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K´NEX SPEED COSTER

…..das Konstruktions System „Achterbahn“ aus der Amusement Park Serie von K´NEX

Das Fazit vorab:
Das K´NEX Konstruktions-Stecksystem ist grundsätzlich zu empfehlen, weil es schon den „Nachwuchsingenieuren“, an denen es in Deutschland mangelt, ein Gespür von Statik und Konstruktionslehre eines Fachwerkes spielerisch vermittelt. In dieser Hinsicht ist K´NEX manch anderen Systemen ein Stück voraus.

Sich auf K´NEX zu spezialisieren, hat schon seinen Reiz. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. K´NEX fordert zum Mitdenken auf und ist für Kinder ab 7 Jahren voll tauglich.

Auf dem deutschen Markt ist das K´NEX Konstruktionssystem im Vergleich zu LEGO, Faller oder Fischertechnik nicht so sehr verbreitet. K´NEX ist ein eigenständiges, nicht mit anderen Systemen vergleichbares „Konstruktions-Klicksystem“. Es besteht aus einer bunten Kombination aus Stäben, Verbindungsteilen und Bausteinen.

Die K’NEX Geschäftsstelle und die Fertigung befinden sich in Hatfield, Pennsylvania. In den USA soll K’NEX die Nummer 1 der Konstruktionsspielzeuge sein und wird vorrangig weltweit von Hasbro vertrieben.

Die Amusement Park Serie von K´NEX bietet die Möglichkeit zum Bau von:

  • Achterbahn,
  • Karussell,
  • Oktopus und
  • Riesenrad.

Diese Pakete gehören zum K´NEX-Projekt „Collect & Build – Sammle & Baue“. Jedes Projekt ist für ca. 30 Euro im Handel erhältlich.

Als mein 7 ½ Jähriger die ansprechend gestaltete Verpackung öffnete und ich die sehr dünnen Stäbe gesehen habe, war ich skeptisch, ob man dieser Konstruktion Stabilität verleihen kann. Um es vorweg zu nehmen, man kann.

Für uns galt es, die Achterbahn zusammenzustecken und die Funktionsfähigkeit auszuprobieren.

Diese interessante, 60 cm hohe Attraktion wird mit einer bunten Kombination aus 428 Stäben, Verbindungsteilen und Bausteinen inklusive Micro-Teilen zusammengesteckt und beinhaltet einen Motor mit Zugkette, der den Wagen der Achterbahn auf Höhe bringen soll, um ihn dann über das Schienensystem in rasanter Fahrt zum Ausgangspunkt zurückzuführen.

Mein 7 ½ Jähriger hat sich mit seinen LEGO- und Fischertechnikerfahrungen den Kasten vorgenommen und genau nach Anleitung zunächst das Achterbahngrundgerüst zusammengefügt. Hierfür waren an zwei Tagen jeweils 1,5 bis 2 Stunden erforderlich. Mit Spannung, Spielspaß und auf die abschließende Funktionsprobe hoffend, wurde akribisch gebaut.

Bis auf wenige Hilfeleistungen meinerseits ist ihm das recht gut gelungen. An dieser Stelle ein großes Lob an den Erfinder Joel Glickman und den Entwicklern der Achterbahn. Wer mit dem K´NEX-Konstruktions-Klicksystem einmal begonnen hat, kann trotz „Fummelei“ und gering entwickeltem Konstruktionsverständnis erst nach Fertigstellung des Projektes aufhören.

Bereits in der Anfangsphase der Montage ist größte Aufmerksamkeit bei der Herstellung der Verbindungen erforderlich. Die Befestigung der unteren Umlenkrolle zur Führung der Zugkette zeigte sich zunächst instabil. Diese Baugruppe muss ordentlich in die Halterung gedrückt werden, weil sich das Teil ansonsten im Laufe des weiteren Aufbaus immer wieder aus der Halterung löst.

