Miss Lupun … und das Geheimnis der Zahlen

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Angefangen hat alles ganz anders, als man denkt: Mit einer Idee am Klavier. Die Grundidee von Miss Lupun war ursprünglich in der Welt der Musik als Rätselspiel verortet. Erst später kam der Einfall, es in die mathematischen Gefilde zu überführen. „Gott sei Dank“ möchte man fast sagen, denn auf diesem Wege wurde das Spiel für eine breite Masse nutzbar. Auch wir kamen in den Genuss des Spielhits aus Süddeutschland…

„Miss Lupun“ ist eine Namenskombination aus „Plus“ und „Minus“ – wesentlich mehr muss man an mathematischen Rechenoperationen auch gar nicht beherrschen, um als Sieger aus dem Spiel hervorzugehen. Ziel ist es, ähnlich wie bei Sodoku, durch das Legen von Zahlen auf einem Gitternetz bestimmte Aufgaben zu lösen. Je schwieriger die Aufgabe und je mehr Aufgaben gelöst worden sind, desto mehr Punkte gibt es.

Die Aufgaben können verhältnismäßig einfach sein, beispielsweise dass man in einer Reihe eine bestimmte Anzahl an ungeraden bzw. geraden Zahlen legen soll. Schwierig wird es erst dadurch, dass die Mitspieler auch bestimmte Aufgaben zu lösen haben. Da alle auf dem gleichen Spielfeld operieren, kommt man sich früher oder später ins Gehege, es gilt also, aufmerksam zu sein und taktisch vorzugehen. Einerseits sollte versucht werden, so viele Aufgaben wie möglich erfolgreich abzuschließen, andererseits der Gegner nicht aus den Augen verloren werden, da er jederzeit die eigenen Unternehmungen (ob er will oder nicht) sabotieren kann.

Strategie, Kombinatorik und taktisches Zahlengeschick – wer nichts davon vorweisen kann, der wird bei Miss Lupun kaum als Sieger hervorgehen können. Das Spiel ist etwas für Überlegende, Denker und Taktiker: Man muss nicht nur sein eigenes Handeln überdenken, sondern auch das Vorgehen der Gegner beobachten, um einerseits adäquat (im Hinblick auf die eigenen Aufgaben) reagieren zu können und diesen (bestenfalls) in seinem Vorhaben zu sabotieren.

Zu Beginn waren wir (in unserer Spielrunde) noch etwas skeptisch, aber schon nach wenigen Minuten konnte uns „Miss Lupun“ restlos von sich überzeugen. Das Spielprinzip ist genial wie einfach, was dafür sorgt, dass Jung wie Alt voll auf ihre Kosten kommen können. Ausgelegt ist das Matherätsel für 2 bis 6 Personen, je mehr teilnehmen, desto komplexer (und spannender) wird es. Im Grunde ist das auch einer der Punkte des Spiels, der uns am meisten verblüfft hat: Nämlich, dass ein derart einfaches Spielprinzip allein durch die Anzahl und das Können der Spieler eine solche Tiefe gewinnen kann. Hinzu kommt, dass dem Spieler kein riesiges Zeitkontingent abverlangt wird – die Spieldauer (je nach Zahl der vereinbarten Durchgänge) kann sich auf 30-45 Minuten beschränken und wird dadurch auch für eher langweilige Bahnreisen interessant.

Fazit
„Miss Lupun“ konnte uns restlos überzeugen. Das Spiel besticht durch ein einfaches Spieldesign und exzellente Spieltiefe. Im Grunde kann man nur den sprichwörtlichen Hut vor dieser Leistung ziehen: Die Spielidee ist einfach genial!

„Miss Lupun“ ist bei Winning Moves erschienen und im Handel ab ~18€ erhältlich. Spielbar ist es ab 8 Jahren, wobei wir eher empfehlen würden – je nach Alter und Können der Mitspieler (bis zu 6 Personen) – die Altersgrenze etwas nach oben auf 9-10 Jahre zu korrigieren.

Weitere Informationen

  • Titel: Miss Lupun … und das Geheimnis der Zahlen
  • Kategorie: Brettspiele
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Über den Autor

Redakteur für Computerspiele und DVDs. Seit über zwei Jahren werden vor allem Computerspiele von mir auf Herz und Nieren getestet.

3 Kommentare

  1. Brigitte Kleiner am

    dem von Herrn Ziegler geschriebenen Kommentar ist nichts hinzuzufügen.
    Dass ein so einfaches Spielprinzip so genial sein kann, ist eigentlich unglaublich.
    Danke

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