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Polizei

veröffentlicht in: Computerspiele
am 01.07.2011

Die realistische Simulation des deutschen Polizeialltags
Simulationen gibt es wie Sand am Meer und werden erstaunlich viel gespielt, sogar von der Personengruppe, die das Spiel darstellt. Die Kurzbeschreibung, dass das Spiel den Spieler in die reale Welt der Polizei einführt, klingt verlockend, trifft aber in diesem Fall wohl nicht ganz zu. Aber dazu später noch mehr, auch wenn die Aufgaben, die der Spieler zu bewältigen hat, dem Alltag sehr nahe kommen. So werden Personenkontrollen, Streifenfahrten oder Unfallaufnahmen durchgeführt.

Die Steuerung erfolgt über die Tastatur, was ich persönlich bei der Fahrt mit dem Streifenfahrzeug für ungünstig halte. Dies ist aber reine Geschmacksache bzw. hängt vom Geschick des Spielers ab.

Was gelungen ist, ist, dass man die Kamera frei drehen kann, so dass man immer den richtigen Blickwinkel hat. Der Spieler entscheidet sich zu Beginn des Spiels für die Rolle, männlicher oder weiblicher Polizist. Diese besitzen aber keinen Dienstgrad.

Die Aktionen werden per Mausbefehl gegeben. Die Personen- oder Fahrzeugüberprüfung wird mittels PDA durchgeführt. Dies hat aber nichts mit der realistischen Welt zu tun, denn nur im amerikanischen Raum können die Streifenbeamten mittels Computer im Fahrzeug diese Daten überprüfen. In Deutschland erfolgt die Überprüfung von Daten per Funk und man erhält vom Lagezentrum die entsprechenden Ergebnisse zu Person oder Fahrzeug. Weiterhin kann man bei einer Festnahme keine Verstärkung, zwecks Absicherung oder Unterstützung, anfordern.

 

Der KI wird nur gerufen, wenn die entsprechende Person abtransportiert werden muss. Auch ein Unfallort wird nicht abgesichert. Weiterhin ist es eigentlich üblich, dass Polizeibeamte, wenn sie u.a. die Aufgabe haben, widerrechtlich parkende Autos abzuschleppen, ein entsprechendes Beweisfoto zu machen, dies fehlt ebenfalls gänzlich.

Gut, man muss schon mal einen flüchtigen Täter aufspüren, dort ist die Übersichtskarte sehr hilfreich, man muss aber hierzu erst auf den Einsatzbefehl, hier als Notruf deklariert, klicken, denn normalerweise erhalten die Beamten den Befehl von der Einsatzleitzentrale.

Und man kann dann einfach „Blaulicht“ anmachen und losdüsen. Dies ist aber in der Realität doch ein wenig anders, denn die Polizei fährt nicht mit Blaulicht, um Fahrzeuge abzuschleppen. Was geahndet wird, ist, wenn man einen unschuldigen Passanten umfährt. Und wenn man gegen eine Laterne oder ein anderes Fahrzeug fährt, passiert nichts. Man hat sprichwörtlich keinen Schaden an seinem Fahrzeug.

Was ebenfalls gänzlich fehlt, sind die Sicherungen von Spuren.

Trotz dieser Kritikpunkte, spielt sich die Simulation nicht schlecht, ist aber auch nicht überragend und man könnte ein befriedigend als Note abgeben. Gerade in puncto Grafik ist diese Simulation gut geworden, mit entsprechenden Tag- und Nacheffekten. Insgesamt gibt es für jede Simulationsart entsprechende Fans, die ihren Spaß daran haben.

Vor allem werden hier Gelegenheitsspieler angesprochen, die mal kurz abschalten wollen. Was günstig ist, ist der Preis von unter 30,00 Euro.

  • Publisher Rondomedia
  • System  PC
  • USK  ab 16
  • Empfohlener VK  29,99 €
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