Nachdem das Grundgerüst und die Motoraufbauten montiert waren, wurde das Schienensystem eingepasst. Das Schienensystem haben wir beide eingebaut. Der Einbau ist nicht ganz so einfach, weil die Schienen für den Looping und für die Schleifen gebogen und damit unter Spannung befestigt werden müssen. Es ist wichtig, sehr genau auf den Verlauf zu achten, um eine freie Fahrt der Bahn zu gewährleisten. Vor der letzten Schienenmontage ist der Wagen aufzuschieben. Nun kann bereits getestet werden, ob der Wagen das Schienensystem der Achterbahn problemlos durchläuft.

Obgleich die Montagebeschreibung an relativ wenigen Stellen die Detailansichten vermissen lässt, ist der Aufbau auch für einen 7-Jährigen machbar.

Hat man den Grundaufbau geschafft, ist die Freude nicht nur bei den Kindern groß. Nunmehr wird das Verlangen auf die automatische Funktion des Hochziehens des Wagens geweckt.

Hierzu müssen dutzende Kleinelemente zur Kette zusammengefügt und nach der Beschreibung über die Zahnradführungen eingebaut werden.

Hat man auch dies gemeistert, darf der Motor eingeschaltet werden. Die Kette sollte danach problemlos über die Führungen gleiten und den Wagen nach oben ziehen.

Hakt das System, was in der Regel der Fall ist, nimmt man sich das beigefügte Korrekturblatt zur Hand, das wir zunächst nicht beachtet haben und baut den Motor samt Halterung um.

Das Korrekturblatt wird als „important instruction update“ bezeichnet. Es handelt sich um eine erforderliche Korrektur zur Funktionsfähigkeit des Bausatzes.

Die Endkontrolle und „TÜV“-Abnahme habe ich durchgeführt. Wichtig ist eine korrekte Ausrichtung des Schienensystems. Die Befestigungen müssen ordentlich einrasten. Die Zugkette habe ich um ein Glied kürzen müssen, um ein Durchrutschen des Antriebszahnrades zu vermeiden. Das Ergebnis:

Die Achterbahn funktioniert tadellos.

Trotz der sehr schwachen Konstruktionsstäbe ist die Stabilität ausreichend.

Einziger Kritikpunkt besteht in der Grundkonstruktion. Durch die Spannung der Schienen und die Lastverteilung des Motors gelingt es dem Fachwerk nicht, eben auf der Unterlage aufzusetzen. An der Wendeschleife hebt sich die Konstruktion ca. 1 cm vom Boden ab.

Das beeinflusst die Funktion nicht, zumal ich diese Ecke mit einem Gewicht wieder auf die Unterlage gedrückt habe. Abhilfe würden zusätzliche Verstrebungen an den richtigen Stellen schaffen.

Das ganze System sollten sich Interessenten auf den deutschen Seiten von K´NEX ansehen. Darunter befindet sich auch eine Fotogalerie, die einen Einblick über das Machbare des Systems vermittelt.

Dass es weltweit sehr viele K´NEX-Fans gibt, belegen die zahlreichen Internetseiten, insbesondere auch zum Thema Achterbahn. Die Eigenkonstruktionen beweisen, was machbar ist.

Das K´NEX Konstruktions-Stecksystem ist grundsätzlich zu empfehlen, weil es schon den „Nachwuchsingenieuren“, an denen es in Deutschland mangelt, ein Gespür von Statik eines Fachwerkes spielerisch vermittelt. In dieser Hinsicht ist K´NEX manch anderen Systemen ein Stück voraus.

Sich auf K´NEX zu spezialisieren, hat schon seinen Reiz. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. K´NEX fordert zum Mitdenken auf. Allerdings erfordert K´NEX erhebliche Investitionen bei der Beschaffung der erforderlichen Bauelemente, was jedoch bei LEGO, Faller oder Fischertechnik nicht anderes ist.

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