Traumhaftes Inselabenteuer – Rime im Test

Nehmen wir es gleich vorweg. Rime sieht traumhaft aus und versetzt uns mit wunderschönen Animationen, fantastischen Regionen und gut ausgearbeiteten Grafikeffekten ins schwelgen. Doch was sich alles unter der schönen Hülle verbirgt und ob Rime auch spielerisch zu überzeugen weiß, klären wir hier.

Rime | Bildschirmaufnahme

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Einsames Inselparadis

Kaum erwacht, finden wir uns am Strand einer einsamen Insel wieder. Um uns herum die Leere, welche nur durch das leise Wogen der Wellen unterbrochen wird. Vom vergangenen Sturm keine Spur.

Ohne Ziel bewegen wir uns durch die Landschaft. Sanfte Kamerafahrten zeigen uns den Weg. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen großen Altar. Umringt von 4 kleinen steinernen Füchsen, thront ein weiterer Fuchs und schaut in Richtung Himmel. Vier Lichtsäulen erscheinen am Horizont und weisen uns den Weg. Aus Neugier folgen wir ihnen. Neben kleineren Kletterpartien sorgen Schalterrätsel und Sammelgegenstände für etwas Abwechslung beim Ablaufen interessanter Gegenden.

Rime | Bildschirmaufnahme

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Haben wir alle vier Orte der Lichtsäulen aufgesucht, erwacht der kleine Fuchs zum Leben und weißt uns fortan den Weg. Treibende Kraft ist hierbei Neugier, denn der Sinn unserer Erkundung bleibt uns vorerst verborgen. In kleinen Zwischensequenzen erhalten wir Informationen über unsere mystische Ankunft auf der Insel, doch auch hier sind Informationen rar gesät.

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Auf den Spuren der Natur

Die Reise bleibt ein Mysterium und unser Ziel ist weiterhin unbekannt. Dabei hält uns die Umgebung immer wieder zurück. Architektur und Umwelt geben kleine Rätsel vor. Es entsteht eine stetige Suche nach dem Sinn unserer Reise. Hierbei ergänzen sich typische Mechaniken wie das Fluten von Höhlen und die Erfüllung von perspektivischen Geschicklichkeitsübungen. Selbst Mond und Sonne sind vor der Unschuld der kindlichen Erkundung nicht gefeit und werden durch geheimnisvolle Apparaturen kontrolliert.

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Doch das gefällt nicht allen Inselbewohnern. Einer der ersten Kontrahenten ist ein gigantischer Flugsaurier. Unvorsichtige Kundschafter werden schon bald von ihm ergriffen. Bei einem Fehlversuch setzt das Spiel nur wenige Sekunden zurück. Dies schwächt leider die recht flache Spannungskurve weiterhin ab. Das Gameplay legt dabei durchgehend wert auf die Erkundung der Umgebung. Einziges Interaktionsmittel bleibt unsere Stimme. Rufe und Gesang beeinflussen unsere Umgebung und können magische Effekte auf diese haben. Leider fehlt dem Ganzen der spielerische Anspruch, so dass viele Spieler die ein oder andere Actionpassage zum Aufwachen vermissen werden.

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prachtvolle Inszenierung

Wir wollen nicht allzu viel über die Reise erzählen, denn tragendes Element ist die Entdeckung der fantastischen Inselwelt. Die Grafik ist einfach und setzt einen charmanten Cell-Shading Look um. Unsere recht ruhige Reise wird durch die hervorragende orchestrale Untermalung gestützt. Die monumentalen Aussichten und geheimnisvollen Architekturen kommen hierbei noch besser zur Geltung.

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Fazit

Rime weiß durch schöne Bilder zu überzeugen. Leider missfällt die Dramaturgie in den ersten Kapitel des Spiels. Es sei verraten, dass Spannung und Emotionen gegen Ende spürbar ansteigen. Dranbleiben kann sich lohnen, doch viele Spieler werden bis dahin gelangweilt den Controller aus der Hand legen. Damit bleibt Rime eine künstlerische Erfahrung. Leider schreckt derzeit ein relativ hoher Preis von 35 Euro vorerst vom ausprobieren des 5-7 Stunden langen Abenteuers ab. Wer sich unsicher ist, sollte daher noch auf einen reduzierten Preis warten.

Rime | Bildschirmaufnahme

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Rime im Überblick

  • Entwickler-Studio: Tequila Works, Tantalus Media
  • Publisher: Greybox
  • Spielzeit: 5-7 Stunden
  • Plattform: PC (Steam), Xbox One, Playstation 4, Nintendo Switch
  • Altesempfehlungr: ab 12 Jahren (auf Empfehlung der Redaktion)
  • Spieleranzahl: Singleplayer
  • Kategorie:
    • Abenteuer
    • Erkundung
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn
  • Lektor: Friedrich Lüder

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

Rime | Bildschirmaufnahme

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Bewertung

8.0 Bewertung

Rime weiß durch schöne Bilder zu überzeugen. Leider missfällt die Dramaturgie in den ersten Kapitel des Spiels. Es sei verraten, dass Spannung und Emotionen gegen Ende spürbar ansteigen. Dranbleiben kann sich lohnen, doch viele Spieler werden bis dahin gelangweilt den Controller aus der Hand legen. Damit bleibt Rime eine künstlerische Erfahrung. Leider schreckt derzeit ein relativ hoher Preis von 35 Euro vorerst vom ausprobieren des 5-7 Stunden langen Abenteuers ab. Wer sich unsicher ist, sollte daher noch auf einen reduzierten Preis warten.

  • Grafik 10/10
  • Sound 9/10
  • Balance 6/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 7/10
  • Spielidee 7/10

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Bewertung: 4.0 von 5 (insgesamt 1 Bewertungen)

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