Lionheart: Kings’ Crusade

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Es ist immer wieder ärgerlich für den Käufer, man freut sich auf ein Spiel, installiert es und dann nichts. Obwohl neueste Technik, Windows Sieben und als guter Spieler hat man auch alle aktuellen Treiber auf dem PC. Die Frage steht im Raum, warum tun sich das Publisher und Entwickler an. Klar, jeder Tag, den ein Spiel nicht auf dem Markt ist, kostet Geld. Nur wenn man Kunden verärgert, kaufen die im Anschluss auch kein Spiel mehr von diesem Hersteller. Wobei dies nicht nur ein Problem von Paradox Interactive ist, sondern von einigen anderen auch, denn schon kurz nach dem Erscheinen eines Spiels werden diverse Downloads angeboten, um Probleme zu beseitigen.

So haben wir halt diverse PC ausprobiert, um das Spiel zu Laufen zu bringen. Das Spiel führt den Spieler in die Zeit der Kreuzkriege. Dabei kann man sich entscheiden, ob man auf der Seite von Löwenherz oder auf der Seite von Saladin kämpfen möchte. Auf der Seite der Kreuzritter geht es ans Belagern, so wartet Akkon darauf, eingenommen zu werden. Zeitlich gesehen sind dies die dritten Kreuzzüge, die von 1189 bis 1192 dauerten. Die Kämpfe finden dabei im Echtzeitmodus statt. Als guter Kreuzritter sammelt man dabei auch Reliquien ein. Im Laufe des Spiels werden dann weitere Inhalte freigeschalten. Aber allein sind diese Kämpfe nicht zu meistern, so dass man Fraktionen bilden muss. Das ganze System spielt sich ähnlich wie Total War.

Nun braucht der geübte Spieler keine Angst zu haben, dass man Akkon jahrelang vor dem PC belagern muss, denn ein paar gezielte Schüsse reichen aus und die Mauer stürzt ein. Dann macht man es wie in der Geschichte, alles was nicht zu den Anhängern der Kreuzritter zählt, wird getötet. Und schon geht es zur nächsten Burg. Und dann erwartet den Spieler Jerusalem, was ja geschichtlich nicht in Ordnung ist, denn hier gab es ja schon die Friedensverhandlungen, denn zu Hause in England hatte sein Bruder sich etwas aufmüpfig verhalten.

Das ganze Spiel erinnert an die Total War Reihe, wobei diese qualitativ besser ist. Grafisch gesehen sehen viele der Handlungsorte immer irgendwie identisch aus. Außerdem wirken die Gebäude etwas detailarm. Weiterhin gibt es auch keine Filmsequenzen, mit dessen Hilfe die Geschichte erzählt wird.

Auch ist die Kameraführung manchmal etwas unübersichtlich, da man die Truppen am Randstandort kaum wahrnimmt. Die Infos gibt es halt nur in einer Art Menü, man hätte hier den Spielern ruhig mehr anbieten können.

Währenddessen stürzt das Spiel ab und zu sogar mal ab. Mittlerweile sind alle Fehler behoben, so dass auch Windows Sieben Nutzer in den Genuss des Spiels kommen. Im Endergebnis, wenn man Schulnoten verteilen würde, hätte das Spiel ein Befriedigend bekommen.

  • Publisher (Entwickler)  Koch Media (Paradox Interactive)
  • System  PC (DVD-ROM)
  • USK  ab 12 Jahre
  • Empfohlener VK  39,99 €

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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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