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Bus-Simulator 2012

veröffentlicht in: Computerspiele
am 27.03.2012

Es gibt sie noch, die Busfahrer aus Leidenschaft! Vor allem Berufskraftfahrer zählen zu den Fans der Zug-, Bus- und LKW-Simulatoren. Fernab der Hektik des Joballtages und dem Stress durch die Praxiszwänge kann man sich hier noch der heilen Welt des eigenen Berufs hingeben. Die Realitätsnähe auf der einen Seite, das Ausblenden der Schattenseiten (Überstunden, nörgelnde Kunden etc.) auf der anderen, sind die zwei zentralen Pluspunkte, von denen derartige Simulatoren profitieren. Ob der “Bus-Simulator 2012″ dem gerecht werden kann?

Der Spieler schlüpft in dieser Simulation in die Rolle eines Busfahrers. Was erst einmal ziemlich dröge und sehr profan klingt, entpuppt sich relativ schnell als sehr kleinteiliges und realitätsnahes Spiel mit enormer Praxisnähe. Der Anwender fährt hier nicht “nur” von A nach B, sondern muss die zahlreichen Funktionen seines Arbeitsgerätes kennen und im Auge behalten. Angefangen vom Rampenwunsch bis hin zum Achten auf Lenkzeiten ist fast alles vorhanden, was im Berufsalltag auch vorkommt.

Dieses Einbeziehen von Details ist der größte Vor- wie Nachteil des Simulators. Der Reiz des Programmes geht von den zahlreichen technischen/ sozialen/ ökonomischen Kleinigkeiten aus, die den Berufsalltag ausmachen und in diesen Simulator eingeflossen sind. Ein Neuling muss diese Flut an Informationen erst einmal bewältigen und händeln lernen, bevor er sich dem Spielspaß hingegeben kann – sofern er nicht nach den ersten 15 Minuten kapituliert. Insbesondere für Liebhaber einer sehr kleinteiligen Simulation ist das Programm ein echter Gewinn.

Zwar gibt es die einen oder anderen Kritikpunkte (das teilweise etwas wirre Verhalten potenzieller Fahrgäste und einige unrealistische Soundeffekte), welche man noch ausbügeln könnte, – im Großen und Ganzen ist der “Bus-Simulator 2012″ den hohen Anforderungen dieser Vollprofi-Zielgruppe jedoch gerecht geworden. Anfängern würden wir jedoch zur Vorsicht raten, die zu bewältigenden Arbeitsabläufe, bevor es “zur Sache geht”, bergen enormes Frustrationspotenzial.

Ein weiterer Kritikpunkt – mal unabhängig vom Schwierigkeitsgrad der Simulation – sind die recht hohen Systemanforderungen. Selbst neuere PCs werden unter Umständen nicht in der Lage sein, die bestmöglichen Grafikeinstellungen ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern. Für einen Simulator sind derartige Ansprüche zuerst einmal sehr ungewöhnlich, vor allem Gelegenheitsspielern kommt das nicht besonders entgegen. Zwar lassen sich Anpassungen vornehmen, sodass störungsfreies, flüssiges Spielen möglich ist – nur dann muss man auch auf die “High-End-Grafik” verzichten.

Um die wesentlichen Punkte zusammenzufassen: Das Spiel eignet sich vor allem für technikbegeisterte Simulator-Profis, für Laien kann die Anwendung zu einer echten Geduldsprobe werden. Für Einsteiger sind gerade die vielen Details ein Problem, für die Experten dürften diese den wesentlichen Reiz des Spiels ausmachen. Ärgerlich – und das für beide Gruppen – sind die hohen Systemanforderungen.

Erschienen ist das Spiel bei astragon, im Handel ist der “Bus-Simulator 2012″ für knapp 18€ erhältlich.

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