Mercedes-Benz Unimog U 400 – Praxis- und Spielbewertung
veröffentlicht in: Spielsachenam 06.11.2011
Mercedes-Benz Unimog U 400, ein Wunderwerk der LEGO ® Technik.
Der Bausatz des Unimog ist zweifelsohne einer der gelungensten technischen Modelle, die uns die LEGO ® Ingenieure je präsentierten.
Als wir, das heißt mein fast 11-Jähriger und ich, den sehr großen Karton erstmalig in Augenschein nehmen duften, wussten wir noch nicht, was uns erwarten und bevorstehen würde. Diese Einschätzung traf bis zum letzten montierten Bauteil zu. Die über 2000 Einzelteile, verpackt in zig Plastiktüten, ließen mich oftmals an den Rand der Verzweiflung bringen.
Auch bleibt es bei der Feststellung, dass es nicht machbar ist, Kinder in der Altersgruppe (11+), auch wenn sie als erfahrene LEGO ® Monteure gelten, auf den Mercedes-Benz Unimog U 400 alleine loszulassen.

Der gesamte „innere“ Aufbau, bestehend aus Zahnrädern, Gelenkwellen und anderen Getriebeelementen erfordert sehr viel Aufmerksamkeit. Eine Funktionskontrolle der einzelnen Baugruppen war bis zum Abschluss der Montagearbeiten kaum möglich. Diese Ungewissheit, ob die Teile in ihrem Zusammenwirken letztendlich funktionieren, zerrt zusätzlich an den Nerven.
Erstaunlich ist die Leistung der kleinen, etwas unkultiviert laufenden Pneumatikpumpe. Im Funktionstest leistete sie ganze Arbeit und versorgte zuverlässig die Pneumatikzylinder mit Druckluft.

Der Motor setzt die Kolben realistisch in Bewegung und das Fahrwerk ist super gefedert.

Im Vergleich zu älteren LEGO ® Fahrzeugen ist der Mercedes-Benz Unimog U 400 bis ins Detail durchkonstruiert.
Den Test haben die Kinder in Gänze eigenständig durchgeführt. Ich war erstaunt, mit welcher Präzision die Steuerung funktioniert. Mit dem Greifer und dem Ausleger werden Teile gegriffen, gehoben, abgesenkt und auf die Ladefläche gelegt.
Nun zu den Kritikpunkten. Ich versichere, dass wir beim Öffnen der Teiletüten größte Sorgfalt walten ließen. Kein Bauteil ging verloren. Während der gesamten Montage fehlten allerdings schlussendlich etwa 4 Teile, darunter drei eher unbedeutende Elemente und ein Basisteil.

Die unbedeutenden Elemente, wie Stifte mit Verzahnung oder kurze Zahnstangen mit Kopf konnten durch annähernd vergleichbare Teile ersetzt werden. Ein weiteres Teil wurde aus dem abgebildeten älteren LEGO ® Fahrzeug entnommen.
Das genannte Basisteil, ein Seitenteil der Winde, wurde provisorisch durch ein 3er Segment ersetzt. Dies ist jedoch keine abschließende Lösung (siehe Markierungen in der Teileliste).
Während dieser langen Montagezeit hätte ich mehrmals den LEGO ® Service bemühen müssen. Eine Alternative wäre, vor Montagebeginn alle Teile auf Vollständigkeit zu prüfen. Dies erscheint mir bei der Vielzahl der Bauteile nicht zweckmäßig, zumal dann im Vorfeld alle nummerierten Tüten geöffnet werden müssten.
Allerdings blieben auch einige Kleinteile als „Reserve“ über.
Den Praxistest hat der Mercedes-Benz Unimog U 400 von LEGO ® trotz mancher unbedachter Äußerungen und Flüche in der Montagephase mit Bravur bestanden. Ein super Spielspaß für alle kleinen und „großen Kinder“.
Liebe LEGO ® Entwicklungsingenieure, lasst euch ruhig Zeit für ein vergleichbares und bestimmt noch besseres Großprojekt.
Wer den Mercedes-Benz Unimog U 400 erfolgreich montiert hat, kann eine kurze Ruhephase gebrauchen.


