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7 Wonders

veröffentlicht in: Kartenspiele
am 10.07.2011

Dem Geschichtsschreiber Herodot ist es zu verdanken, dass die Weltwunder heutzutage noch bekannt sind, denn außer Ruinen ist leider nicht mehr viel übriggeblieben. Diese berühmte Liste wurde dann später vom Schriftsteller Antipatros von Sidon ergänzt in Form eines Reiseführers für den Mittelmehrraum und Vorderasiens.

Zu den Weltwundern gehören:

  • Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon
  • Der Koloss von Rhodos
  • Das Grab des Königs Mausolos II. zu Halikarnassos
  • Der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria (vorher: Stadtmauern von Babylon)
  • Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten
  • Der Tempel der Artemis in Ephesos
  • Die Zeusstatue des Phidias von Olympia

In unserer heutigen Zeit wurden noch weitere Weltwunder als die sogenannten „New 7 Wonders of the World“ bekanntgegeben:

  • Chichén Itzá, Mayaruinen auf der Halbinsel Yucatán (Mexiko)
  • Chinesische Mauer, Grenzbefestigungsanlage (Volksrepublik China)
  • Cristo Redentor, Christusstatue in Rio de Janeiro (Brasilien)
  • Kolosseum, antikes Amphitheater in Rom (Italien)
  • Machu Picchu, Inkaruinenstadt in den Anden (Peru)
  • Petra, Felsenstadt (Jordanien)
  • Taj Mahal, Grabmal (Indien) (Quelle: Wikipedia)

Dieses vorliegende Spiel, welches 2011 mit dem Spielkritikerpreis „Kennerspiel“ von der Jury Spiel des Jahres ausgezeichnet wurde, hat es in sich. Komplexe Spielregeln und ein ausgeklügeltes Spielsystem hat die Jury überzeugt. Die Spieler versuchen, ihre Zivilisation geschickt zu lenken, indem sie nicht nur ihr Weltwunder errichten, sondern durch die Errichtung von Gebäuden und den Abbau von Rohstoffen, in puncto Wissenschaft (Errichtung von Schulen und Bibliotheken) oder militärisch (Bsp. Errichtung eines Schutzwalles) ihre Zivilisation nach vorne zu bringen. Das Problem, die Karten, die man besitzt, werden nach jeder Runde weitergegeben, so dass man jedes Mal seine Strategie anpassen muss.

Wenn Sie das erste Mal 7 Wonders spielen, benutzen Sie die A-Seite der Spielfelder, auf denen je ein Weltwunder abgebildet ist, um so mit dem Spielprinzip vertraut zu werden, denn man verinnerlicht die Spielzüge erst nach der zweiten bzw. dritten Partie.

Gespielt wird mit den sogenannten Zeitalterkarten, die in drei Zeitalter unterteilt sind. Aber neben dem Abbau von Rohstoffen oder dem Errichten von Gebäuden kann man durch Abgeben einer Karte auch an Gold kommen, welches man benötigt, um Rohstoffe, die man beim Gegenspieler erhalten kann, bezahlen kann. Wobei man Gebäude, die man selber errichten kann, auch zum Teil bezahlen muss. Die entsprechenden Angaben stehen jeweils auf den Karten. Weiterhin steht auf jeder Karte, welche Rohstoffe man besitzen muss, um dieses zu errichten. Auch auf dem Spielplan steht eine Ressource, die man besitzt.

Spielablauf
Nachdem das Spielmaterial entsprechend der Spielanleitung verteilt wurde, kann das Spiel beginnen. Dabei unterteilt sich ein Spielzug wie folgt:

Der Spieler wählt eine Karte und legt diese verdeckt vor sich ab. Anschließend wird diese Karte ins Spiel gebracht, so kann man ein Gebäude errichten oder an seinem eigenen Weltwunder bauen. Zum Schluss besteht die Möglichkeit, bei knapper Kasse, die Karte auf einem separaten Stapel abzulegen und dafür drei Goldstücke zu erhalten. Im Anschluss wird der restliche Kartenstapel an den nächsten Spieler abgegeben. Im 1. und 3. Zeitalter im Uhrzeigensinn und im 2. Zeitalter gegen den Uhrzeigensinn. Nach jeder Zeitepoche erfolgt eine Auswertung in puncto militärische Stärke. Hier erhält der jeweilige Spieler Siegpunkte oder Minuspunkte. Nach der dritten Zeitepoche erfolgt die Endabrechnung. Die letzte Epoche ist natürlich die schwierigste, denn hier werden reichlich Rohstoffe benötigt, um ein Gebäude zu errichten.

Fazit
Zwar ist das Spiel glücksabhängig, man benötigt aber trotzdem ein entsprechend strategisches Geschick. Denn man muss darauf achten, dass man alle Baustellen im Blick hat. Egal ob der Bau des Weltwunders und das Errichten von Gebäuden, denn wenn man nicht in militärische Einrichtungen investiert, kann man durch die Minuspunkte wieder „auf Null“ kommen. Aber gerade durch das Abgeben der Spielkarten ist das Spiel immer im Fluss.

Die Spieldauer variiert nur ein wenig, denn da alle Spieler gleichzeitig spielen, ist das Spiel immer im Fluss.

7 Wonders Leaders
Da die Spieler immer nach neuen Ideen suchen, freuen diese sich auf jede Erweiterung, die das Spiel noch aufbohren, in dem Fall mit 7 Wonders Leaders. Hier kommen dann noch berühmte Persönlichkeiten ins Spiel. Dazu gibt es 36 neue Karten, die die Entwicklung der eigenen Stadt nach vorne bringen. Hierzu werden die neuen Gildenkarten zu den Zeitalterkarten der Stufe drei eingemischt. Außerdem erhält jeder Spieler mehr Gold. Neu ist die Anführerphase, mit dem das Spiel beginnt. Außerdem findet zu Beginn jedes Zeitalters eine neue Spielphase statt, die Rekrutierungsphase, statt.

  • Verlag: Repos Production
  • Vertrieb in Deutschland: Asmodee
  • Autor: Antoine Bauza
  • Auszeichnung: Kennerspiel des Jahres 2011

 

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