green stories

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Andrea Körsen studierte Kommunikations-design an der Kunsthochschule Muthesius in Kiel und arbeitet seither an:

  • Konzeptionen,
  • Texten und Gestaltung für Spielideen,
  • Buchprojekten und
  • kommunikativen Maßnahmen.

Die durchaus beachtenswerten Projekte wie:
Anzeigen, Flyer und Homepage für das Senioren- und Pflegeheim in Fahrdorf an der Schlei, das Spiel „Zuckerbrot und Peitsche“ , ein klassisches Pferderennspiel, die Logoentwicklung und das Corporate-Design für CareCoaching oder „Geheime Orte“, ein Konzept zur Kieler Stadterkundung zeugen von ihrer Leistungsfähigkeit und der Qualität ihrer Arbeiten, so dass sie auch mit der nachfolgend kritischen Bewertung gut umgehen kann.

Green stories gehört zu einer „Rätsel-Karten-Serie“:

  • black stories,
  • white stories,
  • pink stories,
  • blue stories

und offeriert 50 „verwunschene“ Rätsel aus abenteuerlichen Wäldern zu Themen, wie:

  • Tierspuren,
  • Naturexpeditionen,
  • Zeltlager,
  • Sommercamp,
  • Nachtwanderungen,
  • Regenwald,
  • Dschungel,
  • Zwerge,
  • Gnome,
  • Trolle,
  • gefährliche wilde Tiere und
  • fantastischen Naturphänomene.

Green Stories ist für 1 bis 6 Spieler im Alter von 8 bis 100 Jahren. Die leicht verständliche Anleitung ist der Packung beigefügt. Jede Karte green stories präsentiert eine kleine Geschichte, die jeweils mit einer Frage endet. Die Geschichten sind zwar amüsant, die Rätsel und deren Lösung verursachen allerdings Kopfschütteln und das nicht nur bei den 80- bis 100-Jährigen. Hier nur zwei Beispiele, die auf das Wesentliche gekürzt wurden:

Antonio sitzt im Boot und angelt. Ein Brummen stört die Ruhe. Geradezu rudert er auf den Jaguar zu. Warum ? (logischerweise kann keiner die Frage beantworten)

Die Lösung: Es ist keine Raubkatze, sondern sein Auto der Marke Jaguar, das ihm geklaut wurde. Der Dieb ist sein Cousin Carlos.

oder

Kala ist völlig aufgelöst. Auf der Lichtung im Dschungel liegt ein junger Mann. Was ist hier los? Die Lösung: Tarzan ist abgestürzt, weil er eine Schlange mit einer Liane verwechselt hatte.

Die „richtige“ Lösung soll durch Herantasten an die Antwort und durch Stellen gezielter Fragen erschlossen werden:

  • „Ratevolk“ gegen
  • „Schlaufuchs“

Die einzigen Hinweise durch den „Schlaufuchs“: „ja“ oder „nein“.

Im Test mit 7- bis 8-jährigen Kindern ist das Spiel durchgefallen. Green storries ist im Grunde genommen nur einmal spielbar, weil sich die „richtigen“ Antworten einprägen und den „Altspielern“ ungerechtfertigte Vorteile gegenüber den Newcomern bescheren.

Diese Geschichten wären besser als Buchausgabe unter dem Aspekt – „Erzähle die Geschichte weiter“ – geeignet. So könnte die Phantasie der Kinder angeregt werden und der Unsinn bekäme einen Sinn.

Fazit: Auf dieses „Rätsel-Spiel“ kann man ohne weiteres verzichten.

Angaben

  • Autorin: Andrea Köhrsen
  • Verlag: Moses-Verlag
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Über den Autor

Redakteur für Kinder-, Lernspiele und Experimentierkästen. Eltern über Lernspiele oder Experimentierkästen zu informieren ist wichtig, weil man bei dieser riesigen Auswahl schon einmal das falsche kaufen kann.

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