Switch – Or die Trying! – tausend Tode sind noch nicht genug

Nachdem wir bereits vor einigen Wochen über die Early Access Phase von Switch berichten konnten, werfen wir einem Tag nach dem Release einen erneuten Blick auf das Jump and Run Spiel der Entwickler Threye Interactive. Das Spiel ist derzeit nur in englischer Sprache spielbar. Die Anzahl der Bildschirmtexte ist jedoch minimal und auch ohne gute Englischkenntnisse zu bewältigen.

Switch - Or die trying | Bildschirmaufnahme

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Ein Buchstabe auf Reisen

Seit unserem letzten Bericht hat sich nicht nur der Name zu „Switch – Or die trying“ geändert, sondern auch die Menge an spielbaren Material deutlich vergrößert. Mittlerweile stehen uns nach der Tutorialwelt, statt nur einer, nun ganze vier Welten mit je 15 Leveln zur Verfügung. Die vier Welten sind thematisch an Abenteuer, Geschichte, Wissenschaft und Krieg orientiert. Während die ersten Level noch mit wenigen Versuchen bewältigt werden, steigt der Schwierigkeitsgrad rasant an.

Switch - Or die trying | Bildschirmaufnahme

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Wir steuern hierbei den kleinen Buchstaben „i“, welcher sich auf die Reise zu seinen Freunden begibt. Alle anderen Buchstaben sind weit in der Welt verstreut und sollen zu einer großen Feier eingeladen werden. Leider verstecken sie sich an schwer erreichbaren Stellen, so dass die Reise immer wieder knifflig wird. Der kleine Buchstabe hat dabei typische Bewegungen auf Lager. Mit einem gut gezielten Sprung erreicht er bereits einige Plattformen. Verwandelt er sich in einen fett gedruckten Buchstaben, erhält er neuen Schwung und kann zu größeren Höhen aufsteigen. Zwischen beiden Zuständen können wir einmal pro Sprung wechseln. Dies hat nicht nur Einfluss auf uns, sondern auch auf unsere Umgebung. Manche Plattformen sind erst betretbar, wenn wir im uns in dem richtigen Zustand befinden.

Weitere Kniffligkeiten ergeben sich aus der Fähigkeit kleine Tintentropfen zu verschießen. Diese werden benötigt, um weit entfernte Schalter zu treffen und auf diese Weise Türen zu öffnen.  Immer wieder gibt es zudem Plattformen, die erst durch einen Treffer für kurze Zeit betretbar werden. In kleineren Rätseleinlagen lernen wir zudem Blöcke richtig einzufärben, um besondere Türen am Ende einer jeden Welt zu öffnen.

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Geht es noch schwerer?

Pro Level wird unsere Leistung bezüglich Zeit und dem Einsammeln von Bonustropfen bewertet. Beides kann am Ende des Levels mit einem Stern bewertet werden. Da allein die Level schon sauschwer sind, trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Beides zu bekommen ist vor allem in späteren Leveln nur mit sehr viel Training zu erreichen. Der Schwierigkeitsgrad in „Switch – Or die trying“ ist hierbei nicht immer fair. Bereits zeitige Level sind äußerst hart und fordern einiges an Geschick. Spätestens in den Kriegsleveln weckt es den Eindruck, dass die Entwickler wahnsinnig geworden sind. Respekt wer diese Level noch erfolgreich bewältigt. Positiv anzurechnen ist das von Beginn an sämtliche Level zur Verfügung stehen und nicht erst freigeschaltet werden müssen.

Die Steuerung per Controller ist wie bereits in der Testversion butterweich und zeigt sich selbst in komplizierten Sprungpassagen akkurat. Von der Steuerung mit Tastatur ist jedoch abzuraten. Hier erreichten die Entwickler nicht das gleiche Maß an Kontrolle wie mit dem Joystick.

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Fazit

Nachdem die ersten Level der Testversion bereits schnell schwieriger wurden, scheinen die Entwickler mit ihren späteren Welten neue Maßstäbe setzen zu wollen. Ich kann nur Hardcore Jump and Run Fans zu einem Kauf von „Switch – Or die trying“ raten. Viele werden sich an der schnell ansteigenden Schwierigkeitskurve die Zähne ausbeißen. Das bedeutet trotzdem, dass es sich hierbei um ein gut gemachtes Spiel handelt. Doch die Zielgruppe scheinen hier eingefleischte Veteranen des Genres zu sein.


Switch – Or die trying im Überblick

  • Entwickler-Studio: Threye Interactive
  • Plattform: PC (Steam)
  • Spielzeit: ca. 5-10 Stunden
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Anzahl: Einzelspieler
  • Kategorie: Jump’n’Run
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn
  • Lektor: Friedrich Lüder

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

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Bewertung

6.7 Bewertung

Nachdem die ersten Level der Testversion bereits schnell schwieriger wurden, scheinen die Entwickler mit ihren späteren Welten neue Maßstäbe setzen zu wollen. Ich kann nur Hardcore Jump and Run Fans zu einem Kauf von "Switch – Or die trying" raten. Viele werden sich an der schnell ansteigenden Schwierigkeitskurve die Zähne ausbeißen. Das bedeutet trotzdem, dass es sich hierbei um ein gut gemachtes Spiel handelt. Doch die Zielgruppe scheinen hier eingefleischte Veteranen des Genres zu sein.

  • Grafik 8/10
  • Sound 6/10
  • Balance 4/10
  • Atmosphäre 8/10
  • Bedienung 7/10
  • Spielidee 7/10

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