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Wargame

veröffentlicht in: Computerspiele
am 08.04.2012

Die Zeit des Kalten Krieges ist auf dem Höhepunkt. Nur ein Funke reicht aus, dass ein Flächenbrand entsteht und es kommt so zur Eskalation zwischen den Konfliktparteien NATO und Warschauer Pakt. Einstieg ist, dass die damalige DDR den Grenzflüchtling Weinhold ausgeliefert haben möchte, denn dieser hat auf seiner Flucht Menschen getötet. Die BRD verweigert diese Auslieferung, so dass die Truppen des Ostblocks daraufhin den Krieg eröffnen.

Den Fall Weinholt gab es tatsächlich. Er erschoss am 19.12.1975 in der Nähe von Hildburghausen, Thüringen, zwei Grenzsoldaten. Weinhold selber war bereits mehrfach vorbestraft.

Die NVA fackelte nicht lange, sie hatte sogar bereits einen Brückenkopf gebildet und versucht, in die BRD einzudringen. Das Problem, man versetzt die Truppen fast wie auf einem Schachbrett, denn trotz Landschaft und Gebäuden wirkt alles irgendwie steril und kalt. Das Gute, die Gegner sind ganz schön fordernd und man muss auch aufpassen, denn einfach nur losmarschieren und ein paar Schüsse abgeben, ist nicht. Man muss u.a. im Wald Deckung suchen oder seine Späher so heranziehen, dass sie der Gegner nicht entdeckt.

Die ganze Geschichte wird mittels Filmeinspielungen erzählt und vorangetrieben. Die Idee ist gut, man hätte diese u.a. in die Kommandozentrale mit einbauen können, denn dieser Raum wirkt nicht nur steril sondern einfach abstoßend. Da passiert nichts. Auch ist die Menüführung hier sehr unübersichtlich. Und wenn der Kampf gewonnen ist, wird man von keinem Offizier beglückwünscht, sondern bekommt nur ein Blatt, auf dem Verlust und Gewinne stehen. Die alten C&C Spiele waren da schon ganz anders.

Vom Stil wollte man die Total War Reihe wahrscheinlich kopieren, was aber leider nicht funktionierte, obwohl das Thema als Spiel hochinteressant ist. Sobald Sie eine Kampagne durchgespielt haben und in Stockholm den Friedensvertrag unterzeichnet haben, kann man dann auf der Gegenseite spielen. Beide Bündnisse greifen dabei auf die gleichen sieben Waffengattungen zurück, wie unter anderem Aufklärer, Panzer, Infanterie, usw.

Nur komisch, es gibt keine Bomber oder Jagdflugzeuge. Daher sind die technischen Dinge entsprechend ausgeglichen und so kommt es auf die Taktik an, denn Nachschub ist halt nur begrenzt vorhanden. Mit entsprechenden Sternen erfüllte Aufträge können dann für andere Truppentypen eingesetzt werden.

Das Schlachtfeld ähnelt dem, wie es der Spieler aus Ruse kennt. Wobei dieser Vergleich hinkt, denn RUSE war bei weitem attraktiver.

Fazit
Die Entwickler hatten leider zu viel versprochen und es überhaupt nicht umgesetzt. Man hat eher das Gefühl, einen Prototypen zu spielen, als ein fertiges Spiel. Man hat leider dieses nicht konsequent umgesetzt, denn die Voraussetzungen waren gut. Dann wirkt das Spiel sehr steril und auch in puncto Steuerung ist das Spiel noch verbesserungswürdig.

Insgesamt gesehen sind die Entwickler in der Mitte zum zielfertigen Spiel stehen geblieben. Daher ist es leider nur Mittelmaß.

  • Publisher dtp
  • System PC (DVD-ROM)

 

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