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Deponia

veröffentlicht in: Computerspiele
am 12.02.2012

Abgefahren, schräg, schwarzer Humor und liebevoll handgezeichnete Figuren, das sind die Markenzeichen von Daedalic, die wahrscheinlich zur Zeit besten Entwickler von Abenteuerspielen. Das haben sie bereits mit den Spielen „Whispered World“ oder „Harveys Neue Augen“ bewiesen und untermauern dies mit dem vorliegenden Spiel. Rufus träumt davon, endlich mal dort zu leben, wo man leben kann und er möchte dabei den ganzen Müll hinter sich lassen. Und so möchte er am liebsten Kuvaq, sein Dorf, so schnell wie möglich verlassen. Denn Kuvaq ist ein Dorf auf und aus einer Mülldeponie.

Der Koffer ist schnell gepackt. Nur muss er im Haus noch einige Dinge suchen. Aber wie kann man eine lebendig gewordene Zahnbürste einfangen. Das Glas mit dem Altöl kippt man einfach weg und sucht auf dem Sessel die Krümel zusammen.

Nur das alleine reicht nicht aus. Hinter der Lucke, die man mit einem Pöppel öffnet, befindet sich eine Mausfalle. Krümel und Mausefalle kombiniert ergibt eine hervorragende Falle für die Zahnbürste, schließlich will man ja gepflegt sein, wenn man verreist.

Auch ein Paar Socken sollten im Koffer nicht fehlen, doch leider sind im Haus nur verschiedenfarbige zu finden. Auch hier muss der Spieler es mit einiger Kombinationsgabe schaffen, dass aus gelbem und blauem ein grüner Socken wird, der dann zum anderen grünen passt.

Nun, da Rufus irgendwie zwei linke Hände hat, misslingt Rufus Fluchtversuch, weil er halt vergessen hat, ein paar Schrauben reinzudrehen. Da dies gewaltig in die Hose gegangen ist, landet Rufus auf dem Organon-Kreuzer, der zwischen dem Müllplatz und dem Ort seiner Träume, Elysium schwebt.

Hier trifft unser sympathischer Antiheld auf Goal, dem Mädchen seiner Träume, die leider bei seiner Flucht in die Tiefe stürzt und zwar dorthin, von wo Rufus geflohen ist. Naja, so einen Sturz kann man schon im Spiel überleben, nur ist die junge Maid ins Koma gefallen. Ein Kuss, wie man es im Märchen macht, geht nicht, also muss sich Rufus einiges einfallen lassen. Schließlich hat er extra den Organon-Kreuzer wieder verlassen, um der Frau seiner Träume zu helfen.

Deponia bedeutet Spaß ohne Ende, knackige Rätsel und freche Dialoge. Vor allem merkt man, dass die Sprecher Profis sind, denn es ist nicht irgendwie aufgenommen, da steckt viel Arbeit drin. Dies trifft auf alle Figuren zu, auch solche, die nur kurz auftauchen. Weiterhin jagt bei dem Spiel ein Gag den anderen. Bei dem Lösen der Aufgaben muss man ganz schön um die Ecke denken und viel probieren, denn einige der Lösungen sind auf den ersten Blick nicht klar.

Aber sie sind lösbar. Deponia beweist, dass gute alte Point-and-Click-Adventure nicht ausgestorben sind und daher ist das Spiel ein „muss“ für alle Fans dieses Genres.

Kaum ist Deponia erschienen, wurde bekannt, dass die Fortsetzung des Spiels aus dem Hause Daedalic für September 2012 geplant ist und setzt genau da an, wo der erste Teil aufgehört hat.

  • Publisher Daedalic
  • Vertrieb EuroVideo
  • System PC (DVD-ROM)
  • USK ab 6
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