LEGO Technic Unimog U400
veröffentlicht in: Spielsachenam 14.09.2011
Nachdem bereits letztes Jahr erfolgreich eine “LEGO for MEN”-Kampagne mit dem Raupenbagger von LEGO Technic durchgeführt wurde, lässt nun das neueste und derzeit auch größte LEGO Technic Modell, welches exklusiv zusammen mit Mercedes Benz geplant und entwickelt wurde, das Herz so mancher erwachsener Lego Technic-Fans höher schlagen: der “Unimog U400″.
Wir haben dieses Prachtstück zu zweit zusammengebaut und können nur sagen: Wir sind begeistert. Bereits beim Auspacken staunt man über die 2048 Teile, aus denen später ein riesiges Fahrzeug mit pneumatischem, drehbarem Kran und einer Seilwinde entstehen soll. Für den Zusammenbau stehen wie immer sehr gut durchdachte, illustrierte Anleitungen – in diesem Fall 5 Stück mit je über 80 Seiten – zur Verfügung.
Dabei wird der Bau in 4 Bauabschnitte unterteilt: Karosserie, Ladefläche, Führerhaus und Kran/Seilwinde. Dadurch ist es auch möglich, parallel am gesamten Unimog zu arbeiten. Gut ist dabei auch, dass für jeden Bauabschnitt extra Bauteiltüten gepackt wurden – so besteht keine Verwechslungsgefahr zwischen den Teilen der Bauabschnitte.
Während des Zusammenbaus entdeckt man immer wieder witzige Details, wie den beweglichen Motorblock unter dem Führerhaus, voll gefederte Achsen und eine durch den Motor betriebene Pneumatik-Pumpe. Letztere dient dazu, den pneumatisch betriebenen Kran mit Luft zu versorgen. Sowohl die Pneumatik-Pumpe, als auch der Drehteller des Krans und die Seilwinde werden von einem einzigen Motor angetrieben, der mit 4 AA-Batterien betrieben wird – diese sind leider nicht im Lieferumfang enthalten.
Um zwischen den verschiedenen Funktionen umzuschalten, gibt es im Rumpf des Unimogs mehrere Schalthebel. Zwar ist es manchmal schwierig, die genauen Antriebs- oder Leerlaufpositionen der Hebel zu treffen, jedoch werden so durch die sehr gut durchdachte Technik kaum neue und komplizierte Teile benötigt.
Da man den Kran sowohl hinten am Unimog, als auch vorn betreiben kann, findet man an jeweils beiden Enden die benötigten Pneumatikanschlüsse. Dabei tritt aber an der Frontseite ein kleines Problem auf: Der Anschluss liegt auf der falschen Seite – so muss man unter Umständen etwas länger basteln, bis man den Schlauch des Krans richtig an dem Anschluss befestigt hat.
Die Lenkung des U400, die sich mit auf dem Dach des Führerhauses befindet, stellt für technikbegeisterte Perfektionisten wahrscheinlich eine weitere kleine Schwachstelle dar. So muss man durch das relativ große Gewicht des Unimogs und den großen Widerstand, der durch die vier breiten Räder entsteht, ziemlich viel Kraft aufbringen, bis das Gefährt dann tatsächlich einlenkt.
Das hat natürlich zur Folge, dass das gesamte Lenkgestänge jedes Mal extrem verdreht und beansprucht wird. Ein festeres und stabileres Material könnte als Gestänge in Zukunft möglicherweise Abhilfe schaffen.
Wem die Standardausführung des Unimogs noch nicht genug ist, der kann das normale Modell in einen Schneeschieber umbauen. Hierzu werden dann die Ladefläche und der Kran zum wiederum vollständig-pneumatischen Schiebeschild umfunktioniert. Was uns daran nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass diese Anleitung nur online verfügbar ist.
Für den doch sehr hohen Preis hätte man sicher noch das eine oder andere Anleitungsheft beilegen können.
Fazit
Im Endeffekt ist das ganze Produkt sehr gut durchdacht und glänzt mit seiner Detailtreue.
Damit ist beim Zusammenbau auf jeden Fall für mehrere spannende Nachmittage gesorgt. Auch nach dem Zusammenbau hat man durch die “PowerFunctions”, wie die Pneumatik und weitere Motorfunktionen genannt werden, immer wieder Freude am Unimog.
Und natürlich macht er sich gut im Regal als schönes Schmuckstück und Hingucker für den einen oder anderen technikbegeisterten Besucher.


