Ruhm für Rom

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Wieder einmal ist Kaiser Nero daran schuld, der angeblich Rom abgebrannt hat, um die Stadt nach seiner Vorstellung neu zu errichten. Aber ohne das Volk geht dies nicht. Ruhm für Rom ist ein Kartenspiel, welches unserer Ansicht nach nicht für Gelegenheitsspieler geeignet ist, da die Regeln doch am Anfang relativ kompliziert und komplex klingen.

Den Spielern stehen pro Zug immer zwei Sachen zur Auswahl, entweder Karte spielen oder Karten nachziehen. Gerade die Aktionen haben es in sich, wobei die Karten so farblich gestaltet sind, dass ihnen damit bestimmte Eigenschaften zugeschrieben sind. So gibt es verschiedene Kartentypen, wie Bauplätze, Aufträge und Senatoren, wobei die Aufträge auch noch zum Beispiel Gebäude oder Baumaterialien darstellen.

Bevor es aber losgeht, werden u. a. die Baumaterialien auf dem Tisch abgelegt, dies hängt aber von der Anzahl der Spieler ab. Die anderen Karten bilden den Nachziehstapel. Dann zieht jeder vier Auftragskarten und einen Senator. Im Anschluss wird mittels Karte der Startspieler ermittelt.

Nachdenken
Manchmal muss man schon mal etwas überlegen und beim „Nachdenken“ kann man einen Senator nehmen, so lange wie vorhanden und zieht dann Karten nach, bis das Handkartenlimit erreicht ist.

Aktionen
Als Startspieler schlüpft man in die Rolle des Anführers und dieser kann dann so viele Aktionen ausüben, wie man Klienten besitzt, die vor einem ausliegen. Im Anschluss entscheiden die anderen Spieler, ob sie sich dem anschließen oder lieber noch einmal “nachdenken“. Dabei ist dies immer von den Klienten abhängig, die man besitzt. Wenn man keine Karte dieses Typs besitzt, kann man einen Joker sprich Senator ausspielen oder zwei identische Rollenkarten abwerfen. Dabei stehen verschiedene Rollen, wie Arbeiter, Baumeister, Handwerker oder auch Kaufmann zur Auswahl. Wobei jede auch explizit besondere Fähigkeit besitzt.

Um gewinnen zu können, benötigt man Einfluss, welcher in dem Fall durch Goldmünzen erfolgt. Der Einfluss begrenzt im Laufe des Spiels die Klienten, die man hat, sowie auch das Baumaterial. Zum Ende des Spiels erfolgt die Auswertung.

Fazit
Ruhm für Rom ist ein sehr komplexes Kartenspiel, welches nicht unbedingt für Gelegenheitsspieler geeignet ist. Erst einmal wurden die Spielkarten grafisch sehr schön und passend zum Thema gestaltet. Man benötigt zwei bis drei Spielrunden, um das Spielsystem zu verstehen und später dann zu beherrschen. Auch wir hatten uns, trotz doch verständlicher Spielanleitung am Anfang sehr schwer getan, um das ganze System zu beherrschen. Dabei ist es erstaunlich, dass man aus einem Kartenspiel so viel herausholen kann. Gerade Strategen und Taktiker werden hierbei ihre wahre Freude haben, denn hier kann man sich doch ganz schön auslassen. Gerade die vielfältige Funktionen der Spielkarten wirken erst einmal erschlagend.

  • Autor/in: Carl Chudyk
  • Verlag: Lookout Games (über Heidelberger Spieleverlag verlegt)
  • Kategorie: Gesellschaftsspiel

 

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Über den Autor

Redaktionsleitung. Das Magazin Ratgeberspiel wurde von mir 2007 gegründet, um vor allem Eltern über Spiele zu informieren. Im Lauf der Zeit kamen auch andere Unterhaltungsthemen hinzu.

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