Die coolsten Polizeiwagen der Welt

Polizeiautos, kann dieses Thema überhaupt etwas für den echten Auto-Verrückten sein? Ja, es kann! Und zwar auf vielfach überraschende Weise. Zum Start des neuen Need for Speed Rivals tauchen wir ein in die faszinierende Welt der verbeamteten Jäger.

In Deutschland hat man einst auf Seiten der Uniformierten nur den guten alten VW Käfer, den ersten langweiligen Passat oder einen schnöden Opel gekannt. Heute dominieren BMW- und Mercedes-Limousinen das blau-silberne Straßenbild. Das Bild im Osten Europas ist ungleich trauriger:

Die lahmen, alten Lada und neuerdings die mittelprächtigen Chevy Cruze haben keine echten Gegner auf den vereisten Straßen des roten Imperiums. Abhilfe aus Russland gibt es nur virtuell bei Need for Speed: Seit Most Wanted und fortgesetzt im neuen Rivals gibt der Supersportwagen B2 aus der Formel1-Schmiede Marussia unter Blaulicht Vollgas.

Aber zurück nach Deutschland: Hier ist seit den siebziger Jahren die berühmte 911er-Autobahn-Polizei ganz real auf Verbrecherjagd. Und selbstredend verstärkt Porsche den Streifendienst auch weiterhin mit seinem neuesten 911er Modell. Dieses ist auch bei Need for Speed zu finden – eine gute Wahl, wenn man den ultraschnellen Racern auf den Fersen bleiben will.

Cop-Cars der Welt: Der Need for Speed Reality-Check
Im Spiel kennen wir irrwitzige Polizeiauto-Modelle, doch was ist von den Entwicklern erfunden worden und welche Blaulichtträger fahren außer dem Porsche noch auf realen Straßen?

Foto Gallardo LP560-4 della Polizia aeroporto di Carpi 18-07-08

Wenn wir den Blick in weitere Industriestaaten werfen, finden sich tatsächlich äußerst sportliche und coole Polizeikarren. Den größten Kontrast bietet Italien. Wo im Großstadtgetümmel Roms noch kleine Smarts unterwegs sind, brauchen die Carabinieri für die Verbrecherjagd auf der Autobahn schon mal einen Lamborghini Gallardo LP 560-4, also Allrad betriebene 560 PS. Hier decken sich Spiel und Wirklichkeit.

Großbritannien: Im Rallyewagen auf Verbrecherjagd
Apropos Italien – den mächtigen Ferrari 612 Scaglietti fahren die vornehmen Bobbies interessanterweise in Großbritannien. Dort ist man im Namen Ihrer Majestät auch dem Lotus Elise S2 gegenüber nicht abgeneigt, einem kleinen britischen Superflitzer mit 222 PS, der von 0-100 km/h gerade mal 4,6 Sekunden benötigt.

Aber die Engländer wären nicht die Engländer, würden sie nicht traditionell im Jaguar vorfahren. So chauffiert der uniformierte Inselbewohner seinen behandschellten Fang zur Abwechslung auch mal in einem Jaguar XF-19 zum Gerichtstermin. Dass man im Königreich auch Rallye-Weltmeister-Supercars wie die Mitsubishi Lancer Evo-X 19 und Subaru Impreza WRC STi unter die gelb-blaue Karoflagge genommen hat, ist für uns Deutsche schwer verständlich.

Doch das Empire ist groß und auch in Australien ist man braver Untertan der Queen. Das hat in Down Under aber eher mittelprächtige Auswirkungen auf die Wahl der Streifen-Fahrzeuge, die bevorzugt aus dem General Motors Konzern stammen. So bestellte die Aussie-Polizei 2007 im südöstlichen Bundesstaat Victoria 20 Holden SS Commodore, die schon als Basismodell mit 286 PS sportliche 259 km/h Spitze schaffen.

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Im Sondermodell SS dürfte aber der 6-Liter V8 mit 367 PS verbaut sein, was für Australien mit seinem Tempolimit von 130 km/h dezent übermotorisiert sein dürfte. Aber man will ja spätestens seit Mad Max bei wilden Verfolgungsjagden nicht den Kürzeren ziehen.

Dubai: Hier lebt die Polizei Need for Speed
In Dubai, der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, sieht das Thema Polizeiwagen vollkommen anders aus als beim gesamten Rest der uniformierten Welt. Dank sprudelnder Ölquellen ist das Budget der Emiraten-Polizei unerschöpflich und so sind Ferrari, Lamborghini, AMG Mercedes und Aston Martin heute fester Bestandteil der Ordnungshüter-Flotte.

Die Frage ist, wie streng die Verkehrs-Gesetze am Golf sind und ob die PS-Monster ihre Geschwindigkeit jemals dienstlich brauchen werden. Ein Auge auf den Spritverbrauch wird man jedenfalls in Dubai nicht wirklich werfen müssen …

USA: Mit Sofa-Fahrwerk auf Verbrecherjagd
Um die Erdumkreisung zu komplettieren, schauen wir unbedingt noch in die Vereinigten Staaten, dem Mutterland von Need for Speed. Hier kennt man aus unzähligen Filmen in der Regel nur Cadillac- und Ford-Limousinen mit Sofa-Fahrwerk, die den meist schnelleren Fluchtfahrzeugen trotzdem immer erstaunlich gut folgen konnten, bis sie aus den Kurven oder ins Seitenaus flogen. Mittlerweile hat sich aber Einiges  getan in den Staaten:

So darf sich der Country Ranger eines Hummer H2 erfreuen, um mit bulliger Kraft auch im Gelände Herr der Lage zu sein. Seit 2006 gibt es einen aktuellen Dodge Charger, der die lahmen Caddies und Ford Crown Victoria ablöste, die wir aus Need for Speed ebenfalls kennen. Die Sedan-Ausführung mit V8 schafft den Sprint auf 60 Meilen in nur 5,3 Sekunden. Hochaktuell sind auch die neuen Ford Interceptor-Limousinen in den USA. Mit einer 3,7 Liter V6-Maschine sind sie stark aber sparsam unterwegs und haben zumindest ein besseres Fahrwerk als die alten Vorgänger.

Richtig spannend ist aber etwas anderes: Zum Beispiel der ungleich schnellere britische Supersportler Caparo T1. Dieser wurde auf einer Messe aber nur versuchsweise in Polizeifarben präsentiert. Schade eigentlich, denn die 2,5 Sekunden auf 100 km/h hätten wir gerne mal bei einer Verfolgungsjagd durch San Francisco erlebt. Aber was nur in der Öl-Metropole Dubai Wirklichkeit ist, kann bei Need for Speed Rivals in jedem Fall werden – Gas geben unbedingt erwünscht.

Ob Polizist oder Racer, im neuen Need for Speed Rivals wählt der Spieler seine Seite. Das Spiel ist ab sofort für PlayStation 3, Xbox 360, PC sowie für die Xbox One und ab dem 29. November 2013 für die PlayStation 4 erhältlich. Somit ist Need for Speed Rivals das einzige Rennspiel das zum Launch der Playstation 4 verfügbar ist.

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