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Keep Cool

veröffentlicht in: Lernspiele
am 01.09.2010

Lange ist es her, dass meine Familie und ich sich zu einem gemütlichen Spieleabend zusammengefunden haben. Dieses Wochenende war es jedoch wieder soweit und der Grund war das oben genannte Brettspiel “Keep Cool” von der Firma Spieletrieb. Das Besondere an diesem Spiel ist, dass es von 2 Wissenschaftlern aus dem GeoForschunszentrum Potsdam entworfen wurde, aber keine Angst, dieses Spiel ist um einiges anspruchsvoller als man es von 2 “Design-Amateuren” erwartet. Denn dieses Spiel kann man gut auch als Klima-Monopoly beschreiben …

Nachdem wir das Spiel ausgepackt und aufgebaut haben, haben wir die Anleitung gelesen und auf Anhieb eigentlich alles verstanden. Das Spiel ist insgesamt alles andere als kompliziert, denn wirklich alles wird genau erklärt. In der Packung wird zum Beispiel ein sehr informatives Heft mitgeliefert, welches den wissenschaftlichen Hintergrund des Spiels erklärt.

Das Heft wurde übrigens auf Englisch und Deutsch geschrieben, genauso wie alles andere in dieser Packung zweisprachig ist.

Das Spiel an sich hat sehr viel Spaß gemacht. Man braucht 3-6 Spieler und ungefähr 2 Stunden für ein Spiel. Wir haben es zu viert gespielt und alles hat sehr gut funktioniert. Wie das Spiel funktioniert, kann man ungefähr so erklären:

Jeder Spieler bekommt eine Länderkarte, entweder Europa, die Schwellenländer, die USA & Partner, die Entwicklungsländer, die OPEC-Organisation oder die ehemalige Sowjetunion. Jedes dieser Länder hat bestimmte wirtschaftliche Ziele und bestimmte politische Ziele, die auf Extra-Karten stehen. Wenn ein Land alle Ziele erreicht hat, ist dieses Land der Gewinner.

In jeder Runde wird eine Katastrophenkarte gezogen, auf der zum einen steht, auf welches Land es sich bezieht und was passieren muss, damit es eintritt. Man muss nämlich eine Zahl in einem bestimmten Bereich würfeln und dass hängt wiederum davon ab, wie voll das sogenannte Karbometer ist.

Umso gefüllter es ist, umso folgenschwerer wird die Katastrophe. Ein Beispiel: Europa zieht die Katastrophenkarte “Heißer Sommer in Nordeuropa”, das Karbometer steht auf Stufe blau, somit tritt die Katastrophe ein, wenn die gewürfelte Zahl im Bereich der Zahlen 1-3 liegt. Und daraus folgt wiederum, dass der Spieler einen “Schutzstein” abgeben muss, von dem er eine bestimmte Anzahl besitzt. Würden diese Schutzsteine aufgebraucht sein, wäre das Spiel für diesen Spieler zu Ende.

Insgesamt kann man sagen, dass dieses Spiel trotz seines einfachen Aufbaus eine unglaubliche Tiefe hat und ich kann dieses Spiel jedem ans Herz legen, der sich unter Klimawandel nichts vorstellen kann, aber auch jedem anderen, der einfach mal wieder ein Brettspiel spielen will. Das Spiel ist übrigens nur im Internet bestellbar unter der Adresse www.spieltriebgbr.de

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