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Rapa Nui – Wettstreit auf der Osterinsel

veröffentlicht in: Kartenspiele
am 22.12.2011

Es ist ein warmer Sommerabend. Sterne stehen am Himmel hoch über dem Äquator. Ein Priester bietet Opfergaben vor den Statuen der großen Häuptlinge und Ahnen dar. So oder so ähnlich kann man sich die Situation vorstellen, in die uns das Spiel “Rapa Nui” von Klaus-Jürgen Wrede (Kosmos Verlag) entführt. Jäger, Sammler und Priester müssen angeworben werden und helfen einem dabei, an die benötigten Opfergaben oder Baumaterialien zu gelangen. Holz wird zum Beispiel benötigt, um eine neue Maoi-Statue (die berühmten Köpfe der Osterinseln, deshalb “Rapa Nui”) zu errichten.

Die möglichen Aktionen werden durch vier Kartenreihen dargestellt, in denen jeweils mehrere Spielkarten hintereinander liegen. Erwerbbar sind zwar immer nur die vordersten Karten, Aktionen werden aber für die Karte durchgeführt, die gerade aufgedeckt wurde. Durch die wenigen, möglichen Aktionen sind die Züge für alle Spieler immer annähernd gleich kurz, die Möglichkeit zu sehen, was die anderen Spieler später an Aktionen zur Verfügung haben, lässt aber dennoch genug Strategie zu, um eine schnelle und spannende Partie zu ermöglichen. Die hin und wieder auftretenden Opferrunden (jeder Spieler opfert offen eine Ware, der aktuelle Spieler zusätzlich eine verdeckte; die Ware, die am Ende am häufigsten geopfert wurde, gibt auch die meisten Siegpunkte) bringen den normalen Spielfluss zwar ein wenig durcheinander, ließen sich aber auch nicht sinnvoller unterbringen.

Für einfach mal zwischendurch, als Pausenfüller oder zum Einstieg in einen längeren Spieleabend ist “Rapa Nui” auf jeden Fall sehr gut geeignet. Vor allem, da sich das Spiel auch ohne komplettes Lesen der Anleitung bereits spielen lässt (der erste Zug dauert dann halt etwas länger), spricht es dabei nicht nur erfahrene Strategen an. Ein wenig Glück ist am Ende immer noch dabei, wenn man auf die versteckt geopferten Waren pokert.

Zusammenfassung
Ansprechendes Design, zu dünnes Kartenmaterial bei den großen Karten Opferkarten alternativ als Chips im Beutel Kartenbeschriftung sinnvoll und zielführend Anleitung 3fach gefaltet, Spiel schnell verständlich ohne Anleitung einmal komplett lesen zu müssen

Spielablauf

  • intuitiv, durch Spielablaufkarten gut nachvollziehbar. Zuglänge für jeden Spieler annähernd gleich kurz
  • genug Komplexität trotz sehr einfacher, klarer Regeln. Opferrunde bringt Spielfluß durcheinander (mitten im Zug), aber sinnvoll platziert
  • Altersempfehlung “ab 10″ durchaus vertretbar.
  • Wertung Gut für zwischendurch 4-Sterne, nicht für lange Abende gemacht Wiederspielwert: ab und zu
  • 2(!)-4 Spieler, ~40 Minuten (Testspiel zu dritt ~30 Minuten)

Material:

  • Einsortieren der Karten wegen Standardkarton aber verschiedenen Kartengrößen umständlich
  • 66 große Karten (4*4 Startkarten + 50 Spielkarten)
  • 100 kleine Karten
  • 1 Opfertisch (Pappe, unförmig) 4 Spielablaufpläne (pappe) diverse Chips

Angaben

  • Autor: Klaus-Jürgen Wrede
  • Verlag: Kosmos

 

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