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Vom Leben eines Sektenführers – Cultist Simulator im Test

Eigenschaften von Büchern und Kartenspielen, im Setting eines Clans an Kultisten in den 1920ern. Mit minimalistischen Stil möchte das Spiel uns in eine andere Zeit entführen und uns die Möglichkeit geben, unseren eigenen Kult zu gründen. Wir haben für euch getestet, ob das funktionieren kann.

Cultist Simulator | Bildschirmaufnahme

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Aller Einstieg ist schwer!

Dieses Spiel hat kein Tutorial. Ihr werdet einfach hineingeworfen und müsst versuchen zu über. Daran werdet ihr scheitern. Es gehört zum Spiel dazu immer wieder zu . Denn dies ermöglicht euch einen anderen Start, eine andere Rolle die ihr einnehmt, ein anderes . Euer Endziel ist es, einen Kult zu gründen und diesen erfolgreich zu führen. Dafür benötigt ihr Informationen und Kenntnisse, die sich nicht allein innerhalb eines s sammeln lassen.

Ihr startet nun also euer . Die Geschichte wird über Karten dargestellt. Auf diesen lest ihr, was gerade passiert. Dabei tickt unablässlich die Uhr. Schließlich braucht ihr Geld zum Über. Könnt ihr eure serhaltungskosten nicht decken werdet ihr krankt und sterbt letztendlich. Also bemüht man sich frühzeitig um einen Job. Diese Aktivitäten kann man ausführen, indem man bestimmte Karten auf Handlungsfelder zieht. Diese sind sprechen, handeln, nachdenken, untersuchen und träumen. Je nachdem, was für eine Karte ihr habt, könnt ihr diese auf die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten ziehen um in der Geschichte voran zu kommen.

Cultist Simulator | Bildschirmaufnahme

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Vom und eines Kult-Führers

Indem ihr mit Karten interagiert bekommt ihr neue Karten. Bei einigen davon handelt es sich um Ressourcen, wie zum Beispiel Gesundheit oder Geld. Diese werden kontinuierlich mit der Zeit aufgebraucht und ihr müsst euch darum kümmern, dass immer genug Nachschub da ist um nicht zu . Andere Karten sind nötig um in der Geschichte voran zu kommen, wie zum Beispiel potentielle Mitglieder eures Kultes oder Bücher, die kritisches Wissen enthalten.

Das Spiel verrät einem nicht, welche Handlungen zielführend sind und welche nicht. Alles funktioniert über Ausprobieren. Das macht es einem unglaublich schwer wirklich voran zu kommen. Sicher kommt man beim zweiten Versuch bereits weiter als beim Ersten, da man die Spielmechanik besser versteht. Aber nicht sehr viel weiter. Und sobald man stirbt, fängt man wieder bei null an seinen Kult aufzubauen. Das Spiel bietet nicht die Möglichkeit einen früheren Speicherstand zu laden. Fehler führen zum Tod, schlicht und einfach. Dieses Spiel benötigt Ausdauer.

Cultist Simulator | Bildschirmaufnahme

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Grafik und Sound

Die Story und die Atmosphäre tragen dazu bei, dass man diese Ausdauer aufbringt. Die Geschichte ist spannend und , obwohl man „nur“ alles liest, was geschieht. Durch die Kompliziertheit des Vorankommens erschließt sich einem die Story jedoch nur sehr langsam. Die Zeiten dazwischen muss man sich selbst motivieren um am Ball zu bleiben.

Ein weiterer nennenswerter Punkt ist das Layout. Karten erscheinen an willkürlichen Orten auf dem Display. Es ist gerade zu Beginn schwer, einen Überblick über alles zu bekommen. Schreitet man langsam im Spiel voran, findet man eine eigene Ordnung für die Karten, damit man jeweils schnell griffbereit hat, was man benötigt und nicht ewig danach suchen muss. Neue Karten erscheinen jedoch weiterhin willkürlich und da die meisten, machen sie sich Platz indem sie vorher dort befindliche Karten wegstoßen. Dahin ist die Ordnung. Da man im Spielverlauf locker über 50 Karten auf dem Bildschirm haben kann, wird dies immer mehr zum Problem.

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Fazit

ist ein Kartenspiel mit spannender Story, aus meiner Sicht jedoch umständlicher Steuerung und damit großem Frustrationspotential. Das Spiel erlaubt es einem nicht, die Schwierigkeit anzupassen. Auch hat man nicht immer das Gefühl, dass sich alles durch logische Schlussfolgerungen erschließen lässt, sondern manches auch einfach ausprobiert werden muss. Da dies nicht selten zum Tod führt, sollte man bereit sein seinen Kult immer und immer wieder aufzubauen, bevor er erfolgreich ist. Der Ansatz, dass man nach einem Tod mit einer neuen Ausgangssituation startet, ist an sich schön gedacht und könnte bei konsequenterer Umsetzung dafür sorgen, dass die Spannung und damit Motivation erhalten bleibt. In der aktuellen Spielsituation ist es jedoch so, dass man nach relativ kurzer Zeit wieder mit den gleichen Karten dasteht, wie im vorherigen . Mich konnte das Spiel damit nicht langfristig begeistern, obwohl ich gerne lese. Wenn deine Frustrationstoleranz höher ist, es dich motiviert alles selbst herausfinden zu müssen und du ein Faible für den Gangster Charme der 1920er inklusive übernatürlichen Kräften hast, muss das aber natürlich nicht für dich gelten.


im Überblick

  • Entwickler: Weather Factory
  • Publisher:  Humble Bundle
  • Plattform: PC (Steam)
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren (auf Empfehlung der Redaktion, Englischkenntnisse vorausgesetzt)
  • Spieleranzahl: Singleplayer
  • Kategorie:
    • Simulation
  • Bildquelle: Tina Braun
  • Lektor: Alexander Dockhorn

Test und Besprechung von Tina Braun

Bewertung

5.0 Bewertung

ist ein Kartenspiel mit spannender Story, aus meiner Sicht jedoch umständlicher Steuerung und damit großem Frustrationspotential. Das Spiel erlaubt es einem nicht, die Schwierigkeit anzupassen. Auch hat man nicht immer das Gefühl, dass sich alles durch logische Schlussfolgerungen erschließen lässt, sondern manches auch einfach ausprobiert werden muss. Da dies nicht selten zum Tod führt, sollte man bereit sein seinen Kult immer und immer wieder aufzubauen, bevor er erfolgreich ist. Der Ansatz, dass man nach einem Tod mit einer neuen Ausgangssituation startet, ist an sich schön gedacht und könnte bei konsequenterer Umsetzung dafür sorgen, dass die Spannung und damit Motivation erhalten bleibt. In der aktuellen Spielsituation ist es jedoch so, dass man nach relativ kurzer Zeit wieder mit den gleichen Karten dasteht, wie im vorherigen . Mich konnte das Spiel damit nicht langfristig begeistern, obwohl ich gerne lese. Wenn deine Frustrationstoleranz höher ist, es dich motiviert alles selbst herausfinden zu müssen und du ein Faible für den Gangster Charme der 1920er inklusive übernatürlichen Kräften hast, muss das aber natürlich nicht für dich gelten.

  • Grafik 4/10
  • Sound 5/10
  • Balance 4/10
  • Atmosphäre 7/10
  • Bedienung 4/10
  • Spielidee 6/10

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