Passwort Tipps

Gegen die Datenspionage von staatlichen Behörden, Hackern & Co, kann man sich wirksam wehren. Neben der Verschlüsselung aller privaten Daten ist auch die Wahl eines sicheren, unknackbaren Passworts entscheidend dafür, dass kein Unbefugter Zugriff auf persönliche Daten und Dokumente enthält. Das Darmstädter Software-Unternehmen AceBIT hat deshalb noch einmal die besten Tipps für ein sicheres Passwort zusammengestellt.

Natürlich ist es schwierig, komplexe Passwörter im Kopf zu behalten. Trotzdem ist die Qualität des gewählten Passworts entscheidend dafür, ob ein Konto gehackt wird oder nicht. AceBIT bietet mit Password Depot 7 einen leistungsstarken Passwort-Manager an, der sowohl lokal als auch als Server-Version genutzt werden kann.

Wer nur maximal 20 Passwörter und Zugangsdaten verwalten muss, kann Password Depot 7 kostenlos nutzen. Neben Passwörtern verschlüsselt Passwort Depot übrigens auch einzelne Dokumente. Als Verschlüsselungsalgorithmus wird AES 256 Bit genutzt – ein Algorithmus, der als unknackbar gilt.

Wer sicherstellen will, dass wirklich niemand Zugriff auf private Daten enthält, sollte zusätzlich alle Daten, die er über das Internet verschickt, verschlüsseln. Dies gilt sowohl für E-Mail als auch für Daten, die zum Beispiel in Cloud-Dienste wie Dropbox geladen werden.

Leistungsstarke E-Mail- und Datenverschlüsselungs-Programme sind kostenlos im Internet zu finden.

Die besten Passwort-Tipps:

1) Lange Passwörter verwenden
Je kürzer das Passwort, desto leichter ist es, dieses mit Hilfe von sogenannten Brute-Force-Attacken zu knacken. Ein gutes Passwort sollte aus mindestens 12 Zeichen bestehen und sowohl Klein- als auch Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Beispiel: Bei einem Passwort, das aus 3 Großbuchstaben, 4 Kleinbuchstaben, 3 Sonderzeichen und 2 Zahlen besteht, ergeben sich 9412= 475.920.314.814.253.376.475.136 Kombinationen und eine theoretische Zeit zum Knacken von circa 7,5 Millionen Jahren (bei zwei Milliarden Versuchen pro Sekunde).

2) Formular-Ausfüllhilfe im Browser abstellen
Viele Browser merken sich Anmeldeinformationen. Diese liegen nach der Anmeldung unverschlüsselt im Arbeitsspeicher des PCs – und sind so eine leichte Beute für Hacker.

3) Passwörter nicht doppelt verwenden
Egal, wie gut ein Passwort ist: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte niemals dasselbe Passwort ein zweites Mal verwenden. Ist das Passwort einmal bekannt geworden, erhalten Datenspione sonst ganz leicht Zugriff auf weitere Konten.

4) Anmeldeinformationen verändern
Viele Webseiten verlangen neben der Eingabe eines Passworts auch einen Login-Namen. Auch hier sollte man versuchen, denselben Login-Namen kein weiteres Mal zu verwenden. Je weniger Informationen Angreifer haben, desto schwieriger wird es, einen Account zu hacken.

5) Passwörter niemals schriftlich notieren oder unverschlüsselt in Dateien speichern
Passwörter gehören nicht auf ein Stück Papier! Genau so wenig, wie man seine Anschrift gut sichtbar an seinem Schlüsselbund befestigen sollte, sollte man Passwörter schriftlich notieren oder unverschlüsselt in einer Textdatei oder einer Excel-Tabelle auf dem PC ablegen.

6) Bei Verwendung eines Passwort-Managers: Sicheres Master-Kennwort verwenden
Passwort-Manager wie Password Depot nehmen den Anwendern eine Menge Arbeit bei der Verwaltung von Passwörtern ab. Nur eines können sie nicht: Sich das Master-Kennwort merken, das Zugriff auf die anderen Kennwörter bietet. Hier hilft es aber, sich ein Passwort aus einem Satz zu generieren. Beispiel: AmMontagGeheIchGerneZurArbeit! könnte als Passwort so aussehen: 1$AmGi&8Gza!

7) Niemals zusammengesetzte Wörter verwenden
Passwörter wie MeinKleinerDackelWilly sind zwar leicht zu merken, aber mit Hilfe von sogenannten Wörterbuchangriffen sehr schnell zu knacken. Das gleiche gilt auch für Zeichenfolgen (wie „1234567“) oder persönlichen Daten, wie Name oder Telefonnummer.

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