Village

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Bei dem neuen Spiel aus dem Hause Eggertspiele, welche von Pegasus vertrieben werden, musste man erst einmal überlegen, so ging es mir jedenfalls, wo der Begriff Village herkommt.

Egal ob aus dem Englischen oder Französischen, es bedeutet schlichtweg „Dorf“. In dem Spiel leben Sie in einem Dorf und versuchen natürlich, einen Eindruck zu hinterlassen. Also nicht mit Negativem auffallen, sondern indem Sie bestimmte Gewerke ausüben oder im Ratssaal sich engagieren. Denn wenn man nichts macht, fällt man nicht auf und wird, wenn das Leben mal vorbei ist, hinter der Kirche anonym begraben. Diejenigen, die die Familie zu Ruhm und Ehre geführt haben, werden positiv in der Chronik erwähnt. Und das bringt nachher auch entsprechende Punkte.

Auf dem Spielplan, der grafisch hervorragend gestaltet wurde, ist das Dorf abgebildet. In den entsprechenden Bereichen werden dann die Aktionen durchgeführt. Nachdem das Spielmaterial, was sehr reichlich ist, vorbereitet wurde, kann es schon fast losgehen. Das Spiel läuft über mehrere Runden. Aktionen, wie zum Beispiel das Anfertigen eines Pfluges, kosten Lebenspunkte. Wie viel, das steht überall drauf, so dass man nicht immer nachschlagen muss. So werden diese Lebenspunkte gesetzt.

Und nach einem entsprechenden Zeitraum verstirbt die Figur, so dass man aufpassen muss, dass der Nachwuchs da ist, denn es sterben wie im wahren Leben die älteren Familienmitglieder. Vor jeder Runde werden die Einflusssteine auf die entsprechenden Aktionsfelder abgelegt, die natürlich gezogen werden. Die Steine sind unterschiedlich farblich gestaltet und bedeuten Können, Überzeugungskraft oder gar die Pest. Diese Einflusssteine benötigt man aber wieder, um bestimmte Aktionen auszuüben.

Wenn man an der Reihe ist, muss der jeweilige Spieler einen Einfluss- oder Peststein von einem der Aktionsfelder nehmen. Den Einflussstein legt man dann auf seinem Hof ab. Hat man einen Peststein gezogen, werden zwei Lebenspunkte abgezogen.

Das Spiel bietet gerade Taktikern viele Möglichkeiten. Man kann sich im Handwerk beweisen oder gar auf Wanderschaft gehen. Man kann natürlich auch in der Kirche oder im Ratssaal seine Karriere machen. Natürlich kann man auch beim Markttag zu Punkten kommen, in aller Regel muss man zuvor ein Produkt im Handwerk hergestellt haben.

Fazit
Das Spielprinzip, welches hier die beiden erfolgreichen Autoren Inka Brand und Markus Brand abgeliefert haben, ist schlichtweg genial. Das ganze Spiel ist ausgeglichen und dem Spieler stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, das Spiel zu gewinnen, denn man kann sich überall spezialisieren und das bringt schließlich satte Punkte. Natürlich werden einige aufschrecken, dass die Spielfigur im Spiel stirbt und entweder hinter der Kirche in einem namenlosen Grab beerdigt wird oder man hat Spuren in seinem Leben hinterlassen und die Menschen erinnern sich an einen, so dass man in einer Dorfchronik erwähnt wird.

Kurios ist natürlich, dass man schauen muss, wo man so die erste Generation einsetzt, schließlich stirbt die als erstes. Und da ist das Gewerbe das Beste, denn im Ratssaal oder in der Kirche will man aufsteigen, so dass man dem Nachwuchs hier Platz macht.

Das Spielfeld wurde hervorragend gestaltet und lädt einfach mal dazu ein, auf Entdeckung zu gehen, der auch für das Spiel selbsterklärend ist. Und da ist auch noch die Spielanleitung, die auch Gelegenheitsspieler den Einstieg in das Spiel ermöglichen, denn es ist alles sehr gut und verständlich beschrieben. Village ist ein hervorragendes Spiel, welches unbedingt in jede Spielesammlung gehören sollte.

  • Autoren: Inka Brand und Markus Brand
  • Verlag: eggertspiele (Vertrieb über Pegasus Spiele)
  • Bildquelle: eggert spiele

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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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