Dr. Grips Solar Kugelbahn

Dr. Grips Solar Kugelbahn ist ein ungewöhnlich preisgünstiger Einstieg, Kindern zu demonstrieren, wie aus Sonnenenergie Strom erzeugt werden kann. Trotz der nachfolgend beschriebenen Mängel bilden die Hauptmodule des Kastens eine gute Basis, Kindern dieses Thema anschaulich nahezubringen.

Zusammenfassend das Wesentliche vorab:
Die Idee ist hervorragend. Das Ziel, aus Sonnenenergie Strom zu erzeugen, wird erreicht.

Die Kugelbahn besteht den Funktionstest auf Grund der mangelhaften Mechanik nicht.

Ich habe mit meinem Sohn, Grundschüler einer ersten Klasse, zunächst die Hauptmodule:
Solarzelle, Motor- und Getriebeeinheit zusammengesteckt. Die Steckverbindung ist leicht zu fügen und hält zuverlässig.

Wie bereits von anderen, auf dem Spielzeugmarkt erhältlichen Solarexperimentierkästen bekannt, passiert auch bei der Dr. Grips Solar Kugelbahn bei Tageslicht gar nichts.

Der gewohnte Gang zu einer starken Lichtquelle, möglichst zu einer herkömmlichen Lampe (60 Watt), bringt Bewegung in´s Getriebe. Bei Sonneneinstrahlung hat man echte Freude, wie kontinuierlich der Motor das Getriebe bewegt. Dann hört die Freude allerdings schon auf.

Nun zum eigentlichen Anliegen des Baukastens, dem Bau der Kugelbahn.

Eine Mechanik soll über ein Hebesystem Kugeln auf eine bestimmte Höhe transportieren, die dann über eine Bahn, vgl. einer Rutsche, zum Ausgangspunkt zurückrollen. Die grafisch gut gestaltete und beim Zusammenbau hilfreiche Anleitung ermöglicht den Zusammenbau der Mechanik relativ einfach.

Fügt man dann die Getriebeeinheit hinzu und wendet sich der Sonnenseite zu, klemmt es.

Die Situation ändert auch nach mehrmaligem Zusammenbau und einem Hauch von Silikonöl nichts daran; es klemmt.

Die Ursache liegt darin begründet, dass die Rotationsbewegung des Getriebes, die es in eine Hub- bzw. Schubbewegung zu wandeln gilt, ähnlich der Funktion bei einem Verbrennungsmotor, nicht „reibungslos“ funktioniert. Immer dann, wenn die kleinen Zapfen der „Kurbelwellen“ den Wendepunkt zwischen Hub und Zug erreichen, klemmt es. Das Drehmoment des Motors reicht einfach nicht aus.

Um den Reibungskoeffizienten zu mindern, habe ich im Versuch die Stufen nicht eingebaut und zusätzlich dem Gehäuse ausreichend Spielraum gegeben. Es hakt und klemmt dennoch. Besonders deutlich wird das ganze Dilemma, wenn die Mechanik mit dem Finger bewegt wird. Hier spürt man sehr deutlich, an welchen Stellen die Mechanik hakt.
Nach guten 2 Stunden Analysetätigkeit und Bewegungsproben war es nicht möglich, die Kugelbahn in Funktion zu bringen.

Ein Trost: Die Hauptmodule:
Solarzelle, Motor- und Getriebeeinheit funktionieren hervorragend.

Wer handwerklich geschickt ist, steckt einen kleinen „Lüfter“, „Minispiegelkugel“ oder etwas Vergleichbares auf.

Wer den Kindern demonstrieren möchte, wie aus Sonnenenergie Strom erzeugt werden kann, dem kann ich dennoch die Kugelbahn mit folgender Begründung empfehlen: „Warum bei der Konkurrenz 40 Euro ausgeben, wenn bei gleichem Ergebnis mit Dr. Grips Solar Kugelbahn (bereits ab ca. 13 Euro) die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie demonstrierbar ist.“ (R.B.)

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