Fiese Freunde 2: Letzte Party in Paris

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Es war einmal eine ruhige, schön gelegene Gegend. Da begab es sich, dass eine neue Nachbarin in das Haus nebenan einzog. Die Nachbarin war wunderschön, aber leider auch furchtbar rücksichtslos. Nun lag es an dem Spieler, die Untaten zu rächen und dieser Wohngegend den Frieden wiederzubringen.

So wird es gespielt
Der Spieler übernimmt die Kontrolle über einen der Nachbarn des TV-Sternchens Paris. Diese belästigt ihre Umgebung mit lauten Partys und einer ganzen Menge Unrat – mit anderen Worten: Sie hat eine ordentliche Abreibung verdient! Um ihr gehörig einzuheizen, verschafft sich die Spielfigur Zugang zum Haus, ab diesem Zeitpunkt ist der Spieler am Zug. Es gilt, mit den verschiedenen Gerätschaften vor Ort viele kleine Fallen zu bauen, die der lieben Paris das verwöhnte Partyleben zur Hölle macht.

Selbstverständlich ist das nicht ganz so einfach, wie es sich im ersten Moment anhört. Zum einen muss man sich zuerst einmal die benötigten Gegenstände beschaffen und dann auch noch die Gelegenheit entsprechend nutzen, diese zu präsentieren. Dabei darf man unter gar keinen Umständen von Paris erwischt werden! Je besser die Fallen arrangiert worden sind, desto höher die Punktzahl. Im Optimalfall stolpert Paris von Falle zu Falle und der Spieler kann ordentlich Punkte sammeln.

Und so hat es sich gespielt…
Das Spielprinzip ist weder neu, noch sonderlich innovativ. Der Spieler rennt durchs Haus, beobachtet Paris, sammelt Gegenstände ein und positioniert die Fallen in möglichst durchdachter Reihenfolge. Ziemlich fade, könnte man zumindest meinen. Wir waren jedoch angenehm überrascht, denn langweilig wurde uns nie. Zum einen ist der Schwierigkeitsgrad optimal austariert, zum anderen ist es nicht mit dem einfachen Fallenpositionieren getan.

Der Spieler muss sich ordentlich anstrengen und Paris “Gedanken” im Auge behalten, vor allem aber auch ein taktisches Geschick an den Tag legen. Um Paris innerhalb einer kurzen Zeit in mehrere Fallen laufen zu lassen (um mehr Punkte einzuheimsen), bedarf es schon einiger Überlegungen und einer gewissen Strategie. Spielidee und Umsetzung sind bei uns jedenfalls sehr gut angekommen, besonders die feinsinnigen Seitenhiebe auf Zeitgenossen in Film und Fernsehen wussten zu überzeugen!

Ein kleiner Wehmutstropfen ist die noch ausbaufähige Grafik, aber auch Sound und Hintergrundgeräusche sind nicht in der Qualität, wie sie sein könnten. Zwar ist die Liebe zum Detail deutlich sichtbar und auch die Figuren sind durchaus knuffig, aber brillant ist das Ganze noch nicht. Um jedoch an dieser Stelle für das Spiel eine Lanze zu brechen: Im Hinblick auf die Konkurrenz im Preissegment wird hier eine ansprechende Qualität durchaus geboten. Hinzu kommt, dass die Systemanforderungen sehr moderat sind und dadurch auch ältere Rechner kein Problem mit der Software haben werden.

Fazit
Das Spiel hat uns sehr gut gefallen, es ist für einen Quickie ebenso geeignet wie für ein abendfüllendes Stelldichein. Freigegeben ist es zwar ab 6 Jahre, spielbar wohl aber erst ab einem Alter von ca. 10-12. Der Investition von ca. 17€ geht vollkommen in Ordnung, aus unserer Sicht wird dem Käufer ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten.

Das Spiel ist im Handel erhältlich und wurde veröffentlicht von UIG Entertainment.

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Über den Autor

Redakteur für Computerspiele und DVDs. Seit über zwei Jahren werden vor allem Computerspiele von mir auf Herz und Nieren getestet.

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