Smash Up im Test

Wer dachte das die Menschen über die Erde herrschen wird spätestens bei Smash Up eines Besseren belehrt. Paul Petersen zeigt, wer die wahren Herrscher sind und unter Ihnen sind Aliens, Dinosaurier und Zombies. Klingt wie das neueste Trashfilmfest, macht aber vor allem Spaß. Zwei bis vier Spieler können in diesem chaotischen Kartenspiel um die Weltherrschaft streiten. Der Test zeigt wie es geht:


Spielablauf

Zu Beginn des Spiels wählen die Spieler aus den vorhandenen Fraktionen abwechselnd 2 aus und basteln sich durch das mischen der zugehörigen Decks ihre eigene Invasionsarmee. In der Mitte des Tisches werden Basiskarten ausgelegt. Diese zu erobern bringt uns Ruhm, Reichtum und vor allem Siegpunkte.

Jede Runde kann der Spieler von seinen Handkarten bis zu eine Aktion und eine Kreatur spielen. Während die Kreaturen mit ihren Stärkewerten zur Zerstörung genau einer Basis beitragen, können Aktionen das Schlachtfeld durchwirbeln. Kreaturen verstärken, verschieben, ersetzen, wiederbeleben. Alles ist dabei und jede Fraktion bringt ihre ganz eigenen Tricks mit.

Smash Up | © Maria Manneck

Smash Up | © Maria Manneck

Greifen ausreichend Kreaturen eine Basis an zerstören sie die Basis und hinterlassen nur Schutt, Asche und Siegpunkte.  Je nach Höhe des Kampfwertes erhalten die Spieler Siegpunkte. Einige Basen ermöglichen dem Sieger oder Zweitplatzierten noch eine einmalige Spezialfähigkeit einzusetzen. Nach der Zerstörung einer Basis, erhebt sich eine neue Basis aus den Ruinen. Dann geht es auch schon weiter. Am Ende eines Zuges zieht der aktive Spieler 2 Handkarten nach. So setzt sich die Eroberung fort bis ein Spieler 15 Siegpunkte erreicht hat. Bei Gleichstand wird der Kampf fortgesetzt bis ein eindeutiger Sieger feststeht.

Der Rundenablauf ist einfach gestaltet und bietet dennoch einiges an Taktikpotential. Die anfängliche Beschränkung auf 2 Karten pro Zug wird durch einige Aktionen und Kreaturen außer Kraft gesetzt. Generell gilt: Kartentexte haben Vorrang! So kommt es, dass in nur einer Runde schnell mal das Feld von Zombies oder Robotern geflutet wird oder die Magier eine Aktion nach der anderen ausspielen. Das Ausnutzen der Handkarten für die perfekte Kombination stellt hierbei den besonderen Reiz dar. Anfangs ist es noch etwas schwer den Spielstil des selbst erstellten Decks zu erkennen und auszunutzen, doch nach ein paar Runden wird das Prinzip klar. Der Fraktionsfokus ist jeweils eindeutig und thematisch passend gewählt.

Während im Spiel zu zweit die Runden schnell von der Hand gehen, kann es bei vier Spielern etwas chaotisch werden. An jeder Stelle liegen Fähigkeiten und Talente aus, die Auswirkungen auf Basen und Kreaturen mit sich bringen. Hier heißt es für jeden Spieler Ruhe und Überblick bewahren, sonst wird der lange ausgeklügelte Plan zunichtegemacht. Zwar sind die einzelnen Runden und das gesamte Spiel deutlich länger im Spiel zu viert, doch trotzdem bleibt die Freude an der Basenjagd erhalten. Vor allem schadenfreudige Spieler werden hier eine Menge Spaßpotential finden.

Smash Up | © Maria Manneck

Smash Up | © Maria Manneck


Spielmaterial

Das Hauptspiel umfasst die 8 Fraktionen: Aliens, Dinosaurier, Ninjas, Piraten, Roboter, Gauner, Magier und Zombies. Jedes Fraktionsdeck enthält 20 Karten, die sich in Kreaturen und Aktionen aufteilen. Die Spielweisen einer jeden Fraktion sind sehr unterschiedlich und bringen daher einen hohen Wiederspielwert in das Spielgeschehen. Nicht alle Kombinationen ergeben vollends Sinn, machen aber dennoch Spaß.

