteufel GmbH
  • Autoren: Marion und Andreas Dettelbach
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Dauer: 100 Minuten
  • Spieler: 3 bis 4 Spieler
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)
  • Spieleinteilung: Vielspieler, Gelegenheitsspieler
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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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