Safranito

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Safranito ist ein Spiel rund um das Thema Gewürze, wobei Kochkünste nicht notwendig sind aber Geschick. Schon seit dem Mittelalter spielen die Gewürze eine wichtige Rolle. Für sie wurden Kriege durchgeführt und ganze Flotten haben sich auf die Reise begeben, um sie zu erlangen, denn sie waren zum Teil kostbarer als Gold. Gewürze wurden nicht nur zur Bereicherung in der Küche benötigt, nein sie galten schon seit dem 12. Jahrhundert als wertvolle Medizin. Gewürze wie Muskatnuss oder Gewürznelken galten als Statussymbole.

Marco Teubner hat sich von diesem Thema inspirieren lassen und führt den Spieler auf den Markt von Mumbai, dem früheren Bombay. Wie immer sind die Gewürzpreise ins Unermessliche gestiegen, so dass nur noch der Schwarzmarkt übrig bleibt. Mit Rajive kann man handeln, wenn man sich auf sein Spiel einlässt. Dabei kann man alles verlieren oder gewinnen. Das Ziel des Spiels besteht darin, mit den Gewürzen drei Gerichte herzustellen. Aber aufgepasst, die Gegenspieler schießen einen schnell ab, so dass man zum Schluss auch leer dastehen kann. Dazu muss man bei dem Händler das passende Gebot abgeben.

Auf dem Spielfeld wurden Schalen mit unterschiedlichen Gewürzen, die zum Thema Indien passend sind, abgebildet. Außerdem gibt es auch noch entsprechende Sonderfelder, auf die hier noch eingegangen wird.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler ein Startgeld, nur aufgepasst, man kann nicht unendlich einkaufen, nein irgendwann kommt der Punkt, wo man durch Verkäufe auch wieder Geld in die Kasse bringen muss.

Die Spielkarten
Im Spiel befinden sich Gerichte, wonach entsprechend der Spielanleitung bis maximal drei Karten aufgedeckt werden. Sobald ein Spieler eines der ausliegenden Gerichte kochen kann, deckt er hierzu die passenden Gewürzkarten auf. Und ein neues Gericht wird aufgedeckt. Im Spiel befinden sich noch 54 Gewürzkarten, die je nach Spieleranzahl in einer bestimmten Anzahl ausgelegt werden. Man kann nicht wahllos ein Gewürz erhalten, nein die passende Karte hierzu muss auch ausliegen. Und umsonst ist dies leider nicht, der Betrag wird danach bestimmt, wie hoch der Wert des eigenen Spielchips ist, der auf dem Gewürzfeld liegt.

Der Spielablauf

  • Chip werfen
  • Aktion ausführen
  • Gewürze kaufen oder verkaufen
  • Gericht zu bereiten

Auf Grund des höheren Spielrandes können die Chips, die man gekonnt auf das Spielfeld schnipsen muss, nicht über das Spielfeld hinaus gleiten. Dabei muss die Hand beim Werfen außerhalb des Spielfeldrandes sein.

Da die Spielchips unterschiedliche Werte besitzen und der höchste Wert als erstes ein Gewürz kaufen kann, muss man schon überlegen, was man wirft, denn der Wert bestimmt auch das, was man selber zahlen muss, wenn man das Recht hat, das Gewürz zu erstehen.

Dabei stehen den Spielern natürlich nicht unbegrenzt die Chips zur Verfügung und da ist noch das Problem der Gegenspieler, die einen auch wieder geschickt aus dem Gewürzfeld schießen können. Die Sonderfelder bringen dann auch noch ein wenig Schwung ins Spiel, denn so kann man über das Feld „Chefkoch“ schnell zum Startspieler werden, dieser darf immer als erstes das Gericht zu bereiten und dies hat schon Vorteile. Oder man kann auch einen Extrawurf erspielen.

Fazit

Kochen kann so viel Spaß machen, vor allem dann wenn man keinen Schmutz in der Küche hinterlässt. Das Spiel von Marco Teubner besticht durch die einfachen Regeln, die man schnell versteht. Dazu trägt auch die Spielanleitung bei, die verständlich geschrieben wurde und die entsprechenden markanten Spielzüge wurden auch noch grafisch dargestellt. Das aktive Tun, indem man nicht würfelt sondern durch seine Geschicke das Spiel entscheiden kann, macht das Spiel auch noch interessanter.

Und zum Schluss muss man sagen, dass das Spiel mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Und vielleicht verbinden Sie dies einmal mit einem original indischen Gericht, wie Hühnchen mit Curry.

  • Autor: Marco Teubner
  • Verlag: Zoch

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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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Bewertung: 4.0 von 5 (insgesamt 10 Bewertungen)

1 Kommentar

  1. leider ist die Anleitung zu kompliziert für Kinder und beim langen grübeln wie es denn nun geht vergeht einem die Lust zu spielen…

    Aber wenn man dann mal raus hat finde ich das Spiel eine wirklich tolle Sache

    lg.caro

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