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Valdora

veröffentlicht in: Brettspiele
am 12.09.2010

Michael Schacht ist seit 1999 als Spielentwickler tätig. 2007 wurde sein Spiel Zooloretto als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Aber auch andere Spiele von Herrn Schacht wurden schon auf die Nominierungsliste der Jury Spiel des Jahres gesetzt und das ist auch schon eine Auszeichnung. Die Strategiespiele sind wohl dabei Herrn Schachts Leidenschaft. Diese richten sich vor allen Dingen an Gelegenheitsspieler, da seine Regeln relativ schnell erlernbar sind.

Valdora versetzt Sie in ein Reich, in dem sprichwörtlich der Reichtum auf der Straße liegt. In den Silberminen erhält man sofort das Silber. Gold und Edelsteine liegen auf den Straßen verteilt. Und in den Städten erhalten Sie die Aufträge bzw. auch die notwendige Ausrüstung. Aber so einfach ist es doch nicht.

In Valdora wollen Sie Ihr Ansehen steigern und wer zum Schluss die meisten Siegpunkte erhalten hat, gewinnt das Spiel.

Das Spiel
Das Spiel besticht durch das zahlreiche Spielmaterial. Sie erhalten zu Beginn des Spieles eine Abenteuerkarte und eine Ausrüstungsgegenstandskarte in Ihrer Farbe. Dazu gibt es noch den passenden Spielstein. Jeder Spieler erhält zu Beginn des Spieles eine festgelegte Anzahl an Silberstücken. Auf dem Spielplan sind vier Städte abgebildet, auf denen jeweils ein Holzständer in Form eines Buches abgelegt wird. Auf diesen werden entsprechend der Spielanleitung die Auftrags- oder Ausrüstungskarten abgelegt. Diese müssen Sie im Laufe des Spieles erwerben, indem Sie dafür Gold bzw. Silber bezahlen.

Auf den Ausrüstungsgegenständen werden die Edelsteine abgelegt. Sie dürfen aber nur von jeder Sorte eine besitzen. Bei den Auftragskarten dürfen Sie jeweils nur drei Karten ausgelegt haben.

Wenn Sie die abgebildete Aufgabe erfüllt haben, hierzu müssen Sie zu dem entsprechenden Symbol ziehen, bekommen Sie eine Handwerkskarte. Wenn Sie eine bestimmte Anzahl von Handwerkerkarten zusammen haben, können Sie eine Werkstatt errichten. Das ist in dem Fall sehr günstig, bei jedem weiteren Erwerb eines Handwerkers in dieser Farbe erhalten Sie 10 Bonuspunkte.

Nun werden alle „Edelsteine“ im Stoffbeutel gemischt. Anschließend werden jeweils sechs Steine auf dem gekennzeichneten Straßenfeld abgelegt. Nach den Vorbereitungen kann es schon losgehen. Was sofort auffällt, sind die verständlich geschriebenen Regeln.

Der eigentliche Spielverlauf besteht aus zwei Abläufen, dem Bewegen und dem Durchführen einer Aktion. Der Spieler kann seine Figur in beliebiger Richtung bewegen und auch beliebig weite Felder weiter ziehen, nur dürfen Sie nicht auf das Ursprungsfeld setzen, von dem aus Sie gestartet sind. Gelangen Sie beim Ziehen durch eine Stadt, müssen Sie einen Proviant abgegeben. Wenn die Stadt Ihr Zielort ist, brauchen Sie keinen Proviant. Treffen Sie beim Setzen auf einen Gegenspieler, müssen Sie diesem ein Silberstück abgeben.

In der Stadt können Sie Aufträge bzw. Ausrüstungen erwerben. Auf den Ausrüstungsgegenständen wurden ein oder auch mehrere Edelsteine abgebildet. Wenn Sie über die Straßen ziehen, können Sie diese dort sprichwörtlich auflesen und auf Ihrer Karte ablegen. Durch die Erfüllung der Aufträge erhalten Sie Siegpunkte. In der Stadt können Sie auch in den Karten blättern, dabei ist das Umschlagen der ersten Seite kostenlos und jede weitere kostet entweder Gold oder Silber.

Fazit

Valdora besticht durch seine einfachen Regeln. Dabei muss man sehr aufpassen, dass man rechtzeitig Handwerker durch das Erfüllen von Aufträgen bekommt, denn diese Karten sind nur begrenzt vorhanden.

Das Spielfeld und die Spielkarten wurden grafisch hervorragend gestaltet. Und das reichliche Material rundet das Ganze ab. Wenn das Spiel noch einmal nachgedruckt wird, sollte man auf den Handwerkskarten das entsprechende Wappen aufbringen. Dies ist nur für die Orientierung günstig. Der Spielreiz wird ab vier Spielern erst richtig erfüllt. Zwar ist es auch zu dritt spielbar aber mit mehreren macht es mehr Spaß, da hier die Nutzung des Hafen eine größere Rolle spielt. Alles in allem gelungen und wirklich einen Tipp wert.

Angaben

  • Verlag: Abacus Spiele
  • Autor: Michael Schacht
  • Grafiker: Franz Vohwinkel
  • Spieler: 3 bis 5
  • Dauer: ca. 60 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahre
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler
Autor:
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Bewertung: 3.5 von 5 (insgesamt 2 Bewertungen)
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Kommentare
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Sascha sagt: 8. Juli 2012 um 11:34

hat zwar schlechte Kritiken, ich findes es aber totzdem toll. Spannend bis zum Schluss. Ich finde es toll und spiele es wirklich gern jedoch mindestens 4 Personen, besser 5.

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