Die Anleitung ist mit Witz geschrieben und beschreibt den Ablauf des Spiels und alle seine Mechaniken kurz und bündig. Sie schließt mit einem Überblick über alle Decks ab. Während die Dinosaurier sehr starke Kreaturen auf das Feld bringen, versuchen die Roboter eine Basis schnell mit einer Menge kleinen Einheiten zu stürmen. Verlorene Zombies können wiedergeboren werden und Ninjas zerstören hinterrücks die wertvollsten Kreaturen des Gegners. Jede Fähigkeit aufzulisten würde Stunden dauern, daher versuchen wir es gar nicht weiter.

Die unterschiedlichen Basenkarten ermöglichen weitere Variabilität im Spielablauf. Durch die mit ihnen verbundenen Basenaktionen werden manche Basen das Hauptziel der Spieler darstellen, während andere Basen nur von wenigen Kreaturen besetzt werden. Die errungenen Punkte werden in Form von kleinen Pappmarkern verteilt, wovon auch für vier Spieler noch ausreichend beigelegt sind.

Wer sich nach noch mehr Vielfalt sehnt, kann sein Spiel mit einer von derzeit acht Erweiterungen vergrößern. Bis auf die Geek-Edition sind alle Erweiterungen auch ohne das Basisspiel für mindestens zwei Spieler spielbar. Mehr Informationen zu zwei der Erweiterungen finden Sie in unseren Kurztests zu: Smash Up – Kuschelttacke und Smash Up – Wahnsinnslevel 9000.

Smash Up | © Maria Manneck

Smash Up | © Maria Manneck


Fazit

Mit dem Spruch „Das ultimative Team-Chaos!“ hat die Rückseite der Verpackung ganz recht. Zombie-Bären, Ninja-Piraten oder doch magiebegabte Aliens? In Smash Up prallen die verrücktesten Kombinationen aufeinander um sich über die alleinige Kontrolle der Welt zu streiten. Dabei geht so einiges drunter und drüber. Den Überblick über die ganzen Fähigkeiten zu behalten fällt auch nach mehrmaligen Spielen schwer. Eins steht aber fest: lange gab es keine schönere Möglichkeit sich gegenseitig am Kartentisch zu ärgern. Zerstören, verschieben und angreifen. Alles geht flüssig von der Hand und muss keinen Spieler abschrecken.

  • Autor: Paul Peterson
  • Spielzeit: ca. 30-45 Minuten
  • Vertrieb: Pegasus Spiele
  • Grundspiel: Smash Up
  • Erweiterungen:
  • Anzahl: 2 bis 4 Spieler (+2 Spieler pro Erweiterung)
  • Kategorie:
    • Kartenspiel
    • Deckbuildung
    • Funspiel
    • Fantasy
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Bildquelle: Maria Manneck

Test und Artikel von Alexander Dockhorn

Bewertung

7.3 Bewertung

Mit dem Spruch „Das ultimative Team-Chaos!“ hat die Rückseite der Verpackung ganz recht. Zombie-Bären, Ninja-Piraten oder doch magiebegabte Aliens? In Smash Up prallen die verrücktesten Kombinationen aufeinander um sich über die alleinige Kontrolle der Welt zu streiten. Dabei geht so einiges drunter und drüber. Den Überblick über die ganzen Fähigkeiten zu behalten fällt auch nach mehrmaligen Spielen schwer. Eins steht aber fest: lange gab es keine schönere Möglichkeit sich gegenseitig am Kartentisch zu ärgern. Zerstören, verschieben und angreifen. Alles geht flüssig von der Hand und muss keinen Spieler abschrecken.

  • Spielidee 9/10
  • Ausstattung 8/10
  • Spielablauf 7/10
  • Interaktion 7/10
  • Einfluss 5/10
  • Spielbarkeit 7/10
  • Spaß 8/10

Weitere Informationen

  • Titel: Smash Up im Test
  • Kategorie: Kartenspiele
  • Autor: Paul Peterson
  • Verlag: Pegasus Spiele

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Bewertung: 4.0 von 5 (insgesamt 1 Bewertungen)